Wasserstoff statt Methan im Kraftwerk

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Magnum-Kraftwerk in Eemshaven, © Vattenfall

In den Niederlanden soll ein Erdgaskraftwerk auf Wasserstoffbetrieb umgerüstet werden. Wie Mitsubishi Hitachi Power Systems, Ltd. (MHPS) Mitte März 2018 bekanntgab, soll eines der drei 440-MW-GuD-Kraftwerke in Eemshaven in der Region Groningen bis 2023 für den Einsatz von H2-Gas umgestellt werden. Dieser Brennstoffwechsel ist Teil des Carbon-Free-Gas-Power-Projekts, das an der Nuon Magnum Plant durchgeführt wird. Die Betreiber dieser Anlage, Nuon/Vattenfall, Statoil und Gasunie, beauftragten MHPS damit, die Möglichkeit der H2-Nutzung zur Stromerzeugung in diesem Kraftwerk im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu untersuchen. MHPS ist ein seit 2014 in Yokohama ansässiges Joint Venture von Mitsubishi Heavy Industries Ltd. und Hitachi Ltd. Alexander van Ofwegen von Vattenfall Netherlands sagte: „Um die in der Pariser Vereinbarung festgelegten Ziele zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen der Strombranche in den Niederlanden im Jahr 2030 um 55 % bis 75 % geringer sein als im Jahr 1990. Die Verwendung von Wasserstoff anstelle von Erdgas könnte einen wichtigen Beitrag leisten, um dieses Ziel zu erreichen.“

Demgegenüber wird das Steinkohlekraftwerk in Lünen, bei dem MHPS 2015 eine Anlage installiert hatte, nach und nach heruntergefahren. Im März 2019 soll bei der Steag GmbH Schluss sein. MHPS hatte hier im Rahmen eines zu 80 Prozent geförderten EU-Forschungsvorhabens (Fördersumme: 11 Mio. Euro) eine Power-to-Gas-Anlage installiert, in der Kohlendioxid aus der Rauchgaswäsche des Kohlekraftwerks und elektrolytisch erzeugter Wasserstoff in Methanol umgewandelt wurden.

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