Nathalie fährt mit Serenergy-Stack

E-Sportwagen Nathalie Race.
Voraussichtlich werden nur einige hundert Exemplare dieses mehrere Hunderttausend Euro teuren E-Sportwagens gebaut © Gumpert-Aiways

Auf dem Genfer Automobilsalon am 5. März 2019 präsentierte Roland Gumpert den bereits im Frühjahr 2018 vorgestellten Elektro-Sportwagen Nathalie Race – benannt nach seiner Tochter. Das Besondere an diesem Coupé ist die Antriebseinheit. Roland Gumpert, der auch den Vierradantrieb des Audi Quattro erdachte, erklärte: „Mir war es wichtig, ein Elektroauto zu bauen, das nicht stehenbleibt, wenn die Batterie leer ist, sondern seine Elektrizität während der Fahrt selbst produziert.

Wir haben dafür eine Brennstoffzelle eingesetzt, die den Wasserstoff aus einem Methanol-Wasser-Gemisch gewinnt.“ Die Brennstoffzelle stammt von Serenergy aus Dänemark. Dank der Allradtechnik soll eine Beschleunigung von 0 auf 100 innerhalb von 2,5 Sekunden (Reichweite bei 80 km/h: 850 km, Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h) möglich sein – schneller als ein Tesla. Ende 2019 soll eine in Ingolstadt gebaute exklusive Kleinserie unter der Marke Gumpert Aiways erhältlich sein. Dieses Joint-Venture mit dem chinesischen Fahrzeugentwickler Aiways war entstanden, nachdem der Sportwagenhersteller Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH aus Altenburg im Jahr 2014 Insolvenz hatte anmelden müssen.

1 Gedanke zu “Nathalie fährt mit Serenergy-Stack

  1. Wow – die exklusiver Kleinserie des Elektro-Sportwagen Nathalie Race überbietet tatsächlich die Fahrleistungen eines Tesla-Serien-PKW!!!

    Dumm nur, dass dieses Fahrzeug von Gumpert erst Ende 2019 erhältlich sein soll – also derzeit vor allem heiße PR-Luft darstellt, während Tesla monatlich tausende verkaufte BEV nach Europa ausliefert.

    Dumm auch, dass man für den Gumpert-Wagen wohl fast 500.000€ hinblättern muss, während ein Tesla Model3 mit mehr als ausreichenden Fahrleistungen ab etwa 46.000€ in Europa erhältlich ist.

    Dumm auch, dass es sich beim Gumpert-Sportwagen eben nicht um ein H2-BSZ-Kfz handelt, sondern um eine Lösung mit Methanol-Brennstoffzelle von Serenergy. Man benötigt also wohl keine 700bar Tankstellen-Infrastruktur …

    Was schließe ich aus einer solchen Meldung?
    Die Ära der H2-BSZ-Kfz ist beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Denn für wenige Promille Fahrzeugbestand /Neuzulassungszahlen gibt es keine Rechtfertigung für die geforderten Investitionen in eine H2-Tankinfrastruktur mit 700bar-H2-Druckbetankung. Von den bisherigen H2-BSZ-PKW befinden sich kaum Fahrzeuge in privater Kundennutzung – während tausende Privatkunden bereit sind, teils >12Monate auf ein aktuelles BEV zu warten!

    Sicher gefallen diese Fakten einigen hier im Blog nicht. Aber in der Realität hat Wasserstoff mit seinem geringen Energiegehalt je Volumeneinheit eben nur eine Chance, wenn man auf die verlustbehaftete und aufwendige Höchstkompression (900bar Zwischenspeicher an den Tankstellen!) verzichten kann – also im stationären Bereich.

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