BMWi will dena zur Leitstelle Wasserstoff machen

Ein wichtiges Element der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) soll die Leitstelle Wasserstoff werden, die auf logistischer Ebene die Umsetzung der Strategie organisieren soll. Das dort angesiedelte Sekretariat sowie das Projektmanagement sollen bei der Koordinierung und Formulierung von Handlungsempfehlungen behilflich sein und die Ressorts aktiv bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie unterstützen. Die interne Abstimmung zur Einrichtung von Vorschlägen war allerdings im August 2020 noch nicht abgeschlossen, hieß es aus den Bundesministerien. Scheinbar kommen mehrere Agenturen der an der NWS beteiligten Ministerien für diesen Job in Frage: die vom BMBF unterstützte acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die dem BMVI unterstellte NOW, die dem BMWi zugeordnete Deutsche Energie-Agentur (dena) sowie die dem BMU zugehörige Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Cummins

Da in dieser Angelegenheit das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) weisungsbefugt ist und das Bundesforschungsministerium bereits den Innovationsbeauftragten stellt, könnte die Entscheidung zu Gunsten der dena ausfallen, auch wenn die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie erwiesenermaßen über Jahre deutlich mehr Wissen in diesem Themenspektrum angesammelt hat.

Wie die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) Mitte Juli 2020 aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, möchte das BMWi tatsächlich ein Konsortium unter Leitung der dena auf den Weg bringen, wogegen sich aber bislang vor allem das BMBF sträubt. Auch einen Monat später war dieser Streit noch nicht beigelegt. Am 7. August hieß es vom BMBF gegenüber HZwei: „Die interne Abstimmung zur Einrichtung der ‚Leitstelle Wasserstoff‘ ist noch nicht abgeschlossen. Deswegen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich.“

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