Linde steigt bei ITM ein

Im Oktober 2019 ist der Gasehersteller Linde bei dem britischen Elektrolyseurhersteller ITM Power eingestiegen. Insgesamt erwarb die Linde AG 95 Mio. neue ITM-Aktien für 45 Mio. Euro. Damit hält der ehemals deutsche Industriekonzern, der seine Zentrale nach der Fusion mit Praxair ins britische Guildford verlagerte, 20 Prozent an dem Sheffielder Anlagenbauer. Neben dieser Beteiligung soll es auch bald ein 50-50-Joint-Venture geben, das grünen Wasserstoff für Industrieprojekte bereitstellen wird.

Graham Cooley, Geschäftsführer von ITM Power PLC, erklärte: „Die große strategische Investition von Linde zementiert eine fünfjährige Geschäftsbeziehung zwischen uns und bietet ITM Power einen weltweit führenden Partner mit umfassendem Know-how in den Bereichen Engineering, Beschaffung und Konstruktion sowie einem globalen Kundenstamm. Das Joint Venture wird es uns ermöglichen, uns auf unsere Kernkompetenz bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Elektrolyseuren zu konzentrieren und mit Linde als Partner umweltfreundlichen Wasserstoff in großem Maßstab zu liefern.“

3 Gedanken zu “Linde steigt bei ITM ein

  1. Es ist auch gar nicht intendiert, den EE-Strom zu 100% im Inland zu produzieren, dies wäre auch nicht möglich. Da der Handel in jeder funktionierenden Wirtschaft die entscheidende Rolle spielt, werden wir Wasserstoff in großen Mengen von außerhalb beziehen. Nur in dieser Form ist auch wirklich grüner Strom für den gesamten Automobilbedarf möglich. Das beinhaltet natürlich auch die Aussage, das reine Stromautos niemals wirklich zu 100% mit EE-Strom fahren können und somit dem BZ Auto in ökologischer Hinsicht komplett unterlegen sind.

  2. Ich denke dass der Ausbau der EE weiter voran geht und sofern zb. Die Windräder nicht abgeschaltet werden weil das Stromnetz „voll“ ist, stattdessen lieber weiterlaufen und die Energie für die Elektrolyseure genutzt wird, wären wir einen Schritt näher an dem vorantreiben des grünen Wasserstoffs.

  3. Um umweltfreundlichen „grünen Wasserstoff“ aus mit EE-Strom betriebenen Elektrolyseuren zu liefern, ist aber vor allem ausreichend EE-Strom Voraussetzung.
    Leider hört man nichts /sehr wenig, dass sich die Branche für den Ausbau der EE-Stromerzeugung engagiert.
    Nur Elektrolyseure zu entwickeln und zu vertreiben mit dem Hinweis, dass man damit (sofern vorhanden) auch „grünen Wasserstoff“ produzieren kann, wird langfristig wohl nicht reichen.
    Kein EE-Strom – kein „grüner Wasserstoff“. Sollte jedem einleuchten …

Schreibe einen Kommentar