Wasserstoff auf den Wattenmeerinseln

H2Watt
Übersicht Teilprojekte, © H2Watt

Der Einsatz von Wasserstoff gilt als maßgeblicher Baustein für die Gestaltung der Energiewende. Insbesondere im Norden der Niederlande und von Deutschland, wo zunehmend erneuerbare Energie erzeugt wird, gewinnt die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger eine wachsende Bedeutung.

GAT-WAT

Das geförderte INTERREG-Projekt H2Watt analysiert den Aufbau einer Wasserstoffversorgungsstruktur auf zwei Inseln und startet deren Umsetzung. Wo ist eine Umstellung auf Wasserstoff ökologisch sinnvoll? Wie lässt sich diese am besten bewerkstelligen? Die Inseln als Mikrokosmos bieten sich hier perfekt für eine umfassende Anwendungsstudie an. Ende April 2020 erfolgte die virtuelle Kick-off-Woche mit Videobeiträgen von allen Beteiligten.

Mitten im Wattenmeer der Nordsee befinden sich die ostfriesische Insel Borkum (D) und die westfriesische Insel Ameland (NL). Beide Inseln sehen sich in der Verantwortung, gegen den Klimawandel anzukämpfen. Mit dem Leitbild Borkum 2030 beschrieb die ostfriesische Insel vor fünf Jahren ihre Ziele und Ambitionen, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden müssen. Bei den klimaschädlichen Emissionen soll spätestens dann bilanziell die schwarze Null stehen. Auf niederländischer Seite, auf Ameland, hat man ebenfalls große Ambitionen. Man möchte hier in Sachen Nachhaltigkeit als Technologieführer an der Spitze stehen und verfolgt zum einen das Ziel, bis 2035 ebenfalls CO2-neutral, zum anderen energieunabhängig vom Festland zu werden. Beide Inseln sind Partner in dem zehnköpfigem Projektkonsortium von H2Watt.

Das H2Watt-Projekt

Mit einem Budget von 2,3 Mio. Euro und einer Laufzeit von 26 Monaten analysiert das Partnerkonsortium die Anforderungen und Potenziale, die sich durch die Einführung von Wasserstoff ergeben, und plant die technische Umsetzung einer Wasserstoffwirtschaft auf den Inseln. Dazu werden exemplarisch Anwendungsfälle untersucht und deren technische Umsetzung geplant und durchgeführt (s. Abb. 1). Die Anwendungsfälle sind von den Inseln abhängig. Im Fokus steht unter anderem der Verkehrssektor.

weiterlesen im HZwei Oktober-Heft

Autorin: Adenike Bettinger, Hochschule Emden/Leer, Emden

HOC

Kommentar verfassen