PtG als Batterie der Energiewende

© Zukunft Erdgas

Jahrelang standen fossile Brennstoffzelle und erneuerbare Energien in Konkurrenz zueinander – dies ändert sich derzeit, zumindest was den fossilen Energieträger Erdgas angeht: Viele Unternehmen haben erkannt, dass beide Branchen durchaus voneinander profitieren können. Dementsprechend thematisieren auch die großen Verbände immer häufiger die Gemeinsamkeiten, insbesondere wenn es um das Thema Energiespeicherung geht.

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Greenpeace Energy steigt aus Power-to-Gas-Projekt aus

(Quelle: Carsten Raffel / Greenpeace Energy eG)
(Quelle: Carsten Raffel / Greenpeace Energy eG)

Während anderswo neue PtG-Projekte starten, hat Greenpeace Energy eG die Arbeiten an ihrem Vorhaben in Niedersachsen eingestellt (s. HZwei-Heft Jan. 2013). Gegenüber HZwei erklärte ein Sprecher: „Es stimmt, wir haben Ende 2012 entschieden, uns aus dem konkreten Bauprojekt in Suderburg zurückzuziehen, haben jedoch weiterhin die Absicht, eine eigene Anlage zur Produktion von Windgas zu bauen. Grundlage der Entscheidung des Aufsichtsrates war eine umfangreiche Analyse und Neubewertung der finanziellen Investitionen und unternehmerischen Risiken

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Revolution der Wasserstoff-Wirtschaft startet in Ostdeutschland

Prof. Dr. Ralf Wehrspohn (Quelle: Fraunhofer IWM)
Prof. Dr. Ralf Wehrspohn (Quelle: Fraunhofer IWM)

„Von Ostdeutschland soll eine Revolution in der Wasserstoffwirtschaft ausgehen.“ Diese These hört sich gewagt, wenn nicht sogar etwas provokativ an. Bei näherer Betrachtung der neuen HYPOS-Initiative, die sich erst jüngst in Mitteldeutschland rund um die bereits bestehende H2-Pipeline versammelt hat, ist es aber gar nicht unwahrscheinlich, dass diese Zielvorgabe durchaus realistisch und vielleicht sogar eher noch untertrieben ist. Zunächst hört es sich zwar an wie eines von diesen vielen Projekten mit der Vorsilbe hy, in denen es mal wieder um die Demonstration einer Wasserstoffanwendung geht. Bei näherem Hinschauen stellt man aber schnell fest: Bei HYPOS geht es um mehr.

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Gasnetz wird zum Ökostrom-Speicher

Werner Diwald, Vorstand bei Enertrag

Das deutsche Gasnetz misst über 450.000 Kilometer und kann enorme Energiemengen in Form von Erdgas speichern. Da Gas kompressibel ist, können Schwankungen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Verbraucherseite problemlos aufgefangen werden. Eine 900-Millimeter-Gasleitung kann so viel Energie transportieren wie sechs Hochspannungsleitungen. Wasserstoff kann dem Erdgas im einstelligen Prozentbereich beigemengt werden, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Gasqualität oder die technischen Geräte hat. Einige Gasnetzbetreiber sind aber trotzdem nicht sonderlich begeistert von dieser Einspeisungsoption.

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DVGW pusht Power-to-Gas

DVGW Infografik
Speichertechnologien im Vergleich

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. hat während der gat 2012, der 51. Gasfachlichen Aussprachetagung, ausführlich über sein Engagement im Bereich Power-to-Gas informiert. Bei dem Branchentreff, der vom 25. bis 26. September 2012 in Dresden stattfand, machte der DVGW deutlich, dass diese „Technologie zur Langfristspeicherung erneuerbarer Energien entscheidend für den Erfolg der Energiewende“ sein wird. Deswegen habe der Verein mehrere Maßnahmen initiiert, die alle auf die Erschließung dieses neuen Technologiefeldes abzielen, wie zum Beispiel die Einrichtung eines Forschungs-Cluster Power-to-Gas sowie die Anfertigung neuer Projektstudien.

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Enertrag soll Wind-Wasserstoff an Greenpeace Energy liefern

Nachdem erst am 7. Dezember 2011 das Bündnis für Wind-Wasserstoff „performing energy“ gegründet worden war, hat gestern der Koordinator dieser Plattform, die Enertrag AG, verkündet, es werde „zukünftig grünen Wasserstoff direkt in das deutsche Erdgasnetz einspeisen“, der dann über den Tarif proWindgas von Greenpeace Energy vertrieben werde. Enertrag selber spricht in diesem Zusammenhang von einem „Meilenstein für Power-to-Gas, die Einspeisung von Wasserstoff aus Windkraft in das Gasnetz.“

Enertrag-Vorstand Werner Diwald erklärte: „Mit der Einspeisung von Wasserstoff in das Gasnetz wird die zentrale Herausforderung der Speicherung erneuerbarer Energie angegangen und gleichzeitig der notwendige Netzausbau im elektrischen Bereich abgemildert. Power-to-Gas ist Voraussetzung für die Energiewende und ermöglicht deren Umsetzung.“

Konkret geht es darum, dass das brandenburgische Unternehmen aus Dauerthal am 17. Januar 2012 einen Vertrag mit dem in Hamburg ansässigen Unternehmen Greenpeace Energy e.G. unterzeichnete, demzufolge „im Jahr 2012 bis zu 400 MWh Wasserstoff“ geliefert werden sollen. Der dafür notwendige Netzanschluss zum Gasnetz befindet sich in Planung und soll noch in diesem Jahr in unmittelbarer Nähe zum Hybridkraftwerk realisiert werden. Weiter heißt es: „Ab dem kommenden Jahr sind 1,2 GWh vereinbart.“