Kein Nectar – Insolvenz von Lilliputian Systems

Nectar
Nectar
Nectar™ 3.0 Mobile Power Systems (Quelle: Lilliputian Systems)

Bevor es bei Lilliputian Systems, Inc. so richtig losging, war es schon zu Ende. In zahlreichen hoffnungsvoll stimmenden Pressemeldungen hatte das Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT) verkündet, mit portablen Brennstoffzellen auf den Markt kommen zu wollen. Im Juli 2014 meldete das Unternehmen aus Wilmington, Massachusetts, dann aber Insolvenz an. Innerhalb der dreizehn Jahre seit der Gründung hatte Lilliputian Systems rund 150 Mio. US-$ an Venture Capital eingesammelt. Ein Jahr zuvor hatte es noch geheißen, das Unternehmen würde

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Neue Institute zur Erforschung solarer Brennstoffe

Im Juli 2012 sind zwei neue Institute in Deutschland entstanden, die sich dem Thema „Solare Brennstoffe“ widmen – ein reales und ein virtuelles. Die Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH schuf am 4. Juli eine neue Abteilung, die sich darum kümmern wird zu erforschen, wie Solarenergie speicherbar gemacht werden kann. Die Wissenschaftler um Dr. Roel van de Krol werden bei ihrer Arbeit insbesondere auch Wasserstoff betrachten, der als einfachstes Beispiel für einen solaren Brennstoff gilt, da er mithilfe der Sonnenenergie durch die Spaltung von Wassermolekülen gewonnen und anschließend zu konventionellen Kraftstoffen weiterverarbeitet werden kann. Van de Krol, der bisher am MIT in Massachusetts, USA, sowie an der Universität Delft, Niederlande, tätig war, verfolgt die Strategie, Wasserstoff in einem monolithischen Materialsystem bestehend aus einem halbleitenden Absorber und einem Katalysator zu erzeugen. Mit seinem Team will er neue komplexe Metalloxide entwickeln, die eine kostengünstige und trotzdem chemisch stabile Alternative zu den herkömmlichen Photovoltaik-Halbleitern sein könnten.

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Peter Hoffmann erzählt die Wasserstoff-Geschichte

Peter Hoffmann ist ein waschechtes Wasserstoff-Urgestein. Seit zig Jahren, genau genommen seit 1970, beschäftigt er sich damit und hat in diesen mittlerweile über vier Jahrzehnten Manches kommen und gehen sehen. Solch ein Mensch weiß viel zu erzählen. Und genau das macht er auch. In seinem neuen Buch Tomorrow’s Energy erzählt er die gesamte Wasserstoffgeschichte aus Sicht eines in den USA lebenden Deutschen. Der in New York wohnende Autor berichtet somit über all die zahlreichen verschiedenen Entwicklungen und Techniken, die es seit der Entdeckung dieser „brennbaren Luft“ gab. Dabei liegt der Schwerpunkt seiner Betrachtungen natürlich in den Vereinigten Staaten. Seine deutschen Wurzeln lassen ihn aber auch häufig nach Übersee in die alte Heimat beziehungsweise nach ganz Europa blicken.

Sein Buch ist gespickt mit Jahreszahlen, technische Daten und Fakten sowie mit Zitaten von gestrigen und heutigen Politikern und prominenten Wissenschaftlern. Dabei zählt das geschriebene Wort. Es finden sich 28 Abbildungen auf den insgesamt 380 Seiten, Tabellen oder Grafiken fehlen ganz. Auch Formeln sucht der mathematisch interessierte Leser vergebens, aber die sind für den Herausgeber des des englischsprachigen Newsletters Hydrogen & Fuel Cell Letter (H&FCL) www.hfcletter.com auch nicht so wichtig. Hoffmann legt mehr Wert auf die geschichtliche Entwicklung, auf praktische Beispiele aus Technik und Historie, die alle hervorragend recherchiert sind. Rund ein Sechstel der Seiten am Ende des Buches nehmen die Quellenangaben und das ausführliche Stichwortverzeichnis ein.

Das jetzt im MIT Verlag (Massachusetts Institute of Technology) erschienene Buch ist die mittlerweile dritte Version. Die Erstauflage aus dem Jahr 1981 hieß noch The Forever Fuel – The Story of Hydrogen und war nach eigener Aussage des Autors der erste Anlauf, Informationen über Wasserstoff in einer einigermaßen schlüssigen Form zusammenzufassen. Die jetzt überarbeitete und erweiterte Auflage ist – so Hoffmann gegenüber HZwei – weniger für Wissenschaftler, sondern insbesondere für interessierte Laien gedacht und für diese umso lesenwerter, wenn sie auch mehr über Geschichtliches erfahren möchten.

Hoffmann, Peter, Tomorrow’s Energy – Hydrogen, Fuel Cells, and the Prospects for a Cleaner Planet, The MIT Press, Cambridge, Massachusetts/USA, 2012, Preis: 20,00 Euro
erhältlich über den Hydrogeit Verlag, www.hydrogeit-verlag.de

Ein Gastbeitrag von Peter Hoffmann über sein Buch wird in der April-Ausgabe von 2012 der Zeitschrift HZwei, dem Magazin für Wasserstoff, Brennstoffzellen und Elektromobilität www.hzwei.info, erscheinen.

Englischsprachige Interviews mit dem Autor finden sich online bei der New York Times:

Automotive Blog, 2. Feb. 2012: http://www.nytimes.com/2012/02/02/automobiles/wheels/a-hydrogen-advocate-whose-time-has-come.html?_r=1&scp=2&sq=peter%20hoffmann&st=cse

Automobile Blog, 6. Feb. 2012: http://wheels.blogs.nytimes.com/2012/02/06/peter-hoffmann-responds-to-your-questions-about-fuel-cells/?scp=1&sq=peter%20hoffmann&st=cse)

Energy & Environment Blog, 21. Feb. 2012: http://green.blogs.nytimes.com/2012/02/21/the-quest-for-hydricity/