Unterschied zwischen H2Cloud und H2Global

Logos H2Cloud, H2Global

Worin unterscheiden sich H2Cloud und H2Global? Kurz gesagt, H2Global ist vorrangig ein Förderkonstrukt, während H2Cloud eine Handelsplattform ist.

H2Cloud versteht sich als Handelsplattform für OTC-Geschäfte (außerbörslicher Direkthandel) mit physischer Erfüllung. Die H2Cloud beabsichtigt, Anbieter und Nachfrager von Wasserstoff zusammenzubringen und somit die ökonomische Preisbildung zu unterstützen. Weiterhin wird durch das Zusammenführen verschiedener Marktteilnehmer eine steigende Marktliquidität erwartet. Auf H2Cloud werden auf absehbare Zeit alle „Wasserstofffarben“ handelbar sein. 

Transglobal

H2Cloud wurde von der auf die Energiewende spezialisierten Management-Beratung think utilities AG & Co. KG im Rahmen ihrer H2-Business-Services entwickelt. H2Cloud ist, neben einer Veranstaltung zum Thema Wasserstoff und klassischen Consultingangeboten, ein Pfeiler der Fokussierung der H2-Aktivitäten der Beratung unter dem Label beyondgas.de. 

H2Global ist in erster Linie ein Förderinstrument. Es sieht den temporären Ausgleich der Differenz zwischen Ankaufspreis (Erzeugungs- plus Transportkosten) und Verkaufspreis (entspricht derzeit dem Marktpreis für fossilen Wasserstoff) für grünen Wasserstoff und H2-Derivate vor. Durch die zeitlich begrenzte indirekte Subventionierung des Preises für grünen Wasserstoff soll eine langfristige marktwirtschaftliche Nachfrage nach emissionsfrei produziertem Wasserstoff in Deutschland stimuliert werden, um schnellstmöglich Anreize für private Investitionen in H2-Erzeugungs-, Transport- und Anwendungsinfrastruktur im In- und Ausland zu setzen. 

Mit der Hydrogen Intermediary Company HINT.CO ist ein Vermittler (engl. Intermediary) vorgesehen, der im Zuge eines Doppelauktionsmodells angebotsseitig langfristige Abnahmeverträge und nachfrageseitig kurzfristige Wiederverkaufsverträge schließt, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Abnahmeseitig ermöglicht dieses Modell, grünen Wasserstoff und PtX-Produkte zu marktreflektierenden Preisen in den Wirtschaftskreislauf einzubinden. 

H2Global ist also ein Förderkonstrukt, mit welchem die Preisdifferenz zwischen grünem und grauem Wasserstoff ausgeglichen werden soll, um einerseits ein Angebot für grünen Wasserstoff zu schaffen und andererseits grünen Wasserstoff zeitnah zur Emissionsreduktion in Anwendungsprozesse einzubinden. Eine Prämisse von H2Global ist, dass zum aktuellen Zeitpunkt kein funktionierender Markt für grünen Wasserstoff existiert, da potenzielle Angebots- und tatsächliche Nachfragepreise zu weit auseinanderliegen. 

H2Cloud ist demgegenüber eine Handelsplattform, welche die allgemeine Handelbarkeit von „verschiedenfarbigem“ Wasserstoff erleichtern soll. Voraussetzung hierfür ist ein bereits existierender Markt, welcher im Falle von grauem Wasserstoff auch gegeben ist. Weiterhin setzt H2Cloud auf Direkthandel zwischen Anbietern und Nachfragern von Wasserstoff, während H2Global einen Vermittler einsetzt, welcher die Preisdifferenz ausgleicht. 

HOC

1 Gedanke zu „Unterschied zwischen H2Cloud und H2Global“

  1. Ohne Steuergeld /Subventionen ist grüner Wasserstoff aus Deutschland also derzeit völlig unwirtschaftlich.
    Wenn man bei H2Cloud, als Handelsplattform für OTC-Geschäfte (außerbörslicher Direkthandel) auf absehbare Zeit alle „Wasserstofffarben“ handelt – dann ist das nur eine staatlich geförderte Einnahmequelle für den Handel mit schmutzige Energie /einem schmutzigen Rohstoff.
    Denn “grauer Wasserstoff” (95% der Produktion), hergestellt aus fossilen Primärenergien wie Erdgas, braucht keine Handelssubventionen, sondern eine Ablösung.
    Die Förderungen sollten also in die EE-Stromerzeugung fließen.
    Damit wir bald sauberen Wasserstoff herstellen und handeln können.
    Eine “H2Cloud” ist m.M.n. so wichtig wie ein Kropf.

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