Nachhaltige Wünsche für das Jahr 2021

In welche Richtung geht es? Links oder rechts?

Das Jahr 2020 liefert denke ich ausreichend Gründe, jetzt zum Jahreswechsel mal innezuhalten und sich darauf zu besinnen, worum es eigentlich geht. Deswegen möchte ich Sie mit diesem Essay einladen – zunächst zum Nachdenken und später eventuell auch zum Handeln. Und zwar geht es um ganzheitliches Wirtschaften und nachhaltiges Leben, damit es uns und auch den nachfolgenden Generationen gut geht.

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Nikola Motors – Krise als produktiver Zustand

Für Nikola Motors war 2020 ein Jahr des Höhenfluges und der enttäuschten Erwartungen. Da setzte ein den Shortsellern nahestehender Informationsdienst das Unternehmen arg mit Betrugsvorwürfen unter Druck, wodurch der Wunschpartner für die Produktion des SUV Badger, General Motors, aussteigt und ein Großauftrag über 2.500 batteriegetriebene Müllwagen storniert wird. Der Gründer des Unternehmens verlässt das Unternehmen mit der Begründung, dass er dadurch Schaden vom Unternehmen abhalten wolle, aber letztendlich wirkt es so, als wenn den Shortsellern Recht gegeben wird. Last but not least senkt der strategische Partner Bosch dann auch noch seine Beteiligung auf unter 5 %, indem 4 Mio. Aktien an der Börse abgestoßen werden – just in dem Moment, als GM seine Absage bekannt gibt.

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FuelCell Energy – Kursexplosion wird für Kapitalerhöhung genutzt

FuelCell Energy nutzt die Gunst der Stunde und führt eine Kapitalmaßnahme durch: die Ausgabe von Aktien. 34,5 Mio. Aktien sollen an der Börse platziert werden. Ausgabekurs: 6,50 US-$. Es können auch 5,17 Mio. mehr werden, wenn die Zusatzoption von dem Underwriter, der Bank JP Morgan, gezogen wird. 19,8 Mio. Aktien (plus 5,17 Mio. in case als Zusatz) werden für FuelCell selbst an die Börse gebracht, wofür das Unternehmen auch das Kapital erhält. 14,7 Mio. Aktien werden indes – und das sehe ich negativ – von Altaktionären verkauft. Da wird also – in meinen Worten – „Kasse gemacht“.

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Richtungsentscheidung

Nicht nur auf deutscher Ebene, auch auf oberster europäischer Ebene wird jetzt über Wasserstoff debattiert. Das Thema ist damit endlich da angekommen, wo es hingehört. Hat etwas gedauert, aber nun ist es so weit. Man kann das erleichterte Durchatmen in der H2-Community regelrecht hören. Es hat zwar nicht den einen großen Knall gegeben, aber es ist absehbar, dass sich jetzt etwas tun wird – viel tun wird.

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Hyzon kooperiert mit Holthausen

BZ-Lkw-Massenmarkt bis 2025

2 HYZON Lkw´s
2 HYZON BZ-Lkw´s
© Hyzon

Großes mediales Aufsehen hat die Ankündigung von Hyzon Motors erregt, eine Revolution im Transportsektor starten und 1.000 Wasserstoffbusse bauen zu wollen (s. HZwei-Heft Juli 2020). Außerdem sollen sowohl Schwerlast-Lkw als auch Pick-ups zukünftig mit Wasserstoff betrieben werden. Werbewirksam präsentierte das Start-up dafür Abbildungen von futuristischen Trucks (s. Abb. 1).

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Nikola Motors – GM steigt nicht ein

Eigentlich sollte die Meldung ja um den 3. Dezember kommen, nun ging alles viel schneller. Bereits gestern wurde bekannt gegeben, dass entgegen mancher – auch meiner – Erwartung GM nicht bei Nikola Motors einsteigt. Auch den Badger (SUV) wird General Motors wohl vorerst nicht für Nikola bauen. Veröffentlicht wurde stattdessen eine Art Absichtserklärung als MoU (Memorandum of Understanding) für eine weitere Zusammenarbeit. Erhofft war eigentlich eine Beteiligung von GM im Wert von 2 Mrd. US-$ worden.

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Müllabfuhr auf sauberen Sohlen

Große Nachfrage nach elektrischen Müllfahrzeugen

Müllabfuhr betrieben mit erneuerbarer Energie "Bluepower"
BZ-Müllabfuhr von Faun
© FAUN

Unter den Spezialanwendungen im Nfz-Sektor nehmen die Abfallsammelfahrzeuge eine besondere Stellung ein, da sie neben dem Antrieb auch für die Müllsammlung eine Energieversorgung benötigen. Brennstoffzellenlösungen gelten bereits seit vielen Jahren als hierfür besonders gut geeignet, da sie neben dem effizienten Betrieb auch einen geräuscharmen Einsatz in Wohngebieten ermöglichen. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) erprobte bereits 2011 ein erstes Modell (s. HZwei-Heft Okt. 2011), dessen Ladeanlage über eine Brennstoffzelle mit Energie versorgt wurde. Inzwischen ist die zweite Generation im Test. Im August 2020 gab die Faun Umwelttechnik GmbH & Co. KG bekannt, jetzt die Serienproduktion starten zu wollen.

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Das Gefühl, ein Pionier zu sein

BZ-Auto fahren ist komfortabel – und immer noch aufregend

Laden eines BZ-Fahrzeuges
Laden eines Hyundai Nexo

Insgesamt 10.000 Exemplare seines Nexo hat Hyundai bislang auf die Straße gebracht. Seit dem Marktstart im März 2018 lieferten die Südkoreaner mehr Brennstoffzellenautos als jeder andere Anbieter aus – allein im Juli 2020 waren es im Heimatmarkt 700, weitere 89 in anderen Ländern. Eines dieser Fahrzeuge durfte die HZwei-Redaktion in diesem Sommer Probe fahren, und so viel kann vorab schon verraten werden: Wäre er nicht so teuer und wäre eine H2-Tankstelle in der Nähe, wäre dieses Auto erste Wahl.

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Große Chance für den Maschinenbau

VDMA-Studie analysiert Marktentwicklung von BZ-Fahrzeugen

Verkaufte Brennstoffzellenanwendungen in 2040
© FEV

Die Brennstoffzelle wird ab 2030 einen signifikanten Anteil bei Antrieben in Pkw, Nfz und mobilen Maschinen einnehmen. Der Marktanteil wird bis 2040 kontinuierlich auf zwölf Prozent steigen. Eine Schlüsselrolle, auch in Bezug auf die Infrastruktur, kommt dabei den schweren Nutzfahrzeugen zu. In der Folge werden in Europa rund 68.000 Arbeitsplätze entstehen. Dies sind Kernbotschaften der Studie „Antrieb im Wandel – Auswirkungen der Brennstoffzellentechnologie auf den Maschinen- und Anlagenbau und die Zulieferindustrie“, die FEV Consulting im Auftrag des VDMA erstellt hat. Die traditionelle Automobilindustrie sowie der Maschinenbau profitieren davon, dass die Herstellungsprozesse und die Aufteilung der Wertschöpfung der Brennstoffzelle denen des Verbrennungsmotors sehr viel ähnlicher sind als etwa denen der Antriebseinheit eines batterieelektrischen Fahrzeugs.

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Eine schnellere Energiewende ist möglich

Interview mit dem Energieexperten Dr. Peter Röttgen

Energieexperte Peter Röttgen
Energieexperte Peter Röttgen
© Fortum

Als promovierter Geologe leitete Dr. Peter Röttgen das E.ON-Innovationszentrum für Energiespeicherung in Düsseldorf. Zudem war er viele Jahre Präsident der European Association for Storage of Energy (EASE) mit Sitz in Brüssel. Im August 2017 wurde er Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), bevor er Anfang 2019 Leiter für öffentliche Angelegenheiten beim finnischen Energieversorger Fortum in Deutschland wurde. Die Finnen besitzen seit Anfang 2020 die Mehrheit am Uniper-Konzern.

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