Wichtiges Thema für nächste Legislaturperiode

Interview mit NOW-Geschäftsführer Kurt-Christoph von Knobelsdorff

Portrait

Seit dem 15. Mai 2020 hat die Nationale Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH einen neuen Geschäftsführer. Dr. Klaus Bonhoff wechselte damals zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Sein Nachfolger wurde Kurt-Christoph von Knobelsdorff. Jetzt ist es an der Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen und zu erfragen, was wir noch alles erwarten können.

HZwei: Sehr geehrter Herr von Knobelsdorff, Sie sind jetzt seit gut einem halben Jahr Geschäftsführer und Sprecher der NOW GmbH. Wie ist die Stimmung bei Ihnen?

Knobelsdorff: Meine Stimmung ist hervorragend! Das liegt zum einen daran, dass ich es hier mit einem hochmotivierten Team von Expertinnen und Experten zu tun habe, und zum anderen, dass das Thema alternative Antriebe und Kraftstoffe politisch viel Fahrt aufgenommen hat. Damit wächst auch das Aufgabenspektrum der NOW. Konkret ablesen lässt sich das an der in jüngster Zeit stark gewachsenen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser Prozess wird weitergehen und stellt uns auch vor einige interne, organisatorische Herausforderungen, die wir aber zuversichtlich und entschlossen anpacken.

HOC

Sie waren vorher im brandenburgischen Wirtschaftsministerium bei Prof. Jörg Steinbach tätig und hatten dadurch auch schon mit Wasserstoff zu tun. Was hat Sie besonders gereizt an diesem Thema?

Die Verknüpfung des Themas Wasserstoff mit der Generationenaufgabe des Strukturwandels in der Lausitz durch den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Daran kann ich jetzt bei der NOW durchaus anknüpfen – z. B. ist die Lausitz eine der Regionen, die als HyStarter ausgewählt wurden. HyStarter ist Teil unseres Förderansatzes HyLand, mit dem wir den Aufbau regionaler Wertschöpfung rund um das Thema Wasserstoff unterstützen – von der Erzeugung des Wasserstoffs bis hin zu seiner Verwendung im Verkehrssektor. Oder: die Erweckung der Heidekrautbahn unter klimafreundlichen Bedingungen – auch da sind wir als NOW involviert.

Schauen wir mal der Reihe nach, was im vergangenen Jahr alles passiert ist: Anfang 2020 war bereits absehbar, dass das Interesse an Wasserstoff dauerhaft zunehmen würde. War dies mit ein Grund für Sie, diesen Posten übernehmen zu wollen?

Mein Interesse an dem Thema ist schon älter. Schon in meiner Zeit im Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein habe ich mich intensiv damit beschäftigt und bin davon überzeugt, dass Wasserstoff der Schlüssel zur sektorübergreifenden Dekarbonisierung des Energiesystems ist. Insofern war es naheliegend, den Versuch zu unternehmen, diesen Wandel an einer zentralen Stelle mit begleiten zu dürfen.

Sie kamen zur NOW, als die H2-Branche ungeduldig auf die Nationale Wasserstoffstrategie wartete. Waren Sie in deren Ausgestaltung auch noch mit involviert, oder waren da bereits alle Messen gelesen? Die Verabschiedung der nationalen Wasserstoffstrategie war ein langer Prozess. Die NOW war bei den Vorbereitungen intensiv eingebunden, und auch bei der Ausgestaltung der Umsetzung spielen wir jetzt eine wichtige Rolle. Das ist folgerichtig, denn mit dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) haben wir im Grunde Teile der Wasserstoffstrategie vorweggenommen.

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