Ein Fahrplan für die Energiebranche

Riesige Braunkohlebagger sollen mittelfristig ausrangiert werden. Kohlekommission setzt auch auf Wasserstoff und PtG
Riesige Braunkohlebagger sollen mittelfristig ausrangiert werden, © obs/Kabel 1

Die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung hat am 26. Januar 2019 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Das von der Bundesregierung eingesetzte Gremium schlägt darin vor, bis 2038 aus der Kohlenutzung auszusteigen. Die wegfallenden Kohlekapazitäten sollen überwiegend durch Gas ersetzt werden.

Außerdem soll den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in besonderer Weise geholfen werden.

Hydrogenics

Der Bau neuer Kohlekraftwerke soll nicht mehr genehmigt werden. Die sogenannte Kohlekommission empfiehlt vielmehr, den aktuellen Kraftwerksbestand (19 GW Braun- und 22 GW Steinkohle) im ersten Schritt bis zum Jahr 2030 auf 9 GW Braunkohle und 8 GW Steinkohle zu reduzieren – bis 2038 dann auf null.

„Deutschland braucht einen gesellschaftlich breit verankerten Konsens, der einen sozial ausgewogenen und gerecht gestalteten Übergang in ein neues Energiesystem ebnet und für die kommenden Dekaden sicherstellt. Nur ein solcher Konsens, der von allen Akteuren mitgetragen wird, kann die nötige Planungssicherheit und Verlässlichkeit schaffen und so zum Motor der langfristigen Umstellung des deutschen Energiesystems werden.“

Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung

Interessant für die H2– und BZ-Branche ist, dass Power-to-Gas-Anlagen und Wasserstoff als Energiespeicher durchaus als vielversprechende Lösungsansätze bewertet werden, die einen wichtigen Teil bei der zukünftigen Energieversorgung übernehmen können. Hinzu kommt, dass die damit verbundenen Technologien in den Kohleregionen in Ost und West bereits heute vorzufinden sind und ein großes Potential in sich tragen – sowohl hinsichtlich der Arbeitsmarkt- als auch der volkswirtschaftlichen Situation.

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Autor: Sven Geitmann

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