ETC setzt auf Wasserstoff

Die Enrichment Technology Company Limited (ETC) hat die E&MS GmbH in zwei Firmen aufgespalten: Wie das britische Unternehmen am 27. September 2018 mitteilte, gibt es fortan zwei getrennte Ansprechpartner an ihrem deutschen Standort in Jülich: die Nproxx Jülich GmbH für Wasserstoffbehälter sowie die Pronexos GmbH, die im Bereich Kohlefaserwerkstoffe unterwegs ist und unter anderem Walzen herstellt.

ETC, die auch über Standorte in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden sowie den USA verfügt, vereinte bislang verschiedene Fertigungsdienstleistungen unter der Marke EMS. Aufgrund des großen Interesses an der Wasserstofftechnik entschied sich die Firmenleitung jedoch, die Aufgabenbereiche fortan aufzuteilen, wobei Nproxx B.V. das Geschäft mit den H2-Speichern (Carbonfaser-Druckbehälter) weiterentwickeln wird, während Pronexos B.V. alle anderen Tätigkeiten fortführen soll.

ETC, ein Joint Venture von Urenco und Orano, beschäftigt sich eigentlich mit der Anreicherung von Uran, insbesondere mit der Zentrifugentechnologie. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in der britischen Urenco-Gruppe, die sich 2003 reorganisierte und 2006 mit der damaligen Areva (heute Orano) ein Joint Venture gründete. Im Behälterbau ist das Unternehmen seit vielen Jahren aktiv: 2001 entwickelten seine Ingenieure das erste zertifizierte 300-bar-Druckgefäß vom Typ 4. Heute liefert es stationäre Tanks inklusive Tankstellenspeichern sowie CFK-Druckbehälter (Typ 3 und Typ 4) für Busse, Lkw, Vans und Schienenfahrzeuge sowie Schiffe und maritime Anwendungen.

Reinhard Hinterreither und Olivier Marques-Borras, die Nproxx B.V. gemeinsam vom neuen Hauptsitz in Heerlen, Niederlande, aus leiten, erklärten: „Wir sind davon überzeugt, dass Wasserstoff eine wichtige Energiequelle der Zukunft sein wird.“ Die bisherigen Produktionskapazitäten in Jülich sollen dafür erweitert werden. Der Name EMS wird indes nicht beibehalten.

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