Deutsch-französische Wasserstoffkooperation

Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Potenziale

Philippe Boucly - Präsident France Hydrogène
© France Hydrogène

Zur nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2022 will Frankreich wieder das Wirtschaftswachstum von 2019 erreicht haben. Mit dem 100-Mrd.-Euro-Wiederaufbauprogramm „France Relance“ (Aufschwung Frankreich) will die französische Regierung nach dem Corona-Lockdown die Wirtschaft stimulieren. 2 Mrd. Euro aus dem Programm sind in den kommenden zwei Jahren für Wasserstoffprojekte vorgesehen. Insgesamt will die französische Regierung bis 2030 7 Mrd. Euro in den Energiespeicher investieren. Auch der deutsche Staat will seine Akteure unterstützen, und zwar mit 9 Mrd. Euro. Diese finanziellen Anreize und vor allem die Ambitionen beider Länder, eine führende Position in der zukünftigen H2-Wirtschaft einzunehmen, verstärken auch die Bestrebungen französischer und deutscher Unternehmen, miteinander zu kooperieren.

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Frankreich auf dem Weg zur Energiewende

Francois Hollande
Francois Hollande

Obwohl während der Weltklimakonferenz COP21 Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie nicht explizit auf der Agenda standen, so ist davon auszugehen, dass viele der rund 40.000 Teilnehmer (von Regierungsvertretern über Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften bis hin zu Umweltorganisationen und kirchlichen Einrichtungen) inzwischen ein grundsätzliches Verständnis für diese Technologie und ihr Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel entwickelt haben

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Das wird Folgen haben

Georg-Menzen
Dr. Menzen übte harsche Kritik an deutschen Firmen.

Eine derzeit viel diskutierte Frage in der Energiebranche ist, ob und – wenn ja – wie Wasserstoff als Energiespeicher einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Dieses Thema bewegt nicht nur in Deutschland die Gemüter, auch die Franzosen denken über ein derartiges Industriemodell nach. Und genau vor diesem Hintergrund diskutierten am 24. Juni 2014 etwa 180 Wirtschaftsvertreter mit Politikern in der Französischen Botschaft in Berlin über „Wunsch und Wirklichkeit“. Dabei ging es insbesondere um die Frage, ob es ein Geschäftsmodell für

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