The Smarter E rückt Elektrifizierung in den Fokus

Stack
Stack von Proton Motors, ©: N. H. Petersen

Die erstmals organisierte Fachmesse The Smarter E mit mehreren Untermessen hat in München den Fokus bewusst auf Sektorenkopplung gelegt. Neben Solaranlagen (Intersolar) und Batteriespeichern (EES Europe) wurden Ladesysteme für Elektro- und Wasserstoffautos, Energiemanagementsysteme und Wärme- sowie auch chemische Speicher in acht Hallen ausgestellt. Der Anteil an Ausstellern mit Brennstoffzellen, Elektrolyseuren und PtG-Konzepten blieb indes überschaubar.

Erstmals präsentierten die Veranstalter Wasserstoff- und Brennstoffzellenthemen in Form einer kleinen Sonderschau zentral in Halle B1. Auf dem dortigen Gemeinschaftsstand war unter anderem das Unternehmen Wystrach mit seinen Druckbehältern vertreten. Wasserstoff sei eine sinnvolle Ergänzung zu Akkuspeichern, meinte Geschäftsführer Wolfgang Wolter, denn ein Kilogramm Wasserstoff habe den Energiegehalt von 33,3 kWh. Besonders mit dem ersten Messetag zeigte sich Wolter zufrieden. An den anderen beiden Tagen habe er vielen Standbesuchern die Technologie erklärt, aber auch das gehöre dazu, sagte er.
Im nächsten Jahr will Wystrach wieder nach München kommen, das weiß Wolter bereits – auch wenn die Hannover Messe für seine Firma wichtiger sei. Es gehe auch darum, immer wieder Präsenz zu zeigen. Besonders bei Systemen im Bereich Heavy Duty für Busse, Lkw und Züge sehe er künftig Potenzial, man verzeichne eine steigende Nachfrage. Die Firma arbeite auch deshalb bei dem Projekt H2-Share mit, bei dem es genau darum gehe, H2-Lösungen für den Schwerkrafttransport zu entwickeln. Wystrach entwickelt dafür unter anderem eine mobile Betankungsanlage. Das Projektbudget liegt bei rund 3,5 Mio. Euro, knapp die Hälfte steuert eine EU-Förderung bei.
Mobilität als interessanter Markt
Auf der Messe betonte Wolter besonders den befruchtenden Austausch und die Vernetzung mit den Standnachbarn wie beispielsweise Home Power Solutions (HPS), die ihr Energiespeichersystem Picea am Markt anbieten, und GP Joule. Letztere belegten zusammen mit dem Tochterunternehmen H-Tec Systems einen eigenen Stand, an dem der PEM-Elektrolyseur ME 100/350 zu sehen war, der 100 Kilogramm Wasserstoff am Tag liefert und über eine Leistung von bis zu 350 Kilowatt verfügt. Die Komplettanlage fand bereits bei der Energy Storage in Düsseldorf und der Hannover Messe regen Anklang unter den Besuchern. So ließ sich auch der ehemalige Verbraucherschützer Holger Krawinkel vom Versorger MVV Energie aus Mannheim die PtG-Anlage genau erklären. Sie eigne sich sowohl für die Umwandlung von Ökostrom als auch für die Industrie. Laut GP Joule erreicht der Elektrolyseur einen Wirkungsgrad von 95 Prozent, wenn die Abwärme genutzt wird.
Für eine dringend benötigte Verkehrswende sieht Ove Petersen, Geschäftsführer von GP Joule, eine lohnende Anwendung: …
 
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Autor: Niels Hendrik Petersen

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