Wasserstoff zielgerichtet fördern

Bedarf an grünen Molekülen, © Agora Energiewende
© Agora Energiewende

Der Thinktank Agora Energiewende hat in einer gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Guidehouse durchgeführten Studie die wichtigsten politischen Instrumente für die Markteinführung von grünem Wasserstoff analysiert. Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 braucht Deutschland bereits im Jahr 2030 rund 60 Terawattstunden CO₂-freien Wasserstoff, größtenteils für den Aufbau einer klimaneutralen Industrie und zur Absicherung der Stromversorgung [Prognos et al. 2021]. Um den Ausbau der Wasserstoffproduktion mithilfe erneuerbarer Energien wirtschaftlich klug zu fördern, sollten finanzielle Mittel vorrangig dorthin fließen, wo unumstritten Zukunftsmärkte für grünen Wasserstoff entstehen. Bislang ist erneuerbarer, grüner Wasserstoff noch nicht wettbewerbsfähig gegenüber fossil erzeugtem Wasserstoff, der zumeist per Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird.

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Gerangel der Ministerien um Themenhoheit bei Wasserstoff

Herdan
Thorsten Herdan: „Wir werden erneuerbare Energien in rauen Mengen importieren müssen.“

Wer kann das Thema Wasserstoff für sich am besten nutzen? Unter dieser Fragestellung scheint seit Ende 2019 der Wettbewerb zwischen den Bundesministerien zu laufen. Zwischenzeitlich weitete sich dieser Wettkampf auch auf die Parteienpolitik aus, indem Wasserstoff Bestandteil des Wahlkampfes für die Hamburger Landtagswahl wurde. Aktueller Zwischenstand ist, dass nach einer zeitweisen Themenhoheit der Unionsfraktionen inzwischen die Sozialdemokraten mit ihren Thesen zunehmend besseren Anklang in der Öffentlichkeit finden.

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Veränderung liegt in der Luft – mit Wasserstoff

Altmaier
Wirtschaftsminister Altmaier will jetzt durchstarten

Das aktuelle Interesse an Wasserstoff ist fast schon beängstigend. Zu oft hatten wir schon H2-Hypes, nach denen dann das Image von Wasserstoff schlechter war als je zuvor. Etliche Branchenvertreter, mit denen ich dieser Tage geredet habe, sind daher skeptisch und befürchten, dass die gerade aufkeimende Hoffnung auf einen nachhaltigen Wandel gleich wieder zerstört wird.

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Norddeutsches Netzwerk Wasserstoffwirtschaft

Heinrich Klingenberg
Heinrich Klingenberg, © hySOLUTIONS

In und um Hamburg herum redet man derzeit viel über Wasserstoff: Im Sommer 2018 bildete sich dort das Norddeutsche Netzwerk Wasserstoffwirtschaft, und im November beschlossen die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Küstenländer auf einer gemeinsamen Konferenz die Erarbeitung einer norddeutschen Wasserstoffstrategie. Über das Netzwerk und die zukünftige Rolle Hamburgs sprach HZwei mit Heinrich Klingenberg, Geschäftsführer und Sprecher der hySOLUTIONS GmbH.

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Brennstoffzelleneinsatz im Land der Fjorde

Floroe
Geplante Schnellfähre für Floroe, © Broedrene Aa

Eine der wichtigsten Säulen der norwegischen Wirtschaft ist neben der Mineralöl- und Erdgasindustrie der maritime Sektor, wobei in Norwegen beide Industrien eng miteinander verbunden sind. Neben dem Bau, der technischen Ausrüstung und der Wartung von Förderplattformen werden für deren Montage und Verankerung auf dem Meeresboden entlang der norwegischen Küste hochspezialisierte Schiffe und Unterwassergeräte eingesetzt.

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