Peter Röttgen ist BEE-Geschäftsführer

Roettgen
Peter Röttgen, © BEE

Dr. Peter Röttgen ist seit dem 1. August 2017 Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) e.V. Röttgen war zuvor als stellvertretender Amtsleiter im niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie tätig und leitete dann das Innovationszentrum für Energiespeicherung beim Energieversorger E.ON, bis der Konzern seine Tätigkeitsfelder trennte. Peter Röttgen folgt auf Harald Uphoff, der 2016 nach dem Ausscheiden von Dr. Hermann Falk den BEE zeitweise kommissarisch geführt hatte.

weiterlesen

Elcore sucht Investoren

Stefener
Stefener ist auch Vorsitzende der VDMA AG Brennstoffzellen

Am 8. Oktober 2017 haben sowohl die Elcomax GmbH als auch deren 100-prozentige Tochtergesellschaft, die Elcore GmbH, Anträge auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht München gestellt. Der laufende Geschäftsbetrieb ist damit derzeit noch gewährleistet, da Löhne und Gehälter voraussichtlich bis zum Jahresende über die Bundesagentur für Arbeit weitergezahlt werden.

weiterlesen

E.ON investiert in Elcore

Der Energiekonzern E.ON will sich stärker um eine effizientere Hausenergieversorgung bemühen. Dafür startete das Essener Unternehmen Anfang März 2017 eine Zusammenarbeit mit der Elcore GmbH über eine Venture-Capital-Beteiligung. Gemäß der neu geschlossenen Vertriebspartnerschaft sollen Elcore-Kunden zukünftig CO2-neutrales Ökoerdgas für ihre Brennstoffzellenheizgeräte sowie Ökostrom für die Deckung der erforderlichen Reststrommenge von E.ON beziehen. Zur genauen Investitionssumme und zu Stimmrechtsverhältnissen wollten die Partner nichts kommunizieren.

weiterlesen

1,4-MW-BZ-Kraftwerk für Mannheim

Friatec
©: Friatec

Große Brennstoffzellenanlagen im Megawatt-Leistungsbereich stehen bislang vorrangig in Korea oder in den USA. Jetzt soll auch Deutschland ein Kraftwerk mit 1,4 MW bekommen. Der Bau der neuen Anlage von FuelCell Energy Solutions erfolgt derzeit in Mannheim-Friedrichsfeld (s. Foto). E.ON Connecting Energies installiert das Direct-FuelCell®-Aggregat seit Februar 2016 auf dem Gelände der Friatec AG. Die technische Abnahme der Schmelzkarbonatbrennstoffzelle soll laut Michael Schaefer, Leiter der Friatec-Betriebstechnik, Ende Juli, die feierliche Inbetriebnahme im September 2016 stattfinden.

weiterlesen

Aus elektromobiler Sicht ist die IAA ein großer Flop

Hybrid-IAA-2015-web
Das Augenmerk lag während der IAA – wenn überhaupt – auf Hybrid-Modellen.

Die IAA 2015 war wie ein Offenbarungseid der Automobilindustrie: Selten konnte man so deutlich wie bei dieser 66. Internationalen Automobil-Ausstellung sehen, wie weit manchmal Theorie und Praxis auseinanderliegen können. So war im Vorfeld vom Veranstalter, dem Verband der Automobilindustrie (VDA), mehrfach lautstark vermeldet worden, dass Elektromobilität wieder ein Schwerpunktthema

weiterlesen

Hydrogenics: Technologischer Meilenstein mit leistungsfähigstem Elektrolyseur

hydrogenics-container
hydrogenics-container
Container-Lösung einer Elektrolyseur-Anlage (Foto: Hydrogenics)

Was Ballard wohl mit der chinesischen CSR plant, hat Hydrogenics (HYGS, US-$ 10,93) bereits in trockenen Tüchern: Das Unternehmen beliefert Alstom mit BZ-Technik für den Einsatz in Zügen. Auftragswert: US-$ 50 Mio. Minimum über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das Unternehmen konnte Anfang Mai 2015 zudem einen technologischen Durchbruch mit der Vorstellung des weltweit leistungsfähigsten Elektrolyseurs melden (O-Ton: „Ein neuer Industriemaßstab“): 1,5-MW-PEM-System

weiterlesen

Grundstein für Power-to-Gas-Kraftwerk in Falkenhagen gelegt

Grundsteinlegung durch Dr. Bernd Pitschak, Geschäftsführer der Hydrogenics GmbH und Hans Lange, Landrat des Kreises Prignitz
Quelle: E.ON Edis, Dietmar Lilienthal

Die Bauarbeiten in Falkenhagen begannen zwar mit etwas Verzögerung, aber am 16. Oktober 2012 erfolgte die Grundsteinlegung zur Power-to-Gas-Pilotanlage des Energieversorgers E.ON (s. HZwei-Heft Jan. 2012). Nach der Fertigstellung der Anlage im nächsten Frühjahr sollen dort in der Prignitz pro Stunde rund 360 Kubikmeter Wasserstoff produziert werden. „Ab 2013 können wir hier in Falkenhagen durch Windkraftanlagen erzeugten, überschüssigen Strom aufnehmen, der ansonsten nicht in das Netz eingespeist werden könnte“, freute sich Dr. Peter Klingenberger von der E.ON Gas Storage GmbH beim Baubeginn (Foto: 2.v.r.).

weiterlesen

Australier suchen Anschluss in Europa

Jahrelang stand das australisch-deutsche Unternehmen Ceramic Fuel Cells Limited (CFCL) etwas isoliert in der Brennstoffzellenbranche da. Das soll sich nun ändern. Ende Oktober 2011 ist CFCL der Initiative Brennstoffzelle (IBZ), dem bereits mehrere andere BZ-Heizgerätehersteller sowie Energieversorger angehören, beigetreten. Auf der nächsten Hannover Messe im April 2012 wollen sich die Unternehmen bereits gemeinsam auf ihrem Gemeinschaftsstand präsentieren. Darüber hinaus war zuletzt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches der IBZ beigetreten.

Im November 2011 verkündeten die Australier zudem, sie hätten einen Auftrag über die Lieferung von bis zu 105 BZ-Heizgeräten aus Großbritannien von E.ON UK erhalten. Diese Geräte sollen zunächst im Rahmen eines Demonstrationsprojektes getestet werden. CFCL stellte in Aussicht, dass E.ON Exklusivimporteur der BZ-Systeme in Großbritannien werden könnte, wenn über einen Zeitraum von sechs Jahre rund 100.000 Einheiten geordert würden. Eine ähnliche Vereinbarung hatte es allerdings auch schon im Februar 2008 mit dem niederländischen Energieversorger Nuon gegeben, bevor dieser von einem deutschen Versorger übernommen worden ist.

Aufwind für Wind-Wasserstoff-Systeme

Die Aufregung rund um Wind-Wasserstoff und Methanisierung geht weiter. So sprach sich auch Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und Bundesumweltminister a.D., für die Umsetzung dieser Technologien aus und nannte sie „extrem bedeutsam“, um die geplante Energiewende umsetzen zu können. Wie Töpfer outen sich immer mehr Unternehmen als Anhänger dieser Idee, Überkapazitäten der Windkraft zur Wasserstofferzeugung zu nutzen. Nachdem es bereits seit einigen Wochen Mutmaßungen über ein Engagement von E.ON in Nord-Deutschland gegeben hatte, verkündete der Energiekonzern Mitte November 2011 offiziell: E.ON will ab 2013 Windstrom zur Wasserstofferzeugung nord-westlich von Berlin am Autobahndreieck Wittstock einsetzen.

Die neue Pilotanlage des Energieversorgers soll ab Frühjahr 2012 in der Prignitz entstehen. Konkret geht es dabei um die Errichtung einer Forschungsstation in Falkenhagen. Die Voraussetzungen dafür sind in dem brandenburgischen Städtchen optimal: Zunächst einmal gibt es in der Region jede Menge Windkraftanlagen. Außerdem läuft ganz in der Nähe eine Ferngasleitung entlang. Zusätzlich betreibt edis, ein Tochterunternehmen von E.ON, in Falkenhagen ein 110-/20-kV-Umspannwerk. Dort will das Essener Unternehmen den Strom für die Elektrolyse abzweigen. Mit zwei Megawatt elektrischer Energie sollen stündlich rund 360 Kubikmeter Wasserstoff erzeugt werden, die dann direkt in das Gasnetz eingespeist werden. Ziel ist zunächst einmal, grundsätzlich zu prüfen, ob diese Technik auch für die Wasserstofferzeugung in größerem Maßstab geeignet ist. Dabei steht ein wirtschaftlicher Betrieb ganz oben auf der Prioritätenliste. Bei positiven Ergebnissen, könnte ein zweiter Bauabschnitt für die Umwandlung von Wasserstoff in Methan folgen.

Die Basis eines solchen Verfahrens ist der Sabatier-Prozess, bei dem Wasserstoff gemeinsam mit Kohlendioxid in Methan und Wasser umgewandelt wird. Der Wasserstoff wird dem Elektrolyseur entnommen, das Kohlendioxid kann beispielsweise aus Biogasanlagen kommen. Somit überrascht es nicht, dass auch der Biogasspezialist MT-Energie Interesse an diesem Verfahren gefunden und sich mit fünf Prozent an der SolarFuel GmbH beteiligt hat. Karsten Wünsche, der am 1. Juli 2011 zum Geschäftsführer der Zevener Firma bestellt worden ist, erklärte gleich am ersten Tag in seiner neuen Funktion: „Zwischen den beiden Unternehmen existieren zahlreiche Synergiepotenziale für die Zukunft.“ Konkret arbeitet MT-Energie bereits im Rahmen des E-Gas-projects von Audi (s. HZwei-Heft Juli 2011) mit dem Stuttgarter Unternehmen SolarFuel zusammen.

Ein weiterer Mitbewerber in diesem Zusammenhang ist die SunFire GmbH. Das Bremer Unternehmen baut auf ähnliche Verfahrensschritte, beabsichtigt in seinem Prozess aber synthetische Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin) anstelle von synthetischem Erdgas herzustellen. Hier gab es allerdings Komplikationen, weil die Choren Industrie GmbH im Juli 2011 Insolvenz anmelden musste. Choren war aus der im Jahr 1990 von Dr. Bodo Wolf gegründeten UET Umwelt- und Energietechnik Freiberg GmbH hervorgegangen. Wolf wirkte entscheidend an der Entwicklung des so genannten CarboV®-Verfahrens mit und ist auch bei SunFire der Know-how-Träger und Initiator. Wegen dieser personellen Verknüpfungen und des damit verbundenen medialen Interesses sah sich SunFire im September 2011 zu einer Stellungnahme genötigt und erklärte: „Es besteht keine gesellschaftsrechtliche oder operative Verbindung zwischen Choren Industries GmbH und SunFire GmbH bzw. staxera GmbH.“ SunFire hatte erst im Frühjahr 2011 den Brennstoffzellenhersteller staxera übernommen (s. HZwei-Heft Juli 2011) und befindet sich momentan auf der Suche nach einem passenden Standort, wo ab 2013 eine Testanlage entstehen soll, damit diese dann bis 2016 ihren Betrieb aufnehmen kann.

Ein Pionier im Bereich der Wind-Wasserstoff-Systeme ist die Enertrag AG. Das Brandenburgische Unternehmen startete mit dieser Technik bereits vor mehreren Jahren, somit war es am 25. Oktober 2011 schon dort, wo andere noch hinwollen. Und zwar nahm das Prenzlauer Unternehmen zu diesem Termin sein lange geplantes Wasserstoff-Hybridkraftwerk in der Uckermark nördlich von Berlin in Betrieb. Das Ziel dieses 21-Mio.-Euro-Vorhabens ist, die „Machbarkeit einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung und Energiespeicherung mit einem Mix aus rein erneuerbaren Energiequellen im Praxistest nachzuweisen.“ Dafür wurden in den vergangenen Jahren zunächst drei Windkraftanlagen sowie eine Biogasanlage vor Ort installiert. Zu der Biogasanlage gehört ein Wasserstoff-Biogas-Blockheizkraftwerk, in dem Gemische aus Wasserstoff und Biogas verbrannt werden und somit Strom sowie Wärme erzeugen. Darüber hinaus wurde in den vergangenen Monaten ein zusätzliches Gebäude für den Elektrolyseur gebaut. Der dort erzeugte Wasserstoff wird an H2-Stationen in Berlin und Hamburg vertankt. Der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck erklärte bei der Inbetriebnahme: „Der heutige Tag gibt richtig Aufwind. Mit dieser weltweit ersten Anlage gelingt es, die schwankende Windenergie in eine verlässliche Größe umzuwandeln, damit sie langfristig als planbare Energie für Strom, Wärme und Mobilität eingesetzt werden kann.“