Das sollte ein Lexus werden

Fahrbericht über den Toyota Mirai 2

GAT-WAT
Toyota Mirai 2

Der erste Eindruck vermittelt unmittelbar, dass dieser Mirai kein gewöhnlicher Toyota ist. Sein Design ist für den europäischen Geschmack sehr viel gefälliger als das seines Vorgängers – und er ist größer, schicker, edler als der Mirai 1. Dieser Eindruck wird unterstrichen durch die Aussage des Direktors der Berliner Repräsentanz von Toyota Motor Europe, Ferry Franz, dieses Modell habe eigentlich ein Lexus werden sollen.

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Lexus ist die Edelmarke von Toyota, die in derselben Liga wie Mercedes, BMW und Audi spielt. Gegenüber den europäischen Anbietern muss sich der japanische Hersteller mitnichten verstecken, denn der Mirai 2 kommt als sportliche Limousine daher, die mit guter Verarbeitung und edlem Design überzeugt. Die Coupé-Form entlockt auch eingefleischten BMW-Liebhabern lobende Worte, insbesondere da der Mirai 1 für westliche Gewohnheiten eine unübliche Form hatte – ähnlich dem Hybridfahrzeug Toyota Prius, das allein aufgrund seines asiatischen Designs bei vielen deutschen Autofahrern nicht sonderlich beliebt ist.

Während der Mirai 1 ein Mittelklassewagen war, stoßen die Japaner mit dem Nachfolger ins Luxussegment vor. Ursprünglich war von der Toyota Motor Corporation geplant worden, dass Lexus ein eigenes BZ-Modell anbieten sollte. Während der North American International Auto Show in Detroit war im Januar 2018 mit dem Lexus LF-1 Limitless die Konzeptstudie eines Crossover-Modells präsentiert worden, das grenzenlose (limitless) Möglichkeiten bieten sollte (s. HZwei-Heft Apr. 2018). Hervorgegangen war dieses Modell aus dem LF-FC (Lexus Future – Flagship Car/Fuell Cell, s. HZwei-Heft Apr. 2017), über den es damals hieß, seine Features könnten in der Luxuslimousine LS ab 2019 mit Brennstoffzelle angeboten werden. Nun ist es 2021 und ein Toyota geworden, aber die Ähnlichkeit zwischen dem Mirai 2 und dem LF-1 ist nicht zufällig.

Sportlich, leistungsstark

Besondere Merkmale des Fünfsitzers sind eine beachtliche Länge von 4,975 Metern und ein Hinterrad- statt des häufig üblichen Frontantriebs. Den nachhaltigsten Eindruck machen bei diesem Auto die 20-Zoll-Felgen. Drei von vier Interessenten, die mehr über dieses Fahrzeug wissen wollten, hoben lobend deren Design hervor. Dabei dienen diese vergleichsweise großen Reifen vornehmlich der Optik. Mit 19-Zoll-Felgen fährt der Mirai 2 laut Ferry Franz noch leiser und zudem mit zehn Prozent weniger Wasserstoff, außerdem sind diese sehr viel preiswerter.

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1 Gedanke zu „Das sollte ein Lexus werden“

  1. Nicht zu vergessen der zusätzlicher H2-Drucktank im Mitteltunnel, der montiert wurde um höhere, werbeträchtige Reichweiten überhaupt erzielen zu können.
    Leider ragt dieser Drucktank bis an die Rücksitzbank, so dass der mittlere (5.) Passagier hinten eigentlich nur ein Kind sein kann. Vorn kaschiert eine wuchtige Mittelkonsole den notwendigen Platzbedarf.
    Leider lässt sich nicht einmal die Rückbanklehne umklappen. Denn dahinter ist ein Teil der Technik montiert. Auch eine AHK ist leider nicht verfügbar.
    Aber schick ausshen – ja das tut der Mirai II …

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