Nikola Motors – Wasserstoffstrategie nimmt immer mehr Form an

Nachdem sich Nikola Motors bereits in 2020 mit einem US-Stromanbieter über die Zulieferung von regenerativem Strom verständigt hat, um grünen Wasserstoff zu produzieren (paritätisch im Preis mit Diesel), hat sich der Truck-Hersteller nun an der Firma Wabash Valley Resources mit 50 Mio. US-$ beteiligt und damit einem 20%-Anteil an einer neuen Produktionsstätte gesichert. Das Ziel ist, aus Abfallstoffen und Biomasse grünen Wasserstoff zu produzieren – und anteilige CO2-Emissionen via Carbon-Capture-&-Storage im Boden zu verpressen. Baubeginn ist 2022. Die Bauzeit soll zwei Jahre betragen, bevor dann zunächst 50 Tonnen Wasserstoff am Tag produziert werden. Bei vollem Betrieb sollen es dann 336 Tonnen H2 pro Tag (285 MW) werden.

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Tesla – Angedachter Börsengang von SpaceX

© Tesla

Kreativ ist Elon Musk, der CEO von Tesla, allemal, was seine Tweets angehen. Der jüngste bezieht sich auf den eventuell stattfindenden Börsengang seiner Raumfahrtfirma SpaceX, die auch das sehr ehrgeizige Projekt Starlink umsetzen soll. Bei diesem Projekt handelt es sich um die weltweite Internetvernetzung via Satellitennetzwerk im Orbit. Nur ist das IPO (initial public offering) von SpaceX nicht gleich morgen geplant, sondern erst in ein paar Jahren. Der Aktionär von Tesla soll aber als potentieller Käufer der Aktien von SpaceX bevorzugt werden. Das erklärt, warum die Börse – beziehungsweise die Elon-Musk-Jünger (ca. 55 Mio. Follower) – diesen Tweet als Basis für die Höherbewertung der Tesla-Aktie nimmt.

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Plug Power – Skepsis überwiegt

Die Zahlen für das erste Quartal sind raus und es gab tatsächlich Berichtigungsbedarf: Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 76 Prozent auf 72 Mio. US-$. Der Verlust fiel allerdings ebenfalls höher aus: minus 60,8 Mio. US-$ bzw. minus 0,12 US-$ pro Aktie. Parallel erhöhte sich die Zahl der ausgegebenen Aktien auf Jahresbasis um 68 Prozent auf 513,5 Mio. Stück. Dies mag mit der Neuausgabe von Aktien via Kapitalerhöhung (SK Group) in Zusammenhang stehen beziehungsweise mit Bought Deals und der Wandlung von Optionsscheinen „Warrants“ von Amazon und Walmart. Bemerkenswert ist, dass Plug mit Wasserstoff einen nicht unerheblichen Verlust einfährt, da das US-amerikanische Unternehmen diesen noch einkauft. Es ist indes geplant, eine eigene H2-Produktion an mehreren Standorten verteilt über die USA zu errichten.

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Aufbau reiner H2-Quartiere

Klimaneutrale Energieversorgung ganzer Siedlungen

Projektleiter Tom Lindemann (l.) erklärt das mySMARTLife-Projekt in Bergedorf

Immer mehr Bauprojekte setzen bei der Energieversorgung inzwischen auf Wasserstoff und Brennstoffzellen. Vor dem Hintergrund der Pariser Klimaziele liegt es nahe, für Neubauten keine fossilen Energieträger mehr einzuplanen, sondern komplett auf erneuerbare Energien zu setzen. Da aber der mit einer innovativen Energietechnik verbundene Aufwand oft doch erheblich ist, lohnt er sich umso mehr, je größer die Anzahl der Nutzer ist. Insbesondere für Quartierslösungen, bei denen mitunter viele Dutzende oder gar Hunderte Wohneinheiten gebaut werden, ist solch ein alternativer Ansatz sinnvoll.

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Komplette Energieautarkie wird marktreif

Autarkie in Deutschland und Down Under

© Lavo - Modul
© Lavo

Der Traum so manch eines Hausbesitzers, sich unabhängig mit Energie versorgen zu können, könnte schon bald Wirklichkeit werden. In einzelnen Projekten ist es bereits gelungen, den Netzanschluss überflüssig zu machen und Immobilien allein mithilfe erneuerbarer Energien zu versorgen. Nach Jahren der Entwicklung ist die Technologie inzwischen an der Schwelle zur Serienfertigung, so dass sie in absehbarer Zeit auch preislich in akzeptablere Regionen kommen könnte.

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Saubere Zukunft mit Wasserstoff am Bodensee

Vierter Teil der Regionen-Serie: HyExpert HyAllgäu

HyExpert  HyAllgäu

Vor Beginn der HyExperts-Studie glichen im Allgäu die zahlreichen Ideen rund um den Wasserstoff einem Faden mit vielen losen Enden. Die vom Bundesverkehrsministerium geförderte und von der NOW GmbH betreute Maßnahme konnte jedoch in kürzester Zeit konkrete Pläne für ein Reallabor mit dem Ziel der Produktion und Verwertung von 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr im Allgäu präsentieren. Die NOW-Initiative HyLand war somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor und Impulsgeber für die Transformation der Region in Richtung einer Wasserstoffwirtschaft.

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Bio-LPG steht in den Startlöchern

Flüssiggastank

Im Neubau ist biogenes Flüssiggas mit Solar & Co. gleichgestellt

Seit mehr als zwei Jahren ist biogenes Flüssiggas als grüne Erfüllungsoption im Wärmemarkt gesetzlich anerkannt. Insbesondere im ländlichen Raum könnte sogenanntes Bio-LPG in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Zudem gibt es viele Pilotprojekte mit synthetischem Flüssiggas, das mithilfe von grünem Wasserstoff hergestellt wird. Eine Übersicht:

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Neuer Studiengang Wasserstofftechnik

HS Würzburg-Schweinfurt holt H2-Experten ins Boot

Kompetenzkompass © FHWS
© FHWS

Die Fakultät Maschinenbau der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) greift das Thema Energiewende aus der Hightech Agenda Bayern auf und entwickelt einen neuen Studiengang Wasserstofftechnik. Ab Oktober 2021 soll es Studierenden dort möglich sein, sich vertieft mit Wasserstoff zu befassen, um sich später auch beruflich diesem bedeutenden Bestandteil der Energiewende zu widmen. Im neuen Studiengang stehen vor allem die Entwicklung von H2-Anlagen, deren laufender Betrieb sowie die entsprechende Anlagen- und Arbeitssicherheit im Mittelpunkt. Zur Studiengangentwicklung und -gestaltung sollen maßgeblich ein ständiger Austausch sowie spätere Projektkooperationen mit Unternehmen und deren Fachexperten beitragen.

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Wasserstoff aus Offshore-Windenergie

Grafische Darstellung Polnische Ausbauziele bzgl. Windkraft © PGEB
© PGEB

H2-Erzeugung in der polnischen Ostsee

Am 15. Januar 2021 hat die zweite Kammer des polnischen Senats die Gesetzesvorlage zur Förderung der Offshore-Windenergie in der polnischen Ostsee verabschiedet. Das Dokument muss nur noch vom Staatspräsidenten unterschrieben werden und kann dann in Kraft treten. Die polnische Regierung will die Offshore-Energie außerordentlich großzügig unterstützen: Engeplant sind Fördergelder von umgerechnet bis zu 25 Milliarden Euro.

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Kältekammer für H2-Lkw-Tanks

Die JA-Gastechnology GmbH hat im Februar 2021 eine Permeationsklimakammer an einen US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller ausgeliefert. Wie das Unternehmen aus Burgwedel mitteilte, handele es sich hierbei um die „weltweit größte H2-Lkw-Klimakammer“ für Druckzyklustests und Permeationsmessungen. Mit einem Innendurchmesser von drei Metern können darin komplette Typ-4-Tanksysteme unter klimatischen Extrembedingungen (-40 bis 85 °C) erprobt werden.