Nationaler Wasserstoffrat nimmt Arbeit auf

Katherina Reiche
Katherina Reiche, © E.ON

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) ist ein elementarer Bestandteil der von der Bundesregierung im Juni 2020 vorgestellten Nationalen Wasserstoffstrategie. Insgesamt 26 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wurden berufen.

Seine Besetzung erfolgte durch das Bundeskabinett, wobei zuvor verschiedenste Institutionen mit eigenen Vorschlägen an die Bundesministerien herangetreten waren.

Eine Mehrheit von sechzehn NWR-Mitgliedern kommt aus der Wirtschaft (Energieversorger, Automobil, Industrie), vier Vertreter kommen aus der Forschung und drei von Umweltverbänden. Dabei entschieden sich siebzehn Unternehmen für hochrangige Vertreter aus der Führungsebene (Vorstandsmitglieder, Geschäftsleitung), die sicherlich über weitreichende Entscheidungsbefugnisse, aber nicht alle über viel Expertise verfügen.

Auf die Frage von HZwei, nach welchen Kriterien denn die Besetzung des NWR erfolgt sei, hieß es aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Bei der Auswahlentscheidung waren zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. So vor allem ausgewiesene Expertise im Bereich Wasserstoff. Daneben musste die Bundesregierung angesichts der Vielzahl von Bewerbungen auf eine arbeitsfähige Größe des Gremiums achten. Daneben spielten das Kriterium ‚branchenspezifische Ausgeglichenheit‘ entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette sowie auch der Gleichstellungsaspekt nach dem Bundesgremienbesetzungsgesetz eine wichtige Rolle.“

Unter anderen findet sich Dr. Silke Wagener im Kreis der Auserwählten. Die gelernte Chemikerin leitete vor über zwanzig Jahren bereits die Entwicklungsabteilung für Brennstoffzellen in der Freudenberg Gruppe und war jahrelang Geschäftsführerin von Freudenberg Fuel Cell Component Technologies (FFCCT). Das Weinheimer Unternehmen schickte bewusst eine erfahrene Wissenschaftlerin in den Rat, damit sie dort ihr umfangreiches Know-how mit einbringen kann, das sie auch durch ihre langjährige Tätigkeit im NOW-Beirat, dem sie bis Mitte 2013 angehörte, angesammelt hat.

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