H2ME – Europa zieht Zwischenbilanz

H2ME gilt als das größte Wasserstoffprojekt in Europa: Für über 1.400 H2-Fahrzeuge und fast 50 -Tankstellen werden europaweit seit 2015 rund 170 Mio. Euro investiert – 67 Mio. Euro davon in Form von Fördergeldern.

Mehr als 40 Institutionen arbeiten im Rahmen des Programms Hydrogen Mobility Europe zusammen, um ein länderübergreifendes Netzwerk aufzubauen. Das Ziel ist, eine Mindestzahl an H2-Tankstellen aufzubauen und eine ausreichend große Menge an Null-Emissions-Fahrzeugen in Europa auf die Straße zu bringen. Am 25. Oktober 2019 findet die Konferenz „Hydrogen for clean Transport“ in Hamburg statt, um den Halbzeitstand zu dokumentieren.

Hydrogenics

Hydrogen Mobility Europe ist unterteilt in zwei Projektphasen: H2ME1 begann im Juni 2015 und läuft noch bis Mitte 2020. Aufbauend auf den daraus resultierenden Erfahrungen wurde gleich im Mai 2016 H2ME2 gestartet, um die Fahrzeugflotte signifikant zu vergrößern und deren technischen Reifegrad zu verbessern. Außerdem sollen bei diesem auf sechs Jahre angelegten zweiten Programm Hemmnisse auf dem Weg zur Kommerzialisierung identifiziert und ein klares Bekenntnis für diese Technologie abgegeben werden. Die Förderung dafür kommt vom Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU).

H2ME 1

  • 29 Standorte
  • 300 Fahrzeuge
  • 70 Mio. € Investitionen
  • 32 Mio. € Förderung

H2ME 2

  • 20 Standorte
  • 1.100 Fahrzeuge
  • 100 Mio. € Investitionen
  • 35 Mio. € Förderung

Unter den ersten hundert H2-Fahrzeugen, die Anfang 2017 auf die Straßen gebracht wurden, waren 60 Renault Kangoo ZE-H2 in Frankreich und Großbritannien sowie 40 Mercedes B-Klasse F-Cell in Deutschland. Bis zum Herbst 2018 waren 110 Kangoo ZE-H2, 80 Toyota Mirai, 10 Honda Clarity und 60 weitere H2-Fahrzeuge dazugekommen. Allein in Deutschland werden 20 Tankstellen über H2ME gefördert.

H2ME ist vergleichbar mit H2 Mobility, die innerhalb Deutschlands daran arbeitet, 100 Wasserstofftankstellen bis Ende 2019 in Betrieb zu haben. Ähnlich ist es mit Mobilité Hydrogène in Frankreich, Scandinavian Hydrogen Highway Partnership in Skandinavien und UK H2 Mobility in Großbritannien. Diese vier Initiativen verfolgen angepasst an ihre jeweiligen Heimatländer zwar jeweils etwas unterschiedliche Strategien, ihre Ergebnisse werden aber alle bei H2ME zusammengefasst.

Schreibe einen Kommentar