Österreich fördert H2- und BZ-Einsatz

Forschungsanlage „Underground Sun Storage“, ©: RAG / steve.haider.com

Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Österreich Förderprogramme der Regierung sowie zahlreiche öffentlich-private Demonstrationsvorhaben, um die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien einzuführen. Was mögliche Anwendungsfelder betrifft, konzentriert sich Österreich stark auf die Mobilität, allerdings mit einem zunehmenden Interesse am Bereich der Energieversorgung (Stichwort: Power-to-Gas).

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Magna macht in Brennstoffzellen

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Demonstrator E-Van, © Magna

Der Ansatz, Brennstoffzellen als Range Extender für E-Autos einzusetzen, wird immer beliebter. Jetzt stellte auch Magna International ein entsprechendes Konzept im Rahmen des 37. Wiener Motorensymposiums Ende April 2016 vor. Als Technologieträger verwendet der österreichische Automobilzulieferer einen Mittelklasse-Van, der 90 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann.

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Container-Transporter mit Brennstoffzelle

Entgegen früheren Meldungen werden bei dem Portalhubwagen-Projekt in Bremerhaven voraussichtlich doch keine Wasserstoffverbrennungsmotoren zum Einsatz kommen, sondern voraussichtlich Brennstoffzellen. Günther Schumacher, Projektmanager vom Umweltinstitut ttz Bremerhaven, erklärte gegenüber der HZwei-Redaktion: „Wir haben auch nach Verbrennungsmotoren geschaut, aber MAN und BMW haben uns gesagt, dass die Entwicklung nicht weiter vorangetrieben wird oder die Motoren nicht für unsere Anwendung eingesetzt werden sollen. Von Mazda habe ich noch keine Antwort, und weitere Hersteller haben wir nicht ausfindig machen können. Von Magna Steyr gibt es eine Idee der Umrüstung herkömmlicher Ottomotoren auf Wasserstoff. Da soll in nächster Zeit etwas geschehen.“ Derzeit wird allerdings noch zusammen mit dem Terminalbetreiber Eurogate und dem Hubwagenhersteller Noell Mobile Systems im Rahmen einer Studie untersucht, ob die Containertransporter mit H2-Antrieben ausgestattet werden können. Für die rund 60 t schweren und 12 m hohen so genannten Straddle Carrier, die bisher diesel-elektrisch angetrieben werden, ist eine Leistung von etwa 230 kW erforderlich. Außerdem muss noch ein passender H2-Tank gefunden werden. Die Studie wird über ein spezielles Programm für die Entwicklung neuer Hafentechnologie (ISETEC) vom BMWI gefördert und soll im November abgeschlossen sein. Ob anschließend ein Prototyp gebaut wird, ist noch offen. Schumacher hofft indessen auf ein positives Signal des Betreibers, da in Wilhelmshaven ein neuer Terminal entsteht und dort zudem Wasserstoff aus der chemischen Industrie vorhanden ist, so dass solch ein Projekt durchaus interessant wäre.

H2Expo unterm Funkturm

Nach einer zweieinhalbjährigen Pause findet am 8. und 9. Juni 2011 zum achten Mal die H2Expo in Hamburg statt. Die internationale Konferenz und Fachmesse hatte nach der letzten Veranstaltung im Jahr 2008 ihren ursprünglichen Termin vom Oktober 2010 auf den Juni 2011 verschoben, um dadurch Synergieeffekte im Rahmen der Umwelthauptstadt Europas nutzen zu können. Thematisch orientieren sich die Hanseaten neu, indem sie in diesem Jahr auch das Thema Elektromobilität aufgreifen. Örtlich gibt es ebenfalls Veränderungen, da die H2Expo nicht wie bisher im Congress Center Hamburg (CCH) stattfindet, sondern erstmals auf dem neuen Hamburger Messegelände.

Die internationale Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff, Brennstoffzellen und elektrische Antriebe wird in diesem Jahr über den Haupteingang des Messegeländes erreichbar sein. Erstmals werden Fachmesse, Kongress und Workshops in unmittelbarer Nähe zueinander im Konferenztrakt von Halle A4 platziert sein. Der Zugang zum Messegelände (Eingang Mitte) ist zwar etwas weiter entfernt vom Messe- und Kongressbahnhof Dammtor, liegt dafür aber schön gelegen direkt am Fernsehturm gegenüber von der Parkanlage Planten un Blomen. Die Messehallen und Kongressräume wurden in der Zeit von 2004 bis 2007 gemäß dem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven neu errichtet und verfügen somit über modernste Technik.

Neben den Schwerpunktthemen im maritimen und im Luftfahrt-Sektor sollen auf der Ausstellung ebenso wie bei der Konferenz dieses Mal auch elektrische Antriebstechnik, elektrische Energiespeicher und Hybridsysteme mit berücksichtigt werden. Projektleiter Johannes Schmid-Wiedersheim sagte: „Im Bereich der Elektromobilität werden heute Brennstoffzellen-, Batterie- und Hybridsysteme immer stärker gemeinsam betrachtet.“ Dies soll sich auch auf der H2Expo 2011 widerspiegeln. Schmid-Wiedersheim erklärte weiterhin: „Unser Konzept ist, die H2Expo noch deutlicher anwendungsorientierter auszurichten.“ Geplant sind etwa 60 Fachreferate. Insgesamt rechnet die Projektleitung wieder mit 1.400 Konferenz- und Messe-Teilnehmern.

Neu ist in diesem Jahr die Research & Fundamental Technology Session, die parallel zur Konferenz läuft und auf der insbesondere Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus dem norddeutschen Raum angesprochen werden. Damit soll ein attraktives Angebot speziell zur Nachwuchsförderung geschaffen werden.

Messeseitig erwartet der Veranstalter ähnlich wie beim letzten Mal rund 50 Aussteller. Unter anderem werden in diesem Jahr Magna Steyr und Linde mit dabei sein sowie die NOW GmbH und die Hamburger Landesinitiative mit insgesamt 15 teilnehmenden Institutionen.

Währenddessen dreht sich das Personalkarussell bei der Hamburger Messe und Congress GmbH lustig weiter. Nachdem der Posten des Projektleiters im Sommer 2009 mit Schmid-Wiedersheim neu besetzt worden war, hat zum Jahreswechsel 2010/2011 die Projektreferentin gewechselt: Die langjährige Mitarbeiterin Maike Rosilius beendet ihre Arbeit bei der Messegesellschaft. Ihren Posten übernahm Katja Löwe, die seit zehn Jahren bei der Hamburger Messe und Congress GmbH tätig ist und über ausgiebige Erfahrungen im Ausstellungsbereich verfügt.

www.h2expo.de