FuelCell Energy – Aktie immer noch im „Tal der Tränen“

Margalef
Pere Margalef, © FuelCell Energy

Der südkoreanische Energiekonzern Posco hat sein Engagement in FuelCell Energy beendet und seine Beteiligung verkauft, während andere Energieversorger des asiatischen Landes hier ihr Investment derzeit massiv erhöhen. Zusammen haben beide Unternehmen recht große BZ-Energieparks installiert. Diese Maßnahme mag ein strategischer Schritt gewesen sein. Vielleicht war die Beendigung eine konzerninterne Bereinigung aufgrund des überschaubaren Einsatzes. Die Frage ist indessen, wer die über 15 Millionen Aktien übernommen hat. Und hat Posco eventuell einen Paketabschlag (Discount auf den Börsenkurs) akzeptiert, der den danach erfolgten scharfen Kursrückrückgang begründen könnte? Handelt es sich bei dem neuen Anteilseigner um einen strategischen Investor (Unternehmen aus dem Bereich Engineering, Anlagebau), dann müsste die Kursschwäche ebenso schnell beendet sein, wie sie eingetreten ist.

Der Name dieser neuen Institution wird irgendwann öffentlich – oder aber mehrere Investoren haben sich als Gruppe das Posco-Paket so geschickt aufgeteilt, dass die jeweiligen Meldepflichten umgangen werden. Wäre möglich. Es gibt indes meines Erachtens nur eine positive Interpretation – trotz Kurseinbruches –, denn der Posco-Anteil wurde wieder platziert. Ein Vorstand hat den Kursrückgang als Insider selbst genutzt und an der Börse für 200.000 US-$ Aktien von FuelCell Energy erworben.

Die Zuständigkeiten für den europäischen, insbesondere den deutschen Markt, haben sich bei der FuelCell Energy Solutions GmbH mal wieder geändert: Klaus Ullrich hat das Unternehmen verlassen. Seine Funktion übernimmt fortan Pere Margalef (s. Foto) mit, der „jetzt für uns zuständig für alle kommerziellen Aktivitäten in Europa ist“, wie Chip Bottone, CEO von FuelCell Energy, gegenüber HZwei mitteilte. Ullrich hatte im Mai 2017 Andreas Frömmel als Vice-President Business Development bei FCES beerbt (s. HZwei-Heft Juli 2017), als dieser zur sunfire GmbH wechselte. Ullrich arbeitet jetzt ebenfalls für sunfire. (sg)

Parallel konnte das Unternehmen einige Aufträge verbuchen (u. a. von der US Navy) und gute technologische Weiterentwicklungen melden. Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass man hier an einer guten Positionierung arbeitet, da diverse Großaufträge erwartet werden. Das Unternehmen habe sich für Projekte mit einem Wert von über 1,6 Mrd. US-$ beworben, hieß es. Dazu passt die Meldung, nach der das Unternehmen seine jährliche Leistung von 25 auf über 55 MW zu steigern plant und 100 neue Jobs schafft.

Erst kürzlich wurden zwei Aufträge in Connecticut (22,2 MW) gewonnen. Zudem vergab das Department of Energy (DOE) einen Forschungsauftrag in Höhe von 10 Mio. US-$ an das Unternehmen.

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Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, August 2018

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