Neue DLR-Institute im Norden

Die Familie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wächst weiter: Als zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik für Luft- und Raumfahrt weitet es seinen Aufgabenbereich aus und baut zwei neue Einrichtungen auf: Das Institut für Maritime Energiesysteme und das Institut für Systems Engineering für zukünftige Mobilität. Am 23. Juni 2020 gab der DLR-Senat dafür grünes Licht, nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bereits im November 2019 dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die erforderlichen Mittel (22 Mio. Euro jährlich) zur Gründung und zum Betrieb der zusätzlichen DLR-Institute bewilligt und freigegeben hatte. Zudem engagieren sich Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen mit rund 2 Mio. Euro jährlich.

Das DLR-Institut für Maritime Energiesysteme wird in Geesthacht angesiedelt. Kommissarischer Leiter ist Dr. Alexander Dyck, der seine bisherigen Tätigkeiten als Abteilungsleiter Stadt- und Gebäudetechnologien beim DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg aktuell ruhen lässt, wie er gegenüber HZwei mitteilte. Die Institutsleitung wird derzeit zusammen mit einer Professur ausgeschrieben. Tätigkeitsschwerpunkte werden unter anderem die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Schifffahrt sowie mehr Nachhaltigkeit im maritimen Bereich sein, aber auch die Zertifizierung neuer Schiffstechnologien. Außerdem geht es um die Nutzung alternativer Treibstoffe, die Integration neuer Technologien (z. B. Brennstoffzellen) sowie die Energieversorgungsinfrastruktur an Land. Insgesamt sollen hier dereinst 250 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Burckhardt

Das Institut für Systems Engineering für zukünftige Mobilität, das aus dem Forschungsbereich Verkehr des Informatikinstituts OFFIS, eines An-Instituts der Carl von Ossietzky Universität, ausgegliedert wurde, leitet zunächst kommissarisch Prof. Axel Hahn. Es handelt sich hierbei um das zweite DLR-Institut in Oldenburg. Im DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme betreut jetzt Prof. K. Andreas Friedrich, der auch Abteilungsleiter Elektrochemische Energietechnik in Stuttgart ist, die Brennstoffzellenaktivitäten.

„Wissenschaftliche Kompetenz und die Forschung an aktuellen, technologisch, gesellschaftlich und ökonomisch wichtigen Fragestellungen bilden die Basis zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Mit den neuen Instituten werden wir unsere Aktivitäten auf den hochrelevanten Gebieten maritime Energiesysteme und zukünftige Mobilität weiter verstärken.“

HOC2021

Autor: Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR

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