NPE: Batterie ist ein Kernelement

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Geplante Gigafactory, © Tesla

Deutschland verfügte vor etlichen Jahren noch über wichtiges Know-how in der Batterietechnik. Nach dem Fortgang wesentlicher Player dominieren aktuell japanische und koreanische Hersteller den Markt. Deswegen drängte jetzt die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) darauf, die Zell- und Batterieproduktion zurück ins Land zu holen

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Abschlusskonferenz Schaufenster: Einmal elektrisch – immer elektrisch

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Hendricks forderte Kaufanreize, blieb aber unverbindlich

Seit vier Jahren laufen die vier Schaufenster Elektromobilität. 2012 bildeten sie quasi die Fortsetzung der acht Modellregionen Elektromobilität, in denen zuvor elektrische Antriebe erforscht und entwickelt worden waren. Bevor diese Demonstrations- und Marktvorbereitungsphase aber nun Ende 2016 endgültig auslaufen wird, fand am 14. und 15. April 2016 in Leipzig die offizielle Abschlusskonferenz statt.

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Ziel von 1 Mio. E-Autos nicht mehr zu erreichen

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Bernhard Hagemann

Bis Anfang April 2016 ist immer noch keine Entscheidung gefallen, wie genau geeignete Fördermaßnahmen für den Markthochlauf von Elektrofahrzeugen aussehen könnten. Damit dürfte klar sein, dass das Ziel, bis 2020 1 Mio. E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen, verfehlt wird. Henning Kagermann, Leiter der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), hatte Anfang des Jahres deutlich formuliert: „Wenn wir im März keine Entscheidung für wirksame Förderanreize bekommen, müssen wir das Ziel kassieren.“

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Nationale Konferenz als „Kirchentag“ der Elektromobilität

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

„Deutschland wird um eine weitere Förderung nicht drumrumkommen.“ Dieser alles entscheidende Satz von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel spiegelt das Dilemma wider, in dem sich die Bundesregierung derzeit befindet: Eine direkte Förderung in Form einer Kaufprämie kommt aus Haushaltsgründen und auch aufgrund der bereits vielfach wiederholten Absagen nicht in Frage, aber ganz ohne Förderung

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20. Jubiläum auf der Hannover Messe

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Dr. Köckler während der Preview in Berlin (Quelle: Deutsche Messe)

Während der diesjährigen Hannover Messe, die vom 7. bis 11. April 2014 stattfindet, dreht sich auf den Leitmessen Energy und MobiliTec alles rund um die Mobilität von morgen. „In der Halle 27 präsentieren alle an der Weiterentwicklung beteiligten Akteure neue Produkte und aktuelle Trends und Entwicklungen“, erklärte Marc Siemering, Leiter der Hannover Messe, im Vorfeld. Zum neuen Schwerpunktthema avanciert dort die Energiespeicherung, auch auf dem

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Merkel: Super-Credits erlangen Super-Bedeutung

Merkel umringt von Auto-Managern (v.l.): Neumann, Zetsche, Verkehrsminister Ramsauer, Hackenberg, Wissmann, Kagermann
Merkel umringt von Auto-Managern (v.l.): Neumann, Zetsche, Verkehrsminister Ramsauer, Hackenberg, Wissmann, Kagermann

Mit rund 900 Teilnehmern war die Internationale Konferenz Elektromobilität bewegt weltweit, die am 27. und 28. Mai 2013 in der Bundeshauptstadt abgehalten wurde, ein medienwirksamer Event. Direkt am Alexanderplatz im Berliner Congress Center bcc erschien die gesamte deutsche Automobilprominenz inklusive zahlreicher hochrangiger Politiker, um auf Einladung der Bundesregierung hin über Potentiale und Herausforderungen der Elektromobilität zu diskutieren. Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ließ es sich nicht nehmen, einen Rundgang über die begleitende Ausstellung zu machen und ein politisches Statement abzugeben, indem sie sich verbal demonstrativ hinter die Elektromobilität und auch die deutsche Automobilindustrie stellte.

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Umfangreiches Förderprogramm für Elektromobilität gefordert

In punkto Elektromobilität galt im Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) bisher stets die Sprachregelung, dass zu gegebener Zeit über geeignete Fördermaßnahmen nachgedacht werde. Auch vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hieß es stets zurückhaltend, dass ein „technologieoffener Ansatz“ verfolgt werde. Dies hatte zuletzt Dr. Veit Steinle nochmals während der Hannover Messe am 4. April 2011 betont.

Mittlerweile mehren sich jedoch die Stimmen, die ein stärkeres Engagement seitens der Bundesregierung in diesem zukunftsträchtigen Sektor fordern. So hatte beispielsweise Bayerns Umweltminister Markus Söder von der Bundesregierung verlangt, ein milliardenschweres Förderprogramm für Elektromobilität aufzusetzen. Gegenüber dem Focus erklärte Söder Ende März 2011: „Wir brauchen ein neues nationales Energiekonzept.“ Weiter hieß es aus Bayern: „Die Elektro- oder Hybrid-Autos müssen mit einer deutlichen Steuersenkung gefördert werden. Wir wollen grüne Kennzeichen für Elektro-Autos durchsetzen.“ Zudem berichtete das Nachrichtenmagazin, Söder habe in einem Konzeptpapier eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt sechs Milliarden Euro gefordert. Gleichzeitig kündigte der Umweltminister an, dass Bayern ein eigenes Programm zur Förderung der Elektromobilität auflegen wolle.

Spätestens seit der Hannover Messe mehren sich die Anzeichen, dass sich bis zu diesem Sommer tatsächlich etwas tun könnte. So erklärte beispielsweise Ursula Heiner-Esser, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), während des Forums MobiliTec: „Die Koalition wird ein neues Programm zur Förderung der Elektromobilität vorm Sommer herausbringen.“ Auch Prof. Dr. Henning Kagermann hatte bereits durchblicken lassen, dass in dem zweiten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität angemessene Fördermaßnahmen befürwortet werden (s. Kagermann).

Kagermann fordert angemessene Förderung

Prof. Dr. Henning Kagermann, der Vorsitzende des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität, hat auf der weltweit größten Industriemesse, die vom 4. bis 8. April 2011 in Hannover stattfindet, klare Worte gefunden. Als Schirmherr des Forums MobiliTec sagte er fünf Wochen vorm Abgabetermin seines zweiten Berichts über das Thema Elektromobilität, es gehe „um mehr als nur um Autos.“ Unter anderem geht es für ihn auch ganz aktuell um die Frage der Herkunft des Stroms. Diesbezüglich zeigte er sich überzeugt davon, dass eine Selbstverpflichtung der Industrie, dass Strom aus erneuerbaren Energie verwendet würde, möglich sein sollte.

Kagermann, der gleichzeitig Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech ist, erklärte hinsichtlich der Zielsetzung zukünftiger Anstrengungen, dass Deutschland „Schaufenster sein wolle“ und dafür 1 Mio. Elektroautos bis zum Jahr 2020 auf die Straße bringen werde. Den Kritikern, die diese Zahl für zu hoch oder zu niedrig hielten, entgegnete er: „Das ist eine richtige Zahl.“ Und er fügte hinzu: „Wir werden sie nicht erreichen, wenn wir keine angemessene Förderung erhalten.“ Während seiner Ansprache wandte er sich mit Sätzen wie diesem mehrfach direkt an die anwesende parlamentarische Staatsekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, und betonte: „Wir erhoffen uns eine Beschleunigung der Förderung.“

Fernerhin kündigte er Kagermann an, dass der zweite Bericht mit Empfehlungen für geeignete Rahmenbedingungen zur Einführung der Elektromobilität in Deutschland am 11. Mai 2011 an die Bundesregierung übergeben werde. Dazu sagte er: „Der erste Bericht wird nicht umgestoßen.“ Er betonte vielmehr: „Deutschland wird eine führende Rolle einnehmen, wenn wir uns an diesen Bericht halten.“

MobiliTec wandert

Die Hannover Messe wird in diesem Jahr deutlich früher als bisher stattfinden: vom 4. bis 8. April 2011. Unter den insgesamt 13 Leitmessen sind insbesondere die Energy, die MobiliTec sowie die Wind von besonderem Interesse für die Energiebranche. Partnerland ist in diesem Jahr Frankreich, das allein voraussichtlich über 200 ausstellende Unternehmen nach Hannover schicken wird.
Nach ihrer Premiere im vergangenen Jahr wird die MobiliTec auch in diesem Jahr wieder stattfinden, dieses Mal allerdings zusammen mit der Leitmesse für Antriebs- und Fluidtechnik (Motion, Drive & Automation, MDA) in Halle 25. Sie macht damit in Halle 27 Platz für die alle zwei Jahre stattfindende Wind, die ihre Nettoausstellungsfläche von 7.000 in 2009 auf etwa 12.000 Quadratmetern in 2011 vergrößern will. Damit rückt die Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien zwar etwas weiter weg vom West-Eingang, aber Dr. Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, betonte: „Wir werden die MobiliTec in den nächsten Jahren konsequent zur internationalen Leitmesse für alle Fragen rund um die Elektromobilität ausbauen. Der Premierenerfolg belegt das große Interesse der Industrie und zeigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind.“ Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform für Elektromobilität (NPE) und Schirmherr der E-Mobility-Messe, sagte: „Der grundlegende Wandel zur Elektromobilität betrifft viele Branchen, die wir in der Nationalen Plattform Elektromobilität zusammenbringen. Bei der MobiliTec werden die Fortschritte greifbar.“ Mit dabei wird auch wieder der Gemeinschaftsstand der E-Motive-Initiative sein.
Der Gemeinschaftsstand Wasserstoff und Brennstoffzellen gehört zur Energy und wird weiterhin in Halle 27 platziert sein, dieses Jahr jedoch im nördlichen Teil, also am Übergang zur Halle 25. Zum Jahreswechsel hatten rund 90 Institutionen ihr Kommen angemeldet. Organisator Tobias Renz rechnet zum April 2011 wie schon in den Vorjahren wieder mit etwa 150 Ausstellern. Außerdem werden in Halle 27 noch die Renewables sowie die Power Plant Technology angesiedelt sein.
In Zeiten, in denen intelligente Energielösungen wie Smart Grids und Smart Buildings immer wichtiger werden, dürfte auch das Kompetenzzentrum E-Energy viele Besucher anlocken. Hierbei handelt es sich um ein Leuchtturmprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), in dessen Rahmen ein intelligentes Elektrizitätssystem, das sich weitgehend selbst steuert, entwickelt werden soll. Insgesamt erwartet der Veranstalter, die Deutsche Messe AG, in diesem Jahr über 6.000 Aussteller, rund 2.000 akkreditierte Journalisten und über 200.000 internationale Besucher in Hannover.
Oliver Frese, bislang bei der Deutschen Messe AG als Abteilungsleiter zuständig für die Energy sowie die Wind, ist seit Ende 2010 Leiter des gesamten Geschäftsbereichs Hannover Messe. Wolfram von Fritsch sagte über ihn: „Unter seiner Leitung hat sich die Hannover Messe in den vergangenen Jahren zur größten Energietechnologiemesse der Welt entwickelt.“ Frese übernimmt damit die Aufgaben von Wolfgang Pech, der zum 1. November 2010 neuer Geschäftsführer der Hannover Messe International (HMI) wurde und zukünftig die Auslandsmessen verantwortet. Neuer Projektleiter der Energiemessen ist seitdem Hubertus von Monschaw.