Alstom und Ballard drängen auf die Schiene

Birmingham
Die erste europäische Lok war dieser Hydrogen Pioneer der Universität Birmingham 2012. (Foto: J. Oberndorf)

Im Schienenverkehr hatten Brennstoffzellen bislang nur wenig Bedeutung. In diesem Frühjahr hat jedoch das ostchinesische Unternehmen CSR Qingdao Sifang Co., Ltd. eine Straßenbahn vorgestellt, die mit Wasserstoff angetrieben wird. Die neue H2-Tram, die über ein Brennstoffzellensystem von Ballard verfügt, lief am 19. März 2015 in der Hafenstadt Qingdao vom Band. Demgegenüber erscheinen all die bisherigen Versuche, Brennstoffzellen auf die Schiene zu bringen, lediglich als zögerliche erste Anläufe.

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Hydrogenics: Technologischer Meilenstein mit leistungsfähigstem Elektrolyseur

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Container-Lösung einer Elektrolyseur-Anlage (Foto: Hydrogenics)

Was Ballard wohl mit der chinesischen CSR plant, hat Hydrogenics (HYGS, US-$ 10,93) bereits in trockenen Tüchern: Das Unternehmen beliefert Alstom mit BZ-Technik für den Einsatz in Zügen. Auftragswert: US-$ 50 Mio. Minimum über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das Unternehmen konnte Anfang Mai 2015 zudem einen technologischen Durchbruch mit der Vorstellung des weltweit leistungsfähigsten Elektrolyseurs melden (O-Ton: „Ein neuer Industriemaßstab“): 1,5-MW-PEM-System

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Brennstoffzellen: Aktien-Krise als produktiver Zustand

Brennstoffzellen_Aktien_Kurse
Brennstoffzellen_Aktien_Kurse
Verlauf der Aktienkurse der fünf börsennotierten Unternehmen (Quelle: www.wallstreet-online.de)

Nordamerikanische Aktien aus dem Bereich der Brennstoffzellen-Systementwickler werden gegenwärtig so gehandelt, als ob die Brennstoffzelle ihr Ende gesehen hätte. Es wirkt, als ob es den Unternehmen sehr schlecht ginge und die Zukunftsaussichten als nicht besonders gut angesehen würden. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Den Unternehmen geht es gut. Trotzdem erleben wir derzeit im BZ-Segment einen Branchen-Crash, der von der Allgemeintendenz an der Börse unabhängig ist. Interessant ist nur, dass diese Kursentwicklung in der Energieindustrie (Öl) ähnlich verläuft.

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Analyse der Aktienkurse von Brennstoffzellenunternehmen

Aktien-Kurs-Verlauf-Brennstoffzellen

Aktien-Kurs-Verlauf-BrennstoffzellenDie Börse kann durchaus als Antizipationsmechanismus verstanden werden. Dort, auf den Finanzparketts dieser Welt, lassen sich derzeit sehr gute Entwicklungen im Bereich der börsennotierten Brennstoffzellenunternehmen erahnen: So erlebten die Aktien der US-amerikanischen Firmen Plug Power und Fuelcell Energy sowie der kanadischen Unternehmen Ballard Power Technologies und Hydrogenics innerhalb der vergangenen zwei Jahre und auch seit Beginn dieses Jahres zum Teil dramatische Höhenflüge, die auch für die Zukunft einiges erwarten lassen.

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3. World of Energy Solutions mit Kanada als Partnerland

BZ-Stack
BZ-Stack
BZ-Stack von der WES 2013

Zum dritten Mal wird in diesem Jahr die World of Energy Solutions in Stuttgart stattfinden. Vom 6. bis 8. Oktober 2014 erwarten die Veranstalter noch mehr Teilnehmer aus noch mehr Ländern als in den Vorjahren. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 3.000 Personen aus 30 Ländern auf das Stuttgarter Messegelände, um die WES als Kommunikations- und Informationsplattformen für neue Energie und neue Mobilität zu nutzen. Dieses Jahr könnten es noch mehr werden. Allein zu den Kongressen werden über 600 Teilnehmer erwartet, auf der Messe etwa 200 Aussteller. Damit die Veranstaltung weiter an Bedeutung gewinnt – auch international –, kürte die organisierende Peter Sauber Agentur

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Heliocentris übernimmt FutureE

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Dr. Henrik Colell

Die Heliocentris Energy Solutions AG hat die Geschäfte des Brennstoffzellenherstellers FutureE Fuel Cell Solutions GmbH übernommen. Wie der Berliner Anbieter von Energieeffizienzlösungen am 10. Juni 2014 mitteilte, erwarb er 100 Prozent der Anteile mitsamt den Gesellschaftsdarlehen des 2006 in Wendlingen von ehemaligen Ballard-Mitarbeitern gegründeten Unternehmens. Der Kaufpreis dieser Übernahme wurde mit der Ausgabe von rund 850.000 neuen Aktien beglichen, deren Kurs vor Herausgabe dieser Meldung bei 5,00 Euro lag und anschließend auf 5,50 Euro stieg. FutureE ist spezialisiert auf Brennstoffzellensysteme für Kommunikationsanwendungen (s. HZwei-Heft April 2011) und hatte zuletzt die Ausschreibungen für

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BMW kooperiert mit Toyota – Volkswagen mit Ballard

Der Toyota FCHV-adv an der Berliner H2-Tankstelle Holzmarkstraße (Foto: CEP)

BMW und Toyota haben am 24. Januar 2013 bekannt gegeben, dass sie fortan bei der Entwicklung von Sportwagen, insbesondere aber im Bereich der Elektromobilität zusammenarbeiten werden. Neben dem Austausch von Informationen über Leichtbautechnologie sollen auch Daten über Brennstoffzellen sowie Lithium-Luft-Batterien zwischen Bayern und Japan hin- und herfließen. Das Ziel ist, bis 2015 einen Prototyp und bis 2020 ein marktreifes Brennstoffzellenfahrzeug zu entwickeln. Am 6. März 2013 zog Volkswagen nach, indem die Wolfsburger die Zusammenarbeit mit Ballard verkündeten.

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Daimler sagt: Die BZ-Technik ist fertig

Nach rund 125 Tagen und zusammen 90.000 Kilometern sind die drei B-Klasse F-CELL-Modelle am 1. Juni 2011 wieder heil zurück nach Stuttgart gekommen. Mit dem Mercedes-Benz F-CELL World Drive (s. HZwei-Heft Apr. 2011) rund um den Globus wollte die Daimler AG „die hohe technische Reife der Brennstoffzellentechnologie unter Beweis stellen“. Forschungsvorstand Thomas Weber erklärte, die Weltumfahrung durch 14 Länder über vier Kontinente zeige, dass die Technik absolut praxistauglich ist. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte gegenüber der Börsen-Zeitung: „Die Technik ist fertig.“

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Abschluss der Tournee sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, in Stuttgart: „Die Zeit ist reif für Elektroautos mit Brennstoffzelle. Jetzt muss das Thema Infrastruktur Fahrt aufnehmen. Denn nur mit einer ausreichenden Zahl an Wasserstofftankstellen können Autofahrer von den Vorteilen der Technologie profitieren: große Reichweiten, kurze Tankzeiten, null Emissionen.“ Aus diesem Grund vereinbarten Daimler und Linde, in den nächsten drei Jahren, 20 H2-Tankstellen in Deutschland bauen zu wollen. Die anvisierten Standorte liegen in Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie entlang einer neu zu schaffenden Nord-Süd- sowie einer Ost-West-Verbindung. Beide Unternehmen, die mit Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags rechnen, verstehen diese Initiative als Brückenschlag zu den bestehenden Infrastrukturprojekten H2-Mobility und Clean Energy Partnership.

Mitte März 2011 vermeldeten die Schwaben zudem, Mercedes-Benz werde eine eigene Fertigung für BZ-Stacks in Burnaby bei Vancouver, Kanada, aufbauen. Die dort bereits ansässige Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC), ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler (50,1 %), Ford (30 %) und Ballard (19,9 %), entwickelte den aktuell in der B-Klasse verbauten Stack. Günter Walz, Leiter Ausland Mercedes-Benz Cars, erklärte: „Die Gründung der neuen Produktionsstätte unter dem Dach von Mercedes-Benz Kanada ist die logische Konsequenz von Daimlers erfolgreicher Zusammenarbeit mit Partnern am Standort Vancouver.“ Nach der Materialforschung und Entwicklung wird dort nun auch die Produktion angesiedelt, damit 2013 die Serienproduktion der nächsten Stack-Generation starten kann. Der neue, effizientere und kompaktere Stack soll dann auch für die C- und E-Klasse eingesetzt werden. Daimler-Chef Zetsche konkretisierte am 1. Juni 2011, die Produktion von BZ-Fahrzeugen in Großserie werde bereits 2014 anlaufen. Das wäre ein Jahr früher als bislang kommuniziert.

Die Technik ist fertig – Serie ab 2014

Nach rund 125 Tagen und zusammen 90.000 Kilometern sind die drei B-Klasse F-CELL-Modelle am 1. Juni 2011 wieder heil zurück nach Stuttgart gekommen. Mit dem Mercedes-Benz F-CELL World Drive (s. HZwei-Heft Apr. 2011) rund um den Globus wollte die Daimler AG „die hohe technische Reife der Brennstoffzellentechnologie unter Beweis stellen“. Forschungsvorstand Thomas Weber erklärte, die Weltumfahrung durch 14 Länder über vier Kontinente zeige, dass die Technik absolut praxistauglich ist. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte gegenüber der Börsen-Zeitung: „Die Technik ist fertig.“

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Abschluss der Tournee sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, in Stuttgart: „Die Zeit ist reif für Elektroautos mit Brennstoffzelle. Jetzt muss das Thema Infrastruktur Fahrt aufnehmen. Denn nur mit einer ausreichenden Zahl an Wasserstofftankstellen können Autofahrer von den Vorteilen der Technologie profitieren: große Reichweiten, kurze Tankzeiten, null Emissionen.“ Aus diesem Grund vereinbarten Daimler und Linde, in den nächsten drei Jahren, 20 H2-Tankstellen in Deutschland bauen zu wollen. Die anvisierten Standorte liegen in Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie entlang einer neu zu schaffenden Nord-Süd- sowie einer Ost-West-Verbindung. Beide Unternehmen, die mit Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags rechnen, verstehen diese Initiative als Brückenschlag zu den bestehenden Infrastrukturprojekten H2-Mobility und Clean Energy Partnership.

Mitte März 2011 vermeldeten die Schwaben zudem, Mercedes-Benz werde eine eigene Fertigung für BZ-Stacks in Burnaby bei Vancouver, Kanada, aufbauen. Die dort bereits ansässige Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC), ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler (50,1 %), Ford (30 %) und Ballard (19,9 %), entwickelte den aktuell in der B-Klasse verbauten Stack. Günter Walz, Leiter Ausland Mercedes-Benz Cars, erklärte: „Die Gründung der neuen Produktionsstätte unter dem Dach von Mercedes-Benz Kanada ist die logische Konsequenz von Daimlers erfolgreicher Zusammenarbeit mit Partnern am Standort Vancouver.“ Nach der Materialforschung und Entwicklung wird dort nun auch die Produktion angesiedelt, damit 2013 die Serienproduktion der nächsten Stack-Generation starten kann. Der neue, effizientere und kompaktere Stack soll dann auch für die C- und E-Klasse eingesetzt werden. Daimler-Chef Zetsche konkretisierte am 1. Juni 2011, die Produktion von BZ-Fahrzeugen in Serie (vierstellige Stückzahlen) werde 2014 anlaufen. Das wäre ein Jahr früher als bislang kommuniziert.