Richtig messen zur Qualitätssteigerung

Die kontinuierliche Messung registriert alle Verunreinigungen. Durch die Stichprobenmessungen können Verunreinigungen erfasst (Substanz A), aber auch übersehen werden (Substanz B). Das ist insbesondere dann kritisch, wenn die Verunreinigungen die vorgeschriebenen Grenzwerte der Normen überschreiten.
Die kontinuierliche Messung registriert alle Verunreinigungen.

Qualitätsmessungen von Wasserstoff gelten zu Unrecht als aufwendig und kostenintensiv. Sie können vielmehr helfen, technische Prozesse besser zu verstehen und zu optimieren. Der Schritt hin zu einer regelmäßigen Qualitätsmessung von Wasserstoff wird in der Branche derzeit intensiv diskutiert.

Brennstoffzellenhersteller fordern sehr hohe Gasreinheiten von den Wasserstoffherstellern, damit die Brennstoffzellen keinen Schaden nehmen. Die Hersteller wiederum fordern robustere BZ-Systeme, damit die Reinheit des Wasserstoffs nicht so hoch sein muss und dessen Produktion entsprechend günstiger wird.

Hydrogenics

Im aktuellen Diskurs wird gerne außer Acht gelassen, warum Qualitätsnachweise für die gesamte Branche notwendig sind. Sie dienen dazu, das Vertrauen des Marktes zu gewinnen, denn es kommen immer mehr Wasserstoffanwendungen auf denselben Markt. Im Fokus muss daher der Nutzer stehen.

Warum sollte gemessen werden?

Nach und nach werden die ersten serienreifen Brennstoffzellenfahrzeuge angeboten. Ein Ausfall dieser ersten BZ-Fahrzeuge im Privatbesitz könnte einen hohen Imageschaden für die aufblühende Wasserstoffwirtschaft bedeuten. Schon aus diesem Grund sollten Maßnahmen ergriffen werden, um eine ausreichende Wasserstoffqualität zu garantieren.

Neben Brennstoffzellen können durch den verwendeten Wasserstoff auch andere Komponenten der Prozesskette geschädigt werden. So können gefrorene Störstoffe Dichtungen und Ventilsitze schädigen. Aber auch Speichersysteme wie Metallhydridspeicher können durch Verunreinigungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

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