Innovationsbeauftragter Kaufmann: Deutschland liegt hinter Wettbewerbern

Stefan Kaufmann
Dr. Stefan Kaufmann, © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Bundesregierung hat in diesem Sommer die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) vorgelegt, zu der verschiedene Ministerien Input geliefert haben. Anja Karliczek, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, hatte die Idee eingebracht, einen Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ zu benennen, …

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… der dafür sorgen soll, dass aus ambitionierten Zielen zupackende Taten werden, so formulierte es das BMBF. HZwei fragte Dr. Stefan Kaufmann, der für diese Aufgabe benannt wurde, was genau er sich darunter vorstellt und welche konkreten Pläne er hat. Kaufmann ist Rechtsanwalt und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) für den Wahlkreis Stuttgart Süd.

HZwei: Sehr geehrter Dr. Kaufmann, Sie sind diesen Juni ganz frisch zum Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ benannt worden. Können Sie bitte kurz darlegen, wie es zu dieser Entscheidung kam?
Kaufmann: Die Bundesregierung hat sich mit der Nationalen Wasserstoffstrategie ehrgeizige Ziele für das Innovationsland Deutschland gesetzt. Wir wollen Leitanbieter und Leitmarkt für grüne Wasserstofftechnologien werden. Da ist die deutsche Forschungsstärke besonders gefragt – als Impulsgeber und Ermöglicher für zukunftsweisende Lösungen rund um den grünen Wasserstoff. Deshalb sieht die Strategie das Amt des Innovationsbeauftragten vor. Als erfahrener Forschungs- und Innovationspolitiker bringe ich Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. Aus wissenschaftlicher Erkenntnis soll rasch wirtschaftliche Stärke werden, das ist ein zentrales Ziel.

Aber wie kam es, dass die Entscheidung gerade auf Sie fiel? Aus Ihrem Lebenslauf geht nicht hervor, dass Sie sich schon viel mit Energie, geschweige denn Wasserstoff beschäftigt hätten.
Forschungs- und Innovationspolitik sind das Leitmotiv meiner politischen Arbeit. Zukunftsthemen begeistern mich. Seit meiner ersten Wahl in den Deutschen Bundestag im Jahr 2009 gehöre ich deshalb dem Forschungsausschuss an. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat mich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung und guten Vernetzung als Innovationspolitiker gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich habe ihr sehr gerne zugesagt, da die Wasserstofftechnologie enorme Chancen für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland birgt. Und für Europa, deshalb spielt das Thema Wasserstoff eine prominente Rolle in der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Sie haben dreimal in Folge ein Direktmandat in Ihrem Wahlkreis errungen. Stuttgart ist ja sehr stark geprägt von der Automobilindustrie. Wie haben Sie die Entwicklung in den vergangenen Jahren verfolgt? Welche Rolle hat dort bislang die Brennstoffzellentechnik in der aktuellen Verkehrswende gespielt?

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