Siemens Energy – One-Stop-Shopping

Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy
Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy

Der Vorstandschef Christian Bruch von Siemens Energy hat es vor ein paar Monaten in einem Interview vor Mitgliedern des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) klar zum Ausdruck gebracht: Der Technologiekonzern will ein Global Player im Wasserstoffsektor sein – beginnend mit der Elektrolyse bis hin zum Einsatz von Wasserstoff in diversen Märkten. In diese Richtung wird der Konzern nun ausgebaut, wobei kurzfristig der negative Einfluss der Windkraftanlagentochter Gamesa (67 Prozent Anteil, circa 11 Mrd. Euro Börsenwert; der von Siemens Energy liegt nur bei circa 9 Mrd. Euro für 22 Mrd. Euro Umsatz) die eigene Bilanz verhagelte – Verlustausweis von minus 307 Mio. Euro.

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Advent übernimmt FES und SerEnergy

Hans-Peter Fischer, © fischer group

Die fischer group überträgt ihr Brennstoffzellengeschäft der Advent Technologies Holdings, Inc. Ende Juni 2021 gab das US-amerikanische BZ-Unternehmen bekannt, dass es neben den Assets der deutschen fischer eco solutions GmbH (FES) auch die der dänischen SerEnergy A/S übernimmt. Advent zahlt dafür 15 Mio. Euro in bar sowie 37 Mio. Euro in ADN-Aktien und ist damit fortan sowohl für die 17 FES-MitarbeiterInnen als auch für 55 MitarbeiterInnen von SerEnergy in Aalborg, Dänemark, sowie die 20 in Manila, Philippinen, verantwortlich.

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DZM startet Betrieb

Ziemlich genau einen Monat vor der Bundestagswahl hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Startschuss für den Aufbau zunächst der Geschäftsstelle und anschließend des von ihm geplanten Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM) in München gegeben. Die Auftaktveranstaltung dafür fand am 23. August 2021 im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie von Dieter Reiter, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, statt.

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Deutsch-amerikanische Übernahme

Venturi, © Eberspächer
Dr. Massimo Venturi, © Eberspächer

Es geht auch andersherum: Während meistens große US-amerikanische Konzerne ausländische Unternehmen übernehmen, ist es in diesem Fall eine deutsche Firma, die ViCTORi, LLC aufgekauft hat. Anfang Juli vermeldete die Eberspächer Group, dass sie 100 Prozent des nordamerikanischen Verdichterherstellers aus Boulder, Colorado, erworben hat. Mit diesem Schritt sicherte sich der Automobilzulieferer aus Esslingen den Zugang zum weltweiten Wasserstoff- und Brennstoffzellenmarkt.

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Förderung von H2-Pkw

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema „Förderung von Wasserstoff-Pkw“ gerichtet. Die Abgeordneten Cem Özdemir, Oliver Krischer, Matthias Gastel und andere wollten wissen, welche Ergebnisse die bisherige finanzielle Unterstützung hervorgebracht hat.

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Methanol als zentraler Baustein einer tragfähigen Energiezukunft

Gastkommentar von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher

© Global Energy Solutions
© Global Energy Solutions

Deutschland fokussiert sich im Kampf gegen den Klimawandel zu sehr auf nationale Ziele (Klima-Nationalismus). Diese sind im globalen Kontext jedoch wenig relevant. Dieser Fokus führt zu ungünstigen Strategien, etwa in den Bereichen grüner Strom, grüner Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe. Alle Überlegungen sind beherrscht durch Knappheit und zu hohe Kosten. Weil man in Deutschland selbst produzieren will, was klugerweise importiert werden sollte. So wie bisher Energie zu 70 Prozent importiert wird.

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Metallhydrid als H2-Speicher für alpines Wohnhaus

Saisonale Speicherung von Wasserkraft

Knappenhaus mit H2green-Energieversorgung, © GKN
© GKN

Bislang erfolgt die Speicherung von Wasserstoff in der Regel in gasförmigem Aggregatzustand – sowohl im mobilen als auch im stationären Sektor. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten: So hat ein Firmenverbund in einem Südtiroler Wohnhaus dieselbe Technologie zur Anwendung gebracht, die auch in brennstoffzellenbetriebenen U-Booten eingesetzt wird: Metallhydridspeicher. Mit deren Hilfe wird im Rahmen eines Demonstrationsprojekts ein saisonaler Energietransfer von Wasserkraft vom Sommer in den Winter getestet.

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Wasserstoff-Hub statt Kohlekraftwerk

Hamburg soll zur H2-Hochburg werden

Hamburg Green Hydrogen Hub, © Wärme Hamburg
© Wärme Hamburg

Am Standort des zu Jahresbeginn in Hamburg stillgelegten Kohlekraftwerks Moorburg soll ein Wasserstoff-Hub entstehen. Die Infrastruktur ist dafür ideal. Würde man einen Wunschstandort für einen Wasserstoff-Hub beschreiben, könnte man sich von Moorburg geradezu inspirieren lassen. Ende 2020 ging das dortige Kohlekraftwerk vom Netz. Jetzt stehen hier alle Infrastrukturen zur Verfügung, die man sich für ein großes Wasserstoffprojekt wünschen kann: Moorburg ist an das 380-kV-Übertragungsnetz und an das 110-kV-Netz der Stadt Hamburg angebunden. Überseeschiffe können den Standort direkt anlaufen und die Kai- sowie die Hafenanlage als Importterminal nutzen. Im Industriegebiet in der Umgebung gibt es reichlich Abnehmer, die bereits Interesse an Wasserstoff bekundet haben. Sogar für die Abwärme gibt es Verwendung im Fernwärmenetz. Damit ist die Hansestadt auf dem besten Wege, ein bedeutender Dreh- und Angelpunkt für Wasserstoff in Europa zu werden.

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Das sollte ein Lexus werden

Fahrbericht über den Toyota Mirai 2

Toyota Mirai 2

Der erste Eindruck vermittelt unmittelbar, dass dieser Mirai kein gewöhnlicher Toyota ist. Sein Design ist für den europäischen Geschmack sehr viel gefälliger als das seines Vorgängers – und er ist größer, schicker, edler als der Mirai 1. Dieser Eindruck wird unterstrichen durch die Aussage des Direktors der Berliner Repräsentanz von Toyota Motor Europe, Ferry Franz, dieses Modell habe eigentlich ein Lexus werden sollen.

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