Denkfabrik in der Lausitz

© BMU/Sascha Hilgers - PtX Lab
© BMU/Sascha Hilgers

Eine ehemalige Kohleregion versucht sich zu wandeln: In Cottbus haben Anfang März 2021 Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die Arbeiten für ein neues Kompetenzzentrum in Angriff genommen. Das PtX Lab Lausitz soll eine Denkfabrik, Dialogplattform und Startrampe für neue Projekte rund um grünen Wasserstoff und dessen Folgeprodukte in Europa werden. Dafür werden bis 2024 rund 180 Mio. Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz investiert.

GAT-WAT

Im Rahmen eines ersten Power-to-X-Fachdialogs diskutierten Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter sowohl über die H2-Herstellung als auch über die anschließende Weiterverarbeitung zu synthetischen Kraftstoffen. Svenja Schulze erklärte: „Für dieses große industriepolitische Vorhaben soll die Denkfabrik die allererste Anlaufstelle in Deutschland werden.“ Dietmar Woidke ergänzte: „Das Kompetenzzentrum bringt hochwertige Arbeitsplätze und trägt dazu bei, die regionale Wertschöpfung anzukurbeln. Ich bin mir sicher, dass das PtX Lab Lausitz mit seiner Demonstrationsanlage ein Leuchtturmprojekt für die Lausitz und für ganz Brandenburg sein wird.“

Autor: Sven Geitmann

0 Gedanken zu „Denkfabrik in der Lausitz“

  1. „Man setzt nach wie vor auf die politische Fehlentscheidungen, Elektromobilität.“
    Also bis zu diesem Satz konnte ich Ihren Beitrag nachvollziehen.
    Aber einmal davon abgesehen, dass FCEV ebenfalls Teil der Elektromobilität sind (denn es sind E-Autos mit BSZ als Range-Extender, also serielle Hybride) liegt das Problem der FCEV nicht im Fachwissen der verarbeitenden Industrie.
    Mittlerweile wird immer deutlicher, dass mobiler Wasserstoff nur in Nischenanwendungen wirtschaftlich eine Chance hat. Die schnellen Verbesserungen der Leistungsdaten und der parallele Preisverfall bei batterieelektrischen Kfz hat bei aller „Technologieoffenheit“ zu einem klaren Ergebnis geführt.
    Dazu kommt, dass bei heute immer noch >95% fossilem, „grauen“ Wasserstoff von der Branche keinerlei positive Klimabeiträge zu erwarten sind. Statt auf den raschen Ausbau der Nutzung der EE in Deutschland zu drängen und so die Basis für grünen Wasserstoff zu schaffen, gibt es aus der Branche Worthülsen vom grünen Wasserstoff und Vertröstungen auf (mehr als fragwürdige) Importe.
    Wenn die dt. Industrie bei Wasserstoff punkten will, dann muss sie hier vor Ort durch EE-Ausbau die Basis für grünen Wasserstoff schaffen und dazu Technologien und Anwendungen – auch abseits der E-Mobilität.

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  2. Dieses Strukturgesetzt, wird ohne Umsetzungswirkung bleiben, da die Zulieferfirmen über die Ständigen Kosten- Reduzierungsrunden der Automobil- Industrie nahezu zerstört ist bzw. dann von den Asiaten preiswert aufgekauft wurde. Die Automobilindustrie ist zu einer Montage- Einheit verkommen, die nur noch zugekaufte Bauteile, Systeme und Module einkaufen und montieren kann.
    das eindrucksvolle Beispiel für diese Aussagen ist der DAIMLER GLC- f-cell der nach 25 Jahren Forschung und Entwicklung und > 30 Mio. öffentliche Fördergeld-Unterstützungen Anfang 2020, einfach eingestellt wurde. Das war das einzige, nicht Markt Verkaufsfähige Brennstoffzellen Fahrzeug in Europa.
    Wiederum hat man mit Steuergeldern hat man inzwischen in Deutschland nahezu 100 H2 Tankstellen aufgebaut. Die Asiaten werden sich dafür bedanken.
    Jetzt versuch man in die Nutzfahrzeug Brennstoffzellen- Herstellung ein zu steigen, da die herstellbaren Stückzahlen zu schaffen.
    Es wurden Mrd. Euro Beträge in nahezu 50 Institute und Universitäten investiert. Diese Forschungsgruppen haben es nicht geschafft das erforderliche Grundlagen- wissen in die verarbeitende Industrie zu transferieren.
    Aber auch das wird nicht gelingen, wenn es keine Zulieferindustrie gibt welche die Groß- Serien tauglichen Bauteile einfach zum montieren liefert.
    Einige dieser dringend erforderlichen KMU- Unternehmen werden jetzt gerade durch CORONA, irreversibel vom Markt verschwinden.
    Man setzt nach wie vor auf die politische Fehlentscheidungen, Elektromobilität.
    Eine Technik, die nur über Milliarden Steuergelder aufrecht erhalten werden kann, ist ein Irrweg.

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