Brennstoffzellen-Stacks aus Köpenick

Wasserstoff-BZ
Dezentrale Energieversorgungseinheit , © inhouse engineering

Abseits des großen Interesses und weitestgehend unauffällig arbeitet die inhouse engineering GmbH mittlerweile seit vielen Jahren an einem Brennstoffzellenheizgerät, das nicht so recht zu den anderen Anbietern passt. Mit 5 kW liegt es nicht nur leistungsmäßig deutlich höher, es ist auch vornehmlich für Gewerbekunden und Mehrfamilienhäuser konzipiert und nicht für Ein- oder Zweifamilienhäuser, wie die Geräte der IBZ-Partner (s. Übersicht S. 13). In der zweiten Jahreshälfte könnte es auf den Markt kommen.

Erste Feldtests mit der inhouse5000+ laufen bereits seit vielen Jahren – und zwar sowohl mit Erdgas als auch mit reinem Wasserstoff. Dies ist vielleicht der markanteste Unterschied zu den anderen, kleineren Geräten, da dieses Niedertemperatur-PEM-System als bislang einziges Modell bereits erfolgreich mit reinem H2-Gas im Betrieb ist, während sich die Mitbewerber bis dato auf fossile Energieträger (Erd- und Flüssiggas) konzentrieren.

Auf die Frage, warum das Gerät immer noch nicht auf dem Markt sei, antwortete Geschäftsführer Christoph Hildebrandt, die Entwicklung habe aus unterschiedlichen Gründen länger gedauert. Unter anderem seien Katalysatoren für den Reformer zeitweise nicht lieferbar gewesen. Außerdem sei das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zunächst nur auf Ein- und Zweifamilienhäuser ausgerichtet gewesen. Erst bei der Nachbesserung seien auch leistungsstärkere Geräte berücksichtigt worden. Darüber hinaus habe sich die Suche nach geeigneten Vertriebspartnern als schwierig erwiesen.

Inzwischen arbeitet das Berliner Unternehmen erfolgreich mit DiLiCo engineering GmbH zusammen. Der Lieferant von Mess- und Steuerungstechnik aus Magdeburg kümmert sich nicht nur um die Weiterentwicklung des Blockheizkraftwerks (BHKW), sondern auch um den Vertrieb in Sachsen-Anhalt.

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