Bloom Energy – langfristiges Wachstum bei 30 % p.a.

Eine Analystenkonferenz der Investmentbank J. P. Morgan mit dem CEO von Bloom Energy, K. R. Sridhar, am 26. Mai 2021 hat einen Ausblick geliefert, der besser nicht sein kann. Auf die Frage des Analysten, welches Wachstum das Unternehmen anstrebe, ob dies im Bereich von 20 bis 25 % p. a. liegen könne, entgegnete der Vorstandschef und Gründer: „Eher 30 % p. a. – und dies über einen sehr langen Zeitraum.“ Seine Begründung liegt in der ausgereiften Technologie des Unternehmens, seiner IP, den Märkten und Anwendungen und der Wettbewerbssituation wie auch dem firmeneigenen Know-how und der Erfahrung.

Darüber hinaus sei Bloom bestens positioniert für die Bereitstellung von „onsite-electricity“ über die eigenen netzunabhängigen BZ-Kraftwerke. Diese würde mit einer Verfügbarkeit von annährend 99,9 % laufen, seien sicher (auch gegen Hacker), kostengünstig, zuverlässig, resilient (u. a. gegen Naturkatastrophen wie Waldbrände, Stürme, Winter etc.) und sauber. Zudem könne man bei der Energieversorgung eine hohe Flexibilität darstellen – von Erdgas über LNG und Biogas bis hin zu Wasserstoff, wobei Sridhar dies in zeitlicher Reihenfolge verstanden wissen will: Wasserstoff wird also kommen, aber andere Gasarten behalten vorerst ihre Berechtigung – übergangsweise. Zudem könne man verschiedene Gase kombinieren (blending).

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Zu den Kunden zählen viele Großunternehmen, große Rechenzentren, Krankenhäuser bis hin zu Universitätsanlagen (Campus). Alles hängt am Strom und dem Transport von Energie, und da sei Bloom bestens aufgestellt und versetze die Kunden in die Lage, vom öffentlichen Netz via Plattformtechnologie unabhängig zu sein. Aktuell könne Bloom Strom für 0,09 US-$ pro KWh produzieren. Demgegenüber sei ein Energieausfall durch marode Stromnetze sehr viel teurer.

Das Wachstum wird durch neue Märkte gefördert. Sridhar spricht von „rapidem Wachstum der eigenen Märkte“ und „sinkenden Kosten für Stromnetze“. Öl werde peu à peu durch Wasserstoff ersetzt. Ein 20-MWh-BZ-Kraftwerk von Bloom könne – so die Planung – 20 Tonnen grünen Wasserstoff am Tag produzieren. Von solchen Kraftwerken könne Bloom perspektivisch eines pro Monat bauen. Was Bloom heute schon vorliegen hat und umsetzen kann, sei bei anderen eher noch in der Planungsphase, so der Firmenchef. Weiterhin geht er davon aus, dass der Preis von Wasserstoff auf 2 US-$ fallen werde und ein Markt entstehe, der wertmäßig weltweit bei 10 Mrd. US-$ am Tag liegen werde.

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Zu den Zahlen für das erste Quartal 2021: Mit 194 Mio. US-$ lag der Umsatz um 24 % höher als in dem vergleichbaren Quartal 2020. Die Bruttogewinnmarge (non-GAAP-Gross Margin) stieg von 16,2 % auf circa 30 % an, wobei die Gewinnmarge bei Energieservern sogar auf 36,9 % anzog. Unter dem Strich ein Minus von 0,15 US-$ pro Aktie (GGAP) und minus 0,07 US-$ (non-GAAP). Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz in der Größenordnung von annährend 1 Mrd. US-$ erwartet. Nun geht es darum, die Kapazitäten, ausgedrückt in Megawatt, von 400 bis auf 1 GWh p. a. zu erhöhen. Man sei da auf dem richtigen Weg und dem Wettbewerb voraus. Sridhar verwies auf „herausragende Wettbewerbsvorteile, die Bloom einzigartig machen“. Auf diese Weise könnte das Unternehmen dieses Jahr in die Gewinnzone kommen – ein Meilenstein.

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Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 1.6.2021

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