Nikola Motors – der Ausblick wird immer besser

Im Nikola-Headquarter, © Nikola
Im Nikola-Headquarter, © Nikola

Nikola Motors müssen Sie als Start-up, das seinen Businessplan umsetzt, verstehen und einordnen. Der Bau von Nikolas Fabrik in Coolidge, Arizona, geht voran, und die ersten batterieelektrischen Lkw (BEV) sind bereits beim Kunden. Dieses Jahr sollen es 300 bis 500 werden, wobei die Kapazität für 2.400 Einheiten und 2023 gar für 20.000 Lkw reicht. In Ulm wird die Produktion beim Partner Iveco von 2.000 auf 10.000 Einheiten erhöht.

Als Umsatzgröße für das erste operative Jahr (2022) gelten 90 bis 150 Mio. US-$. Ab 2023 geht es los mit den für die Langstrecke ausgerichteten wasserstoffbetriebenen Lkw (FCEV), wobei Nikola daran arbeitet, die notwendige Menge an Wasserstoff mit dem Bau von Elektrolysekapazität und H2-Tankstellen darzustellen. Der Nfz-Hersteller sieht sich da auf gutem Wege und will den Wasserstoff als Energieträger komplett in seinem Einflussbereich angesiedelt sehen, da so langfristig Geld verdient werden kann.

Während des Superbowls fuhren zwei Prototypen des FCEV-Lkw von Nikola vor, um umweltfreundlich und auch medienwirksam Bier zu transportieren. Anheuser-Busch ist mit einem Letter of Intent (LoI) über 800 BZ-Lkw der bislang größte Kunde von Nikola. Für die Langstrecke gelten als Basis 500 Meilen, die ein FCEV-Truck von Nikola leisten kann. BEVs kauft Anheuser-Busch bislang von der chinesischen BYD. Testreihen mit BEVs von Nikola haben ergeben, dass die Fahrzeuge die größte Reichweite von allen Anbietern in diesem Segment erzielen.

Insgesamt haben die Nordamerikaner nun 1.385 Lkw in Form von LoI oder MoU in den Büchern – 375 batterieelektrische und 1.010 wasserstoffbetriebene. Es gab diverse Ankündigungen, wie zum Beispiel bezüglich 100 Tre-BEV für Heniff Transportation und 100 BEV-Lkw für Thompson Truck.

Da kommen sicherlich noch viele weitere hinzu. Parallel arbeitet Nikola an mobilen Ladestationen, genannt MCT (Mobile Charging Trailer), von denen bereits sechs verkauft worden sind, während für weitere sechs Aufträge vorliegen.

Interessant sind die Förderprogramme einzelner US-Bundestaaten: In Kalifornien werden 120.000 US-$ als Zuschuss für batterieelektrische Lkw vergeben, wobei dieser Zuschuss auf 150.000 US-$ steigt, wenn es sich um Spezial-BEV-Lkw handelt. In New York ist ein ähnliches Programm auf dem Weg. Hier wird sogar von einem Zuschuss in Höhe von 185.000 US-$ pro Lkw gesprochen.

Nach Aussage von Nikola ist man dabei, einerseits den Kunden diese Fördermöglichkeiten zu vermitteln, andererseits aber auch mit Behörden diverser Bundesstaaten darüber zu sprechen, wie eine solche Förderung aussehen sollte, wie sie umgesetzt werden kann und wie sie dann auch für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge ermöglicht werden kann.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Risikohinweis
Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 15. März 2022

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