Neue DLR-Institute im Norden

Die Familie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wächst weiter: Als zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik für Luft- und Raumfahrt weitet es seinen Aufgabenbereich aus und baut zwei neue Einrichtungen auf: Das Institut für Maritime Energiesysteme und das Institut für Systems Engineering für zukünftige Mobilität. Am 23. Juni 2020 gab der DLR-Senat dafür grünes Licht, nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bereits im November 2019 dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die erforderlichen Mittel (22 Mio. Euro jährlich) zur Gründung und zum Betrieb der zusätzlichen DLR-Institute bewilligt und freigegeben hatte. Zudem engagieren sich Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen mit rund 2 Mio. Euro jährlich.

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Fit-4-AMandA – Stack-Roboter ausgeliefert

Wirtschaftliche Fertigung bringt die Brennstoffzellentechnik auf die Straße.
Wirtschaftliche Fertigung bringt die Brennstoffzellentechnik auf die Straße.

Die Brennstoffzellentechnologie bietet eine immense Chance für eine zukünftige emissionsfreie Mobilität. Eine der größten Herausforderungen für deren Durchbruch sind allerdings die aktuell noch hohen Kosten im Vergleich zu den marktetablierten Benzin- oder Dieselantrieben.

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Neuer Megatrend nach 15 Jahren Durststrecke

wallstreet
Kursverlauf der letzten Jahre, © www.wallstreet-online.de

Damals, zur Jahrtausendwende, kannten Brennstoffzellenaktien an der Börse kein Halten mehr, da es sicher schien, dass der technologische Durchbruch bereits erfolgt sei und nun große, neue Wachstumsmärkte vor den Unternehmen lägen. Aber die Aktionäre irrten sich – zu früh gefreut. Die führenden Akteure der Branche gerieten unter Druck, da die Entwicklung der neuen Technologien erst einmal viel Geld kostete

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Das Elektroauto – Mobilität im Umbruch

Das-Elektroauto

Das-ElektroautoOliver Schwedes, Hochschulprofessor an der TU Berlin, gilt als Verkehrsexperte. Gemeinsam mit Marcus Keichel hat er das Buch Das Elektroauto – Mobilität im Umbruch geschrieben. Dies erscheint insofern zunächst verwunderlich, da Keichel Industrie-Designer ist. Da hier jedoch weder Technik noch Firmenpolitik, sondern kulturelle und gesellschaftliche sowie historische und auch ästhetische Aspekte im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen, passt das von ihm verfasste Kapitel, das sich insbesondere dem Design des BMW i3 und i8 widmet, durchaus ins thematische Umfeld.

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NIP-Vollversammlung und Statusseminar Brennstoffzelle

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NIP_LOGO_rgbVollversammlung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und Statusseminar Brennstoffzelle

1. und 2. Juni 2015

Berlin Marriot Hotel am Potsdamer Platz

Im Zentrum der Vollversammlung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellen-technologie (NIP) und des Statusseminars Brennstoffzelle stehen

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Zu Ehren von Bertha Benz

Auf den Spuren von Bertha Benz findet diesen Herbst eine Wettfahrt für alle zukunftsgerechten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben statt. Am 10. September 2011 [korrigiertes Datum] startet der Tross in Mannheim, dort wo die resolute Dame vor 125 Jahren gestartet ist. Dann geht es über 104 Kilometer auf der historischen Strecke über Bruchsal nach Pforzheim. Gleichzeitig ist dies die Einweihung für die Bertha Benz Memorial Route. Am 11. September [korrigiertes Datum] geht es auf anderer Strecke wieder zurück. Diese Wettfahrt stellt den Abschluss des Automobilsommers 2011 dar, bevor wenige Tage später die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt beginnt.

Frauke Meyer, die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins Bertha Benz Memorial Route e.V., erklärte: „Um unseren Kindern eine bessere und gesündere Umwelt zu erhalten, möchten wir zusammen mit Ihnen nachhaltige Mobilität öffentlichkeitswirksam aus den Messehallen für alle sichtbar auf die Straße bringen, damit die Menschen erfahren, dass es bereits heute zukunftsgerechte Autos gibt – und viele davon auch schon gekauft werden können.“

Bertha Benz hatte sich im Jahr 1888 ein Herz und den Wagen ihres Mannes gegriffen und fuhr – ohne das Wissen von Carl Benz, dafür aber mit ihren beiden ältesten Söhnen – die damaligen 106 km von Mannheim nach Pforzheim, ihrem Geburtsort, nachdem der Wagen zunächst nur nutzlos in der Garage herumgestanden hatte.

Honda will Wasserstoffbewegung neuen Antrieb verleihen

Ende Mai 2011 ist Honda der Clean Energy Partnership (CEP) beigetreten und setzte damit ein klares Zeichen, dass man an die Zukunft des Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle glaubt. Wasserstoffgetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge sind eine zukunftsträchtige Alternative zum batteriebetriebenen E-Mobil und der japanische Autohersteller Honda möchte die Technik nun auch in Europa vorantreiben. Die gemeinsame Initiative CEP, ein Zusammenschluss von 14 Unternehmen, ist das führende Projekt zur Demonstration von Brennstoffzellen-Fahrzeugen und zur Förderung der benötigten Infrastruktur zum Betanken der Fahrzeuge. Fahrzeughersteller, Infrastruktur- und Energieunternehmen und die deutsche Regierung wollen mit ihrem Wissen den Weg für den Markteintritt der Wasserstoff-Mobilität in Europa bereiten. Der Beitritt von Honda, die mehrere Jahre Forschungserfahrung in der Brennstoffzellen-Technologie mitbringen, soll der Wasserstoffbewegung in Europa neue Impulse verleihen und dem gemeinsamen Ziel, die Großserieneinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu bezahlbaren Preisen voranzutreiben, dienen.

Seit 2002 liefert Honda den wasserstoffgetriebenen FCX Clarity an Fahrzeugflottennutzer in den USA und Japan, mittlerweile sogar an Privatkunden. Derzeit wird die Limousine in Kleinserie hergestellt. In den nächsten drei Jahren will man etwa 200 Fahrzeuge ausliefern. Zwei solche Modelle steuert Honda bei, um die Aktivitäten der CEP zu unterstützen.

Bevor jedoch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in Großserie produziert und abgesetzt werden können, muss eine entsprechende Infrastruktur in Form von Wasserstofftankstellen geschaffen werden. Auch hierfür will Honda sich mit seinem CEP-Beitritt einsetzen. Thomas Brachmann, Senior Engineer Automobile Engineering & Research bei Honda R&D Europe, erklärte dazu: „Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen in Deutschland ist bei Weitem nicht ausreichend, woran aber die Bundesregierung und alle beteiligten Industrien mit Hochdruck arbeiten.“ Weltweit gibt es derzeit nur etwa 200 Stationen. Von den 22 Tankstellen in Deutschland sind nur acht öffentlich zugänglich. Dies soll in den kommenden Jahren so weit ausgebaut werden, dass man deutschlandweit emissionsfrei Auto fahren kann.

Bis die Grundlagen für einen flächendeckenden Einsatz von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb geschaffen sind, bleiben Hybridfahrzeuge bei Honda der Absatzschlager bei den umweltbewussten Fahrzeugen. Hier wird ein konventioneller Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor kombiniert. Der Honda Jazz Hybrid kann beispielsweise streckenweise im „Segelbetrieb“, also rein elektrisch gefahren werden. Mit dem CR-Z stellte Honda 2010 außerdem das weltweit erste Sportcoupé mit Hybridantrieb vor und verfügt damit über ein äußerst breites Angebotsspektrum von Hybridfahrzeugen.

Autor: Bastian Weber

TU München macht Mute

Die Technische Universität München (TUM) will auf der Internationalen Automobilausstellung 2011 (IAA) die Konzeptstudie eines eigenen Elektroautos präsentieren. Für dieses ehrgeizige Ziel haben sich Wissenschaftler von insgesamt 20 Fachbereichen zusammengetan. Gemeinsam arbeiten sie an dem elektrisch angetriebenen Leichtbaumobil Mute (engl.: still), das eine Reichweite von 100 Kilometer schaffen und zudem alltagstauglich und bezahlbar sein soll.

Professor Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik erklärte gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Alles an diesem Auto ist neu. Das kann kein einzelner Lehrstuhl leisten, deshalb arbeiten hier 20 Lehrstühle zusammen.“ Professor Fritz Frenkler vom Lehrstuhl für Industrial Design fügte hinzu: „Mute könnte der neue ‚Volks-Wagen’ mit elektrischer Mobilität werden.“ Bis zum September 2011 soll der fahrbare Prototyp dieses zwei Personen fassenden Fahrzeugs fertig sein. Das Ziel des 30-jährigen Maschinenbau-Ingenieurs und Projektleiters Robert Pietsch ist, auf der IAA in Frankfurt am Main einen Automobilhersteller zu finden, der die Serienproduktion übernehmen könnte. Bevor es allerdings in die Fertigung gehen kann, sind zunächst für 2011 und 2012 Feldtests in Singapur an der Nanyang Technological University (NTU) geplant.