e.GO mit Brennstoffzelle

e.GO Moove, e.Go Mover hinten links
© e.GO Moove

Mit neuer Unterstützung und frischem Geld plant Prof. Günther Schuh die Fortführung der e.GO-Mobile-Aktivitäten – auch im Brennstoffzellenbereich: Ende Februar 2021 meldete nd Industrial Investments B.V. den erfolgreichen Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von mehr als 30 Mio. Euro. Die niederländische Investmentgruppe nd Industrial B.V. hatte am 1. September 2020 die e.GO Mobile AG übernommen und in die Next.e.GO Mobile SE überführt. Mit dem Geld soll ab Juni 2021 die Produktion des e.GO Life aufgenommen werden. Zu den Investoren zählen unter anderem der frühere US-Finanzminister John Snow, der Vorsitzende der Formel E Alejandro Agag sowie der Schauspieler Edward Norton.

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Prof. Günther Schuh sagte dazu: „Wir sind sehr dankbar für die anhaltende Begeisterung, das Engagement und die Geduld unserer Kunden und Fans und freuen uns, endlich wieder Bestellungen entgegennehmen zu können.“ Schuh hatte 2019 mit dem e.GO-Mover-Konzept für viel Aufmerksamkeit gesorgt und damals erklärt, dass es falsch gewesen sei, sich gänzlich auf Batterie- oder auf Brennstoffzellenantriebe zu konzentrieren. Besser sei die intelligente Kombination eines vergleichsweise kleinen Akkumulators mit einer Brennstoffzelle als Range-Extender. Weiterhin führte er aus, dass das Packaging bei Pkw äußerst schwierig sei, weshalb es sinnvoller sei, solche Antriebseinheiten beispielsweise in Bussen einzusetzen.

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Prof. Schuh wollte ursprünglich 2018 mit der e.GO Rex GmbH, das als Joint Venture mit Proton Motor geplant war, innerhalb von zwei Jahren 30.000 Einheiten des e.GO-Movers produzieren und 5.000 Exemplare mit BZ-Systemen (30 kW Antriebsleistung) zur Reichweitenverlängerung ausstatten. Eine e.GO-Unternehmenssprecherin erklärte gegenüber HZwei: „Gemeinsam mit einer Vielzahl an strategischen Partnern treibt e.GO REX die Industrialisierung der Brennstoffzelle mit Hochdruck voran. Der modulare Brennstoffzellen-Range-Extender der e.GO REX wird 2024 am Markt verfügbar sein.“

Der letzte Absatz wurde am 25.05.2021 geändert, da die geplante JV-Gründung nie vollzogen wurde.

Autor: Sven Geitmann

0 Gedanken zu „e.GO mit Brennstoffzelle“

  1. So so – schon in drei Jahren will man mit einem Produkt auf den Markt kommen, welches kaum jemand braucht.
    Natürlich verstehe ich, dass Hr. Schuh an der Forführung der e.Go-Aktivitäten interessiert ist und weder Investoren noch Medien verschrecken will.
    Aber schon der Hinweis auf das bei Pkw äußerst schwierige Packaging deutet an, dass man sich der Realität durchaus bewusst ist.
    Mobiler Wasserstoff in Kfz wird allenfalls ein Nischenmarkt und solange immer noch >95% des H2 aus Erdgas, Kohle und Erdöl – also fossilen Quellen – stammen, gibt es nicht einmal ein Klimaargument für Wasserstoff.
    Der Ausbau der EE als Basis für regenrativen, grünen Wasserstoff in Deutschland – das sollte heute das Hauptanliegen aller sein, die den Wasserstoff voran bringen wollen.
    Träumereien von „grünen“ H2-Importen aus Staaten, die selbst noch Jahre für die Dekarbonisierung ihrer (Strom-)Wirtschaft brauchen werden, die helfen niemandem weiter.

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