Signifikante H2-Mengen aus dem Ausland

Thorsten Kasten, © DWV
Thorsten Kasten, © DWV

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) e. V. wird immer größer und erlangt angesichts der derzeitigen energiepolitischen Herausforderungen immer mehr an Bedeutung. Seit einigen Jahren entwickelt er sich an der Seite des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) zum zentralen Industrieverband. Um die Zusammenarbeit beider Verbände noch weiter zu verbessern, wählte das DWV-Präsidium im Frühjahr 2021 auf Vorschlag des DVGW Thorsten Kasten zum zweiten Vorstand (s. HZwei-Heft Juli 2021). HZwei sprach während der Hannover Messe mit Kasten über sein erstes Jahr beim DWV und mit Tilman Wilhelm, seit April dieses Jahres neuer Leiter Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DVGW, über die Herausforderungen der Energiewelt.

HZwei: Sehr geehrter Herr Kasten, Sie sind seit 22. April 2021, neben Werner Diwald, Vorstand des DWV. Wie war Ihr Einstand?

Transglobal

Kasten: Die letzten drei Jahre vor meiner Tätigkeit beim DWV waren geprägt von dem Aufbau neuer Geschäftsfelder bei der VNG AG, unter anderem bei Quartierslösungen, und der Kooperation mit Start-ups – also der Innovationsszene – im Hinblick auf die Transformation in der Energiebranche. Dabei konnten wir unter meiner Federführung zahlreiche Erfolge verzeichnen: unter anderem Kooperationen mit Start-ups, die sich auf Pyrolyse zur Wasserstofferzeugung fokussiert haben. Nach meiner langjährigen Tätigkeit in Energieversorgungsunternehmen sind die Aufgaben in einem Verband wie dem DWV selbstverständlich allgemeiner und vielschichtiger aufgebaut. Als Verantwortlicher für die Themen Infrastruktur und Bildung sowie die allgemeine Verbandsorganisation und -entwicklung bringe ich viele Aspekte aus meinen bisherigen Funktionen sowie mein Wissen über die Transformation der Energiebranche gezielt mit ein.

HZwei: Was genau ist das Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen DVGW und DWV?

Automechanika

Wilhelm: Beide Verbände gehen davon aus, dass wir in der weiterentwickelten Energieversorgung zu ähnlichen Anteilen wie heute Gasmoleküle brauchen – nur eben zunehmend grün und erneuerbar. Mit dem heutigen Erdgas- und künftigen Wasserstoffnetz vertritt der DVGW einen wesentlichen Teil der Wertschöpfungskette, der – wie die vor- und nachgelagerten Bereiche Erzeugung und Anwendung – jetzt in die Umstellung auf Wasserstoff eingestiegen ist. DWV und DVGW verfolgen die gleichen Ziele, vertreten die gleichen Positionen und arbeiten deshalb zusammen.

HZwei: Wie gestaltet sich denn die Aufgabenverteilung zwischen den Verbänden?

decarbxpo

Wilhelm: Der DVGW ist wissenschaftlich-fachlich sehr stark aufgestellt, nicht zuletzt über die wissenschaftlichen Institute, die zur DVGW-Gruppe gehören. Daraus wird natürlich auch das Fundament für die politische Argumentation hergestellt. Darüber hinaus ist der DVGW als technischer Regelsetzer sehr nah an der Praxis und deshalb eine gute Schleuse zwischen Politik und Industrie.

Kasten: Der Fokus des DWV ist hauptsächlich auf die politische Arbeit ausgerichtet. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Themen und Geschäftsfeldern, die darauf abzielen, einen deutschen und europäischen Wasserstoffhochlauf zu etablieren, um die künftige Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Interviewer: Sven Geitmann

HOC

1 Gedanke zu „Signifikante H2-Mengen aus dem Ausland“

  1. Zitat:
    “Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Themen und Geschäftsfeldern, die darauf abzielen, einen deutschen und europäischen Wasserstoffhochlauf zu etablieren, um die künftige Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten.”
    Na, da darf man ja gespannt sein, wann die ersten konkreten Großprojekte zur zusätzlichen Erzeugung von grünem Strom umgesetzt werden. Denn um die künftige Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten, braucht es zukünftig vor allem ausreichend regenerativ erzeugten Strom – egal wo er erzeugt wird.
    Ohne grünen Strom kein grüner Wasserstoff – das wird meist vergessen im Medien-Tam-Tam …

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