Campus für Salzgitter

Prof. Heinz Jörg Fuhrmann
Prof. Heinz Jörg Fuhrmann

Die Pläne, in Salzgitter einen Wasserstoff-Campus einzurichten, nehmen Gestalt an. Anfang September 2020 unterzeichneten verschiedene Unternehmensvertreter sowie Repräsentanten von Stadt und Land eine Kooperationsvereinbarung. Auf dem geplanten Campus auf dem dortigen Bosch-Gelände sollen unter anderem die industrielle Wasserstoffnutzung demonstriert und Wege zur Reduktion des CO2-Footprints von Fabriken erforscht werden. Eine Anschubfinanzierung dafür erfolgt durch die 7-Mio.-Euro-Strukturhilfe aus dem Strukturhilfeprogramm des Landes Niedersachsen.

Die Initiative für diesen Campus ging unter anderem von Prof. Heinz Jörg Fuhrmann, dem Vorstandsvorsitzenden der Salzgitter AG, sowie dem Oberbürgermeister von Salzgitter, Frank Klingebiel, aus. Fuhrmann hatte sich in den vergangenen Jahren deutlich für eine Umstellung der Stahlproduktion auf Wasserstoff ausgesprochen. Im Frühjahr 2021 wird Fuhrmann allerdings in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger wird Gunnar Groebler, bislang Leiter des Geschäftsbereichs Wind bei Vattenfall. Fuhrmanns Nachfolger im Nationalen Wasserstoffrat wird Dr. Arnd Köfler von der ThyssenKrupp AG (s. HZwei-Heft Okt. 2020).

Prof. Fuhrmann erklärte: „Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein unseres Dekarbonisierungsprojektes SALCOS – SAlzgitter Low CO2-Steelmaking. Der Wasserstoff-Campus bietet die Chance, Wissen zu bündeln, interdisziplinär zusammenzuarbeiten und so einen Mehrwert für alle Beteiligten und die hier lebenden Menschen zu generieren.“ (S. HZwei-Heft Jul. 2018) Klingebiel ergänzte: „Die Unterzeichnung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Wasserstoff-Campus und ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Salzgitter, an dem so auch zukünftig Arbeitsplätze mit Perspektiven geschaffen werden sollen. Der Transformationsprozess der Unternehmen ist in vollem Gange.“

Neben dem Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik engagieren sich in dieser Initiative auch Unternehmen wie Robert Bosch Elektronik, Alstom Transport Deutschland und MAN Energy Solutions.

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