Reiner Wasserstoff aus Meerwasser

Pilotanlage zur H2-Herstellung aus Meerwasserim Hafen der niederländischen Insel Texel, © Hydron Energy
Pilotanlage zur H2-Herstellung aus Meerwasser, © Hydron Energy

Im Projekt SEA2H2 hat ein Konsortium gezeigt, dass sich klimaneutraler Wasserstoff aus Meerwasser gewinnen lässt. Beteiligt daran sind der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler, das Start-up Hydron Energy B.V., das seit Sommer 2021 zum Schaeffler-Konzern gehört, sowie das Institut Wageningen Food & Biobased Research, kurz WFBR, das wiederum zur Universität Wageningen gehört.

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Wasserbedarf für eine grüne H2-Wirtschaft

Fotografie einer Welle, © NorthShoreSurfPhotos – Fotolia
© NorthShoreSurfPhotos – Fotolia

Für die Herstellung der 14 TWh grünen Wasserstoffs, mit denen die Bundesregierung bis 2030 rechnet, wird nicht mehr Wasser benötigt, als eine Stadt mit rund 200.000 Einwohnern verbraucht. Das ergeben Berechnungen des Branchenverbands Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) in der Studie „Klimaschutz und Resilienz“ vom April 2021. Demnach ist die Nutzung von Elektrolyseuren mit einem vergleichsweise geringen Einsatz von Wasser durchführbar. Auch im Vergleich zu Kohlekraftwerken schneiden Elektrolyseure demnach vorteilhaft ab. Dem gegenüber steht der Wasserbedarf der Energiewirtschaft heutzutage (primär für Kohlestrom), der nach Angaben des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2020 mehr als 50 Prozent der gesamten Wasserentnahme Deutschlands ausmacht.

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Ist die Gasbranche wirklich H2-ready?

Gashauseinführungen HSP von Schuck – für H2-Gas geeignet, © Schuck
Gashauseinführungen HSP von Schuck – für H2-Gas geeignet, © Schuck

Der Wärmesektor gilt immer noch als der „schlafende Riese“, der geweckt werden muss, damit die Energiewende zu schaffen ist. Ein wesentliches Problem ist der Mangel an Alternativen zur Wärmeerzeugung mit fossilen Energieträgern. Großer Profiteur vom Ausstieg aus der Kohle- und Kernenergie dürfte die Gasbranche werden, die jetzt schon damit wirbt, dass man Erdgas durch grünen Wasserstoff ersetze, obwohl bislang kaum CO2-frei erzeugtes H2-Gas vorhanden ist. Anbieter von Brennstoffzellenheizungen haben es dennoch momentan schwer, von derAufbruchstimmung in der H2-Branche zu profitieren, weil ihre Anlagen zunächst noch auf fossile Gase angewiesen sind.

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Rezension: Fünfte Auflage des H2-Buches

Cover "Wasserstoff und Brennstoffzellen - Die Technik von gestern, heute und morgen"

Innerhalb von gerade einmal neun Monaten war die vierte Auflage des Buchs „Wasserstoff und Brennstoffzellen – Die Technik von gestern, heute und morgen“ vergriffen. Aufgrund dieser großen Nachfrage haben sich Eva Augsten und Sven Geitmann frühzeitig an die Arbeit gemacht und sind nun dabei, das bestehende Manuskript nochmals zu überarbeiten und zu aktualisieren. Die erweiterte fünfte Auflage befindet sich bereits in der finalen Phase und wird voraussichtlich im Mai 2022 erhältlich sein.

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Wasserstoff aus Deponiegas

© RGH2
H2-Forschungsreaktor-Entsorgungszentrum Leppe, © RGH2

Über Bioenergie wird nicht so viel geredet wie über Solar- und Windenergie, wenn es um die H2-Herstellung geht. Dabei ist beispielsweise Biogas durchaus gut dazu geeignet, grünen Wasserstoff zu erzeugen. Um etwas mehr Licht ins Bioenergie-Dunkel zu bringen, haben der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) und die Rouge H2 Engineering AG (RGH2) aus Graz im Februar 2022 in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Lindlar gemeinsam einen Forschungsreaktor in Betrieb genommen. Am dortigen Entsorgungszentrum Leppe soll in einem mehrmonatigen Testbetrieb die dezentrale Erzeugung von hochreinem Wasserstoff aus Deponiegas erprobt und weiterentwickelt werden.

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NWS bekommt eine Lotsenstelle

Noch nie wurde so viel über Wasserstoff geredet. Entsprechend viele Fragen gibt es. Um zumindest einen Teil davon beantworten zu können, hat die Bundesregierung jetzt die „Lotsenstelle Wasserstoff“ eingerichtet. Ziel dieser Anlaufstelle ist es, zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) beizutragen, indem sie Orientierung in Sachen Förderung bietet.

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Ballard – Börsenbewertung im Widerspruch zu Perspektiven

Randy MacEwen auf dem H2-Forum in Berlin

Beim H2-Forum in Berlin saß der CEO von Ballard, Randy MacEwen, zwischen Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock Siemens Mobility, und Alexander Habeder, Head of Business Development Siemens Energy, auf dem Podium. Neben dem Moderator ein weiterer Top-Manager, Dr. Tobias Fischer, Head of Technology Deutsche Bundesbahn. Thema war die Entwicklung des Antriebsstrangs der zukünftiger Zuggeneration. Alle sahen die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik auf der Langstrecke eindeutig im großen Vorteil, während batterieelektrische Züge vor allem für Kurzstrecken bis 200 km infrage kommen.

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Wilhelm wechselt zum DVGW

Portrait Tilman Wilhelm, © DVGW
© DVGW

Der bisherige Kommunikationschef der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) ist seit April 2022 für den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) tätig. Tilman Wilhelm, der ab 2008 die Außendarstellung der NOW verantwortete, arbeitet fortan als Leiter für Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei dem Lobbyverband. Prof. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW, erklärte: „Mit Tilman Wilhelm übernimmt ein ausgewiesener Wasserstoff- und Mobilitätsexperte mit bester politischer Vernetzung in Berlin und auf EU-Ebene die Kommunikationsverantwortung beim DVGW.“

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