eZelleron sammelt in Windeseile 1,5 Mio. Euro ein

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„kraftwerk“ läuft mit handelsüblichem Feuerzeuggas. (Quelle: eZelleron)

Nach jahrelangen Bemühungen ist dem Dresdner Brennstoffzellenhersteller eZelleron GmbH im Januar 2015 der Durchbruch gelungen: Das sächsische Kleinunternehmen startete im Dezember 2014 eine Crowdfunding-Aktion, durch die mit Hilfe von vielen Kleinanlegern die Produktion eines Brennstoffzellen-Ladegeräts für Smartphones auf die Beine gestellt werden sollte. Völlig überraschend erhielt der Firmengründer Dr. Sascha Kühn mit dieser Kampagne für sein „kraftwerk“

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BMWi plant NOW-Weiterführung über das Jahr 2016 hinaus

schlaglich-cover

schlaglich-coverDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) plant offenbar eine Verlängerung des Förderprogramms für Brennstoffzellen. Im Monatsbericht von „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ vom August 2014, in dem das Ministerium über die aktuelle wirtschaftliche Lage berichtet, ist unter der Überschrift „Wasserstoff auf die Mühlen der Energiewende“ zu lesen, dass die Forschungsarbeiten an Brennstoffzellen auch nach 2016 weiter gefördert werden sollen.

Gleich am Anfang des Monatsberichts ist auf insgesamt fünf Seiten ausführlich dargelegt, was bereits alles unternommen wurde, um die Wasserstoff- und

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Topsoe Fuel Cell wird geschlossen

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Bjerne-Clausen
Bjerne Clausen (Quelle: Haldor Topsoe)

Haldor Topsoe A/S hat Mitte August 2014 verkündet, dass Topsoe Fuel Cell A/S geschlossen wird. Topsoe Fuel Cell ist ein zur Topsoe-Gruppe gehörendes Tochterunternehmen, das bis dato auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von Komponenten und Technik für Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) spezialisiert war. Haldor Topsoe gab weiterhin bekannt, dass mit sofortiger Wirkung alle

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ElringKlinger übernimmt New Enerday

Die ElringKlinger AG, Automobilzulieferer aus Dettingen, hat Anfang Juli 2014 die Mehrheit beim Neubrandenburger Brennstoffzellenhersteller New Enerday GmbH übernommen. New Enerday arbeitet seit mehreren Jahren an flüssiggasbetriebenen Hochtemperaturbrennstoffzellen (SOFC) im Leistungsbereich bis 1.000 Watt. Nach Firmenangaben sollen verkaufsfähige Produkte vorliegen. ElringKlinger erhält mit der Übernahme der Anteilsmehrheit vom Altgesellschafterkonsortium wichtige Schutzrechte und ergänzt sein eigenes Produktportfolio im SOFC-Sektor (bis 3,5 kW) um die Bereiche

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AVL und FZ Jülich zeigen Brennstoffzellen-Energieversorgungssysteme für Lkw

Zunächst fürs Militär, dann für den maritimen und den Lkw-Sektor (Quelle: AVL List)
Zunächst fürs Militär, dann für den maritimen und den Lkw-Sektor (Quelle: AVL List)

Brennstoffzellen sind für Lastfahrzeuge ungeeignet, zumindest als Antriebsaggregat, aber bei der Bordenergieversorgung können sie sowohl zur Effizienzsteigerung als auch zur Lärmreduzierung beitragen. Bislang mussten Lkw während der Standzeiten den Dieselmotor laufen lassen, damit die Lichtmaschine ausreichend Strom (3 bis 10 kW) zur Versorgung der Fahrerkabine beziehungsweise der Kühlaggregate erzeugt. Mitte Februar 2013 meldete das Forschungszentrum Jülich, dass diese Arbeit zukünftig von einem Brennstoffzellensystem übernommen werden kann, und während der Hannover Messe präsentierte auch AVL List einen portablen Stromgenerator für Trucks.

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Hochtemperatur-Brennstoffzelle für die Kochstelle

Quelle: Point Source Power
Quelle: Point Source Power

Ein US-amerikanisches Start-up-Unternehmen kümmert sich um die Energieversorgung im afrikanischen Busch. Die Point Source Power Inc. hat ein SOFC-System namens Voto entwickelt, das während des Kochvorgangs an einer Feuerstelle Strom erzeugt und auch speichert, um damit eine Lampe zum Leuchten zu bringen oder ein Mobiltelefon aufladen zu können. Mike Tucker, Mitgründer und CTO von Point Source Power, erklärte: „Unsere Zellarchitektur ermöglicht es uns, ein robustes Produkt zu bauen, das die unkontrollierte Umgebung im Kocher toleriert und vom Anwender einfach zu nutzen ist.“

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Hexis gehört jetzt Viessmann

Das Galileo-1000N-Gerät von Hexis (re.) auf der Hannover Messe 2012

Der Heizgerätehersteller Viessmann hat diesen Herbst 50 Prozent der Anteile am Brennstoffzellenunternehmen Hexis erworben. Die anderen 50 % liegen nach wie vor bei einem schweizerischen Investor, der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, die den BZ-Hersteller aus Winterthur Ende 2005 vor der Insolvenz gerettet hatte. Volker Nerlich, der für die Viessmann Werke gearbeitet hatte, bevor er 2002 zu Hexis kam, erklärte gegenüber HZwei, dass beide Unternehmen gemeinsam „im Herbst 2013 eine Kleinserie des Galileo-1000N-Moduls hochfahren werden“. Im gleichen Atemzug schränkte er jedoch ein, dass dies eher eine „geheime Markteinführung“ wird, da zunächst geringe Stückzahlen des Festoxidsystems (SOFC) an ausgewählte Kunden verkauft würden.

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Grove-Symposium in Berlin

Am 11. und 12. April 2012 hat in Berlin das Grove-Symposium Fuel Cells 2012 – Science & Technology stattgefunden. Rund 220 Teilnehmer aus aller Welt waren zu diesem hoch-wissenschaftlichen Brennstoffzellenkongress in die deutsche Bundeshauptstadt gekommen, wobei etwa die Hälfte davon selber Referenten waren oder Poster präsentierten. Die ausgesprochen umfangreiche Posterpräsentation war dann auch die Hauptanlaufstelle für den intensiv geführten Diskurs, der auf vergleichsweise hohem Fachniveau sowohl über die SOFC- als auch die PEM-Technik geführt wurde.

Unter den Vortragenden war auch der Wasserstoffkritiker Dr. Ulf Bossel. Der ehemalige Organisator des European Fuel Cell Forums (EFCF) in Luzern, Schweiz, präsentierte im Maritim Hotel Berlin sein 100-W-SOFC-Modul, das er aber trotz emsiger Bemühungen während der gesamten Referatsdauer nicht zum Laufen bekam. Die Zuhörer zeigten sich dennoch interessiert an seinen leicht atemlos vorgetragenen Ausführungen. Etwas skurril wirkte es allerdings, als Bossel trotz des missglückten Experiments um Investoren für seine Erfindung warb und zudem Werbung für das am 26. Juni 2012 startende EFCF, eine Konkurrenzveranstaltung zum Grove-Symposium, machte.

Der vom Wissenschaftsverlag Elsevier veranstaltete Fuel-Cell-2012-Kongress findet alle zwei Jahre an unterschiedlichen Standorten in Europa statt und war jetzt nach 2004 in München mal wieder in Deutschland. Das Londoner Grove Fuel Cell Symposium gibt es nicht mehr.

Fakten und Physik beim 15. EFCF in Luzern

1994 hat Ulf Bossel das European Fuel Cell Forum (EFCF) ins Leben gerufen und 17 Jahre lang geleitet. In all den Jahren hielt er nie mit seiner Meinung hinter dem Berg, dass er Wasserstoff für keinen geeigneten Energiespeicher hält. Entsprechend stark war das Luzerner Forum thematisch ganz auf Brennstoffzellen ausgerichtet. Seit August 2010 obliegt die Kongressleitung nun Olivier Bucheli und Dr. Michael Spirig. Gemeinsam mit anerkannten Wissenschaftlern wollen die beiden Enddreißiger das EFCF thematisch neu ausrichten und auch für Wasserstoff öffnen.

Vom 28. Juni bis 1. Juli 2011 fand erstmals die „internationale Konferenz für Brennstoffzellen und Wasserstoff“ unter der neuen Führung statt. Der inhaltliche Schwerpunkt dieses 15. European Fuel Cell Forums lag zwar auf PEM-Brennstoffzellen, in den rund 120 Vorträgen ging es jedoch auch um Wasserstoff. Olivier Bucheli erklärte: „Wasserstoff ist ein sehr wichtiger Teil.“ Der Vorsitzende des EFCF-Beirats, Dr. Robert Steinberger-Wilckens, fügte ‚einschränkend’ hinzu: „Wasserstoff muss grün sein.“ Der Chairman der Veranstaltung, Prof. Dr. K. Andreas Friedrich vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sagte, beim EFCF werde ein „ganzheitlicher Ansatz für Wasserstoff und Brennstoffzellen“ verfolgt. Es solle ein Gesamtbild darstellen werden, bei dem sowohl wissenschaftliche Forschung als auch praktische Anwendungen beleuchtet werden.
Wissenschaftliche Ausrichtung

Bucheli und Spirig machten zudem deutlich, dass die Veranstaltung weiterhin ihre Unabhängig pflegen und ihr Fokus trotz einiger konzeptioneller Veränderungen nach wie vor auf „Fakten und Physik“ liegen werde. Gegenüber anderen Konferenzen, die sich nach Meinung von Olivier Bucheli stark an wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientieren, versuchte sich der neu ernannte EFCF-Präsident abzugrenzen. Er sagte: „Wir wollen keine rein kommerziellen Vorträge. Die Inhalte sind wissenschaftlich.“

Begleitend zur Konferenz präsentierten knapp ein Dutzend Aussteller ihre neuesten Entwicklungen im Kultur- und Kongress-Zentrum Luzern (KKL), Schweiz. Die insgesamt knapp 200 Teilnehmer aus 25 Ländern konnten beispielsweise in Kontakt treten mit der Belenos Clean Power Holding, die 2007 vom mittlerweile verstorbenen Swatch-Eigner Nicolas Hayek gegründet worden war. Belenos arbeitet derzeit gemeinsam mit dem schweizerischen Paul-Scherrer-Institut (PSI) an einem neuen 25-kW-Brennstoffzellen-Hybridsystem, das mit Wasserstoff und reinem Sauerstoff betrieben wird. Es soll dazu beitragen, dass eine 63 Quadratmeter große Photovoltaikanlage demnächst einen Kleinwagen über jährlich 13.000 Kilometer mit Energie versorgen kann.

Außerdem war ein Servierwagen im Betrieb zu sehen. Die Minibar verfügt über einIndependent Hydrogen Power System (IHPos) der CEKAtec AG, eine BZ-Einheit, die die Kaffeemaschine sowie den Getränkekühler dauerhaft mit Strom versorgt. Praktische Erfahrungen konnten Interessenten mit der aktuellen Version der Hydroxy 3000 sammeln. Der Elektro-Katamaran, an dem auch schon Michael Spirig 2005 forschte, wird derzeit vom Energieinstitut der Ingenieurshochschule des Kantons Vaud (HEIG-VD) weiterentwickelt und getestet.

Im nächsten Jahr, beim 10. European SOFC Forum (26. bis 29. Juni 2012), wird der inhaltliche Schwerpunkt gemäß dem zweijährigen Wechselturnus auf Hochtemperatur-Brennstoffzellen liegen. Dort werden 600 Teilnehmer und 30 Aussteller erwartet.