Plug Power – Erwartungen versus Realitäten

Plug Power enttäuschte mit dem Ergebnis für das dritte Quartal, auch wenn der Ausblick – so die Firmenangaben – sehr gut sei. Großkunden wie Walmart und Amazon lassen grüßen. Wir sprechen hier über Auftragsvolumina von über US-$ 600 Mio. in den kommenden Jahren. 2.753 GenDrive-Systeme für die Umrüstung von Gabelstaplern wurden in der Berichtszeit ausgeliefert

weiterlesen

Plug Power: 3. Quartal soll Rekorde bringen

Genkey
H2-Station im Lagerhaus, © Plug Power

Der Deal mit Amazon – Beteiligung in spe an Plug durch Optionsscheine bei gleichzeitiger Auftragsvergabe für die Umrüstung von Gabelstaplern – mag die Grundlage dafür sein, dass Walmart bei dem früheren Großauftrag an Plug nun einer Änderung/Nachbesserung der Konditionen zugestimmt hat. Walmart ist der erste Großkunde von Plug, der die Umrüstung von Gabelstaplern und den Aufbau der Infrastruktur von H2-Tankstellen in den Logistikzentren des Konzerns in Auftrag gegeben hat. Der Haken war, dass Plug einem Leasingmodell zugestimmt hatte

weiterlesen

H2-Kit zur Umrüstung von Verbrennungsmotoren

Korn
Thomas Korn, © Keyou

Vor 15 Jahren hat BMW noch emsig an wasserstoffbetriebenen Verbrennungsmotoren gearbeitet. Insgesamt acht Fahrzeuggenerationen lang bemühten sich die Bayern darum, konventionelle Benzinmotoren so zu optimieren, dass sie schadstoffarm und effizient mit Wasserstoff betrieben werden können. Im Jahr 2009 stellten sie dann jedoch ihre Bemühungen ein. Jetzt wollen ehemalige BMW-Mitarbeiter die Renaissance des H2-Verbrenners einläuten und einen Umrüstsatz für Verbrennungsmotoren entwickeln

weiterlesen

Hydrogenics – Auftragsbestand auf Rekordhöhe

Glencore
Raglan Glencore Nickelmine., © Hydrogenics

Die kanadische Hydrogenics meldete im vierten Quartal 2016 einen Umsatz in Höhe von US-$ 8,7 Mio. und einen Verlust in Höhe von US-$ 0,20 je Aktie. Der Gesamtumsatz im Jahr 2016 lag damit bei US-$ 29 Mio. mit einem Verlustausweis von US-$ 9,9 Mio. Der Auftragsbestand hat indes die Rekordhöhe von US-$ 106,6 Mio. erreicht, von denen circa US-$ 38 Mio. für das laufende Geschäftsjahr „erkannt“ werden sollen – bei zunehmender Gewinnmarge von über 20 %.

weiterlesen

Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse

Ich halte das Konzept von Tetzlaff für eine Sensation – wenn es funktionieren würde.

Es besteht ja im Grunde aus 2 Teilen:

1. Die Herstellung von H2 aus Biomasse mit einem optimierten Steam-Reformer-Verfahren

2. Die Verteilung von H2 über das Gasnetz und Umwandlung beim Verbraucher (KWK vor Ort) mit BZ und BHKW

Das Konzept scheint selbst in Fachkreisen weitgehend unbekannt zu sein, wie ich bei meinen Recherchen festgestellt habe. Das Buch „Wasserstoff für alle“ hat kaum jemand wirklich gelesen, obwohl es mit wichtigen und interessanten Informationen gut gefüllt ist. Fachleute zweifeln, dass das wirklich funktioniert, obwohl Tetzlaff eigentlich nichts grundsätzlich Neues erfunden, sondern lediglich die Anlage von Güssing (Österreich) weiterentwickelt hat.

Es gibt allerdings noch zwei ungelöste Probleme:

1. Die Durchleitung von reinem H2 durch das vorhandene Gasnetz.
Dass ist für den Betrieb von BZ erforderlich, denn eine Beimischung von H2 zum Erdgas kann in der Praxis nicht funktionieren, weil man es nie schafft, beide Gase gleichzeitig zu verbrauchen.
Beim DVGW (Dr. Graf) gibt es erhebliche Vorbehalte – selbst gegen eine Erhöhung des H2-Anteils.
Es ist unklar, was wirklich geändert und umgebaut werden muss. Tetzlaff meint, dazu genügt der Austausch von Düsen bei älteren Heizkesseln. Andere meinen, dazu gehöre auch der Austausch von Ventilen, Reglern und Dichtungen sowie die Umrüstung von BHKW. Auf jeden Fall scheint eine Lösung für ältere Gasturbinen erforderlich zu sein, weil die von den Wassertropfen, die sich bei der Verbrennung bilden, beschädigt werden könnten. Deshalb wehren sich die Betreiber solcher Gasturbinen vehement gegen H2. Vielleicht wäre der Vorsatz eines Reformers, der das H2 in Methan umwandelt, eine brauchbare Lösung? Diese Kosten müsste der Gasnetzbetreiber übernehmen. Solange der Umfang und damit die Kosten nicht klar sind, wird niemand in den Bau einer H2-Fabrik investieren.

2. Die Kosten der Brennstoffzellen.
Tetzlaff meint, dass die BZ-Kosten dramatisch sinken, wenn sie in großen Stückzahlen hergestellt werden. Das erscheint glaubwürdig, denn die Konstruktion ist ja im Prinzip ziemlich einfach und lässt sich weitgehend automatisiert herstellen. Er rechnet mit <50 Euro/KW bei Stückzahlen von >100.000 Stück, was sowohl für Haushalte als auch für Autos schnell zu erreichen wäre, wenn es dafür ein Angebot gäbe. Das habe ich aber bisher nicht gefunden. Das scheint ein „Huhn-oder-Ei-Problem“ zu sein. Also müsste ein Hersteller oder Investor gefunden werden, der das in Erwartung entsprechender Stückzahl vorfinanziert.

Autor: Achim Behrenwaldt

Am 5.9.11 bearbeitet von Sven Geitmann