Startschuss für die Heidekrautbahn

Statt Ende 2020 hat die Übergabe der Förderbescheide nun am 3. Mai 2021 stattgefunden. Sowohl Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer als auch der Brandenburger Minister für Wirtschaft, Prof. Jörg Steinbach, sowie der Minister für Infrastruktur, Guido Beermann, erschienen auf dem kleinen Bahnhof in Basdorf, um live vor Ort die Bewilligungsschreiben für 25 Mio. Euro zu überreichen.

Bei diesem „hürdenreichen Projekt“, wie es Steinbach formulierte, geht es um den Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur im Norden Berlins (s. HZwei-Hefte Apr. 2021, Jul. 2019 u. Jan. 2018) sowie die Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn. Für die Realisierung, an der seit 2017 gearbeitet wird, werden nun drei Teilvorhaben gefördert: Der Projektierer Enertrag erhält 13 Mio. für den Aufbau eines Wasserstoffwerkes, die Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft (NEB) kriegt eine Förderung in Höhe von 9 Mio. Euro, um zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 Brennstoffzellenzüge auf der Regionalbahnlinie RB27 einsetzen zu können, und die Kreiswerke Barnim bekommen 2,5 Mio. Euro für die Errichtung einer H2-Zug-Tankstelle. Insgesamt sollen in dieses Verbundvorhaben etwa 100 Mio. Euro investiert werden.

Verkehrsminister Scheuer erklärte: „Es sind nicht nur die Fahrzeuge, die mit Wasserstoff bewegt werden sollen, sondern auch das ganze Drumherum.“ Zu diesem Drumherum zählen nach aktueller Planung neben insgesamt sechs H2-Triebwagen unter anderem auch vier wasserstoffbetriebene Abfallsammelfahrzeuge, wie Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim, bestätigte. Laut NEB-Vorstand Detlef Bröcker soll der benötigte Wasserstoff zu hundert Prozent mithilfe von erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne im Landkreis Oberhavel erzeugt werden.

HOC

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