Dekarbonisierung via Wasserstoff nimmt Fahrt auf

© www.wallstreet-online.de

Eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse des Nachrichtendienstes Bloomberg kommt zu dem Schluss, dass wir es derzeit mit einer Wasserstoff-Revolution zu tun haben. Ich nenne es „Megatrend“. Die Analysten erwarten, dass in den Themenkomplex Wasserstoff und Brennstoffzelle weltweit bis zum Jahr 2050 über 2,5 Billionen US-$ (2.500 Mrd.) fließen werden. Die Internationale Energie Agentur (IEA) schließt sich dem nahtlos an. Lagen die Investments in den Jahren 2018 bis 2020 bei circa 1,5 Mrd. US-$ pro Jahr, so soll dem eine Steigerung auf 38 Mrd. US-$ jährlich bis zum Jahr 2040 folgen. Bis 2050 soll sogar ein Wert von 181 Mrd. US-$ – pro Jahr – erreicht werden. Diese Prognose basiert auf den Zielen für den Klimawandel von Staaten, Weltorganisationen und den Unternehmen selbst.

GAT-WAT

Für die Börse und die notierten Unternehmen könnten die Aussichten nicht besser ausfallen. Die im Februar dieses Jahres erreichten Höchstkurse der hier besprochenen BZ/H2-Aktien werden deshalb nur Etappen zu noch wesentlich höheren Kursen sein, so meine Prognose. Die aktuellen gedrückten Kurse lassen sich somit als neue Einstiegsgelegenheit einstufen. Die Unternehmen, die sich am besten positionieren und mittels ihrer Technologie und Geschäftsmodellen überzeugende Antworten liefern, werden ein überdurchschnittlich hohes Wachstum und letztendlich auch hohe Ertragszuwächse erzielen, was sich dann wiederrum – antizipativ – in den Börsen- und Aktienkursen widerspiegelt und ausdrückt.

Februar-Höchstkurse werden nicht die letzten sein

Die vergangenen Wochen haben manchen Höhenflug im Aktienkurs abrupt beendet und sogar zu sehr schwachen Notierungen geführt. Nun ist aber eine Konsolidierung auszumachen. Die Bodenbildung scheint sogar schon vorbei, da die Kurse wieder – von niedrigem Niveau – mit steigenden Umsätzen anziehen. Da mag auch manches Eigeninteresse (Hedgefonds, Shortseller) vorhanden gewesen sein, die Aktien dieser Sparte insgesamt unter Druck zu bringen.

Meine Vermutung speist sich aus zwischenzeitlich stark gestiegenen Leerverkaufspositionen. Diese dienen indes wieder steigenden Kursen, sollten gute Nachrichten einzelner Unternehmen wie auch der Branche die Aktien steigen lassen und Leerverkäufer zum Eindecken ihrer auf fallende Kurse ausgerichteten Spekulation drängen, was dann zusätzliche Nachfrage für die Aktien sorgen kann.

HOC

Klar ist, dass Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik disruptive Technologien sind, deren Zeit nun definitiv gekommen ist. Es handelt sich nicht um ein Strohfeuer, stattdessen werden gerade die Rahmenbedingungen abgesteckt. Ein neuer Megatrend ist im Entstehen – nicht gradlinig, aber doch tendenziell kräftig aufwärts.

… Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 1.6.2021

2 Gedanken zu „Dekarbonisierung via Wasserstoff nimmt Fahrt auf“

  1. #greenhydrogen wird das witschaftlich stärkste und gleichzeitig ökologischste Zeitalter der Menschen in Freiheit und Unabhängigkeit auslösen können. Demokratische Kräfte müssen aber verteidigt und gefestigt werden, damit diese positive Zeit beginnen und voll zum Tragen kommen kann!!

    Antworten
    • Klar, weil ja jeder frei und unabhängig Wasserstoff selbst herstellen, lagern und verwenden kann?!? Das Geschwurbel um die Demokratie passt so gar nicht zur Oligopolbildung in den Bereichen der Wasserstoffindustrie.

      „Klar ist, dass Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik disruptive Technologien sind, deren Zeit nun definitiv gekommen ist.“
      Was soll denn da disruptiv abgelöst werden?
      Fossiler Wasserstoff durch grünen Wasserstoff? Das wäre ja toll.
      Dummerweise lese ich kaum etwas von den vielen Windparks und Solaranlagen, die die Wasserstofffirmen ja schnellsten errichten müssen, um die für den grünen Wasserstoff benötigte grüne Energie bereitzustellen …

      Antworten

Kommentar verfassen