Das Observatorium für Wasserstoff und Brennstoffzellen

Die zentrale Wissensquelle für alle H2– und BZ-Themen

Screenshot FCHO

Was tun Sie, wenn Sie Informationen – im besten Fall vorkuratierte – zu allen Themen rund um Brennstoffzellen und Wasserstoff brauchen? Sie können stundenlang nach nützlichen Projektinformationen suchen oder auf Unternehmensseiten forschen, um etwas Brauchbares zu finden. Oder Sie wenden sich direkt an die Beobachtungsstelle für Brennstoffzellen und Wasserstoff (Fuel Cells and Hydrogen Observatory, FCHO), ein neues Internetportal, das im September 2020 als zentrale Ressource für alle eingerichtet wurde, die Statistiken, Daten und Fakten aus diesem Sektor suchen.

Das Fuel Cells & Hydrogen Joint Undertaking hatte E4Tech, eine britische Beratungsagentur für Energiewende und -strategie, mit der Entwicklung und dem Betrieb des Online-Portals beauftragt, und das in London ansässige Unternehmen war gemeinsam mit einem Team aus Marktakteuren an die Arbeit gegangen.

Das im Vorfeld für die Erstellung verantwortliche E4tech kümmert sich auch in Zukunft um den Betrieb des neuen Portals. In Kooperation mit sieben Expertenorganisationen beschafft und validiert das Unternehmen alle relevanten Datensätze, die eine Fülle von Informationen zu sämtlichen Aspekten des H2– und BZ-Sektors und der Marktentwicklung enthalten. Zusammen mit Incycom, einem Anbieter für IT-Lösungen, wurde eine innovative Benutzeroberfläche gestaltet, um die Informationen in einem übersichtlichen, objektiven und benutzerfreundlichen Format zu präsentieren.

HOC

Entscheidend ist die Aktualität der Daten, die Grundlage für wichtige Entscheidungen sein können – und damit Grundlage für den Erfolg der Beobachtungsstelle und ihrer Benutzer. Die Datensätze werden deshalb ständig von Experten untersucht, konsolidiert und validiert. Um Aktualität und Zuverlässigkeit sicherzustellen, werden nur eigene Daten oder Daten aus primären Quellen verwendet.

Der Hauptteil des FCHO-Portals ist in unterschiedliche Kapitel aufgeteilt. Das Kapitel „Technologie und Markt“ ermöglicht den Benutzern, die Zahlen der Brennstofflieferungen für jedes Jahr und für die verschiedenen Regionen und Anwendungsbereiche anzusehen und zu analysieren. Die Beobachtungsstelle stellt sowohl Links zum Wasserstofftankstellen-Verfügbarkeitssystem (HRS Availability Map) bereit, das die Verfügbarkeit und Anzahl der H2-Stationen in Europa anzeigt, als auch zur Europäischen Beobachtungsstelle für alternative Brennstoffe (European Alternative Fuels Observatory, EAFO), wo dem Nutzer Informationen zum Einsatz von Brennstoffzellen in Elektrofahrzeugen zur Verfügung gestellt werden. Es gibt außerdem einen Bereich zur Versorgung mit industriellem Wasserstoff und zur Nachfrage nach demselben, der den Ausgangspunkt für die Überwachung des Übergangs von fossilem zu grünem Wasserstoff bildet.

Beteiligte Organisationen: Hydrogen Europe, Inycom, NEN, Hydrogen Europe Research, Concepto, Innovation Loop, HGF

Kapitel zu Patenten und Publikationen erlauben es, im Rückblick bis 2014, Trends für die weitere Forschung und Entwicklung in dem Sektor zu identifizieren. Das Kapitel zu den Richtlinien bietet Benutzern aktuelle Informationen zu EU-Richtlinien und deren Anwendbarkeit auf Brennstoffzellen und Wasserstoff. Ein Einblick in Landesrichtlinien ist ebenfalls möglich, und zwar mithilfe einer Datenbank, die jene Richtlinien identifiziert, die die Entwicklung des Markts für Wasserstoff und Brennstoffzellen fördern oder behindern. Diese Datenbank wurde vom FCHO-Netzwerk nationaler Korrespondenten zusammengestellt, die dafür sorgen, dass die Daten innerhalb dieses dynamischen Sektors stets aktuell sind.

Eine umfangreiche Datenbank mit Regulierungen, Gesetzen und Standards wurde ebenfalls erstellt. Benutzer des FCHO-Portals können damit nach aktuellen oder geplanten Standards suchen, die für ihr jeweiliges Interessengebiet relevant sind.

Das Kapitel zur finanziellen Unterstützung ermöglicht die Suche nach aktuellen Finanzierungsmechanismen, die für eine bestimmte Projektidee oder ein bestimmtes Thema interessant sind. Die Ressource wird über einen Suchmechanismus, der auf künstlicher Intelligenz (KI) beruht, stets aktualisiert. Dieser überprüft in Echtzeit die Finanzierungsströme auf Kompatibilität mit Eingabekriterien.

… Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

Autorin: Diana Raine, E4tech, London


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