IEA-Roadmap

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Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 18. Mai 2021 einen Sonderbericht vorgelegt, mit dessen Hilfe der Weg in eine Ära mit Netto-Null-Emissionen im Energiesektor bis 2050 realisiert werden könnte. Der dafür zu beschreitende Pfad sei zwar schmal, berge aber eklatante Vorteile. Der Bericht ist die weltweit erste umfassende Studie darüber, wie global der Übergang zu einem Netto-Null-Energiesystem bis 2050 gelingen kann. Wichtigste Maßnahmen sind laut der Studie der rapide Ausbau erneuerbarer Energien sowie die drastische Reduzierung fossiler Energieträger.

Der von der IEA skizzierte Weg führt über drastisch hohe Investitionen, die Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen und das globale Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten. Dafür seien allerdings weitreichende politische Maßnahmen der Regierungen erforderlich, die durch eine intensive internationale Zusammenarbeit flankiert werden müssten. So fordert die IEA ab sofort keine weiteren Investitionen in fossile Brennstoffe und bis 2035 keine Neuzulassungen von Pkw mit Verbrennungsmotor sowie CO2-Freiheit im globalen Stromsektor bis 2040. Sowohl die Batterie- als auch die Wasserstofftechnik werden als besonders wirkungsvoll eingeschätzt.

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Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA, erklärte: „Unsere Roadmap zeigt die vorrangigen Maßnahmen auf, die heute erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Chance auf Netto-Null-Emissionen bis 2050 – die zwar gering, aber immer noch erreichbar ist – nicht vertan wird. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Anstrengungen, die dieses kritische und gewaltige Ziel erfordert – unsere beste Chance, den Klimawandel zu bekämpfen und die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen – machen dies zur vielleicht größten Herausforderung, der sich die Menschheit jemals gestellt hat.“

HOC

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