BIG HIT auf den Orkney-Inseln eröffnet

BIG-HIT
© BIG HIT

Auf den schottischen Orkney-Inseln wird derzeit eine integrierte Modellanlage zur Erprobung einer Wasserstoffwirtschaft aufgebaut. Die Palette reicht von der H2-Produktion über die -Speicherung sowie den Transport bis hin zur Nutzung von Wärme, Strom und Mobilität in verschiedenen Anwendungen. Die offizielle Eröffnung dieses von der FCH-JU geförderten Projekts hat am 15. und 16. Mai 2018 in Kirkwall stattgefunden.

Genau genommen handelt es sich um zwei Projekte, die auf dem spärlich besiedelten Archipel ganz im Norden Schottlands durchgeführt werden: Die zuerst gestartete Surf ’n‘ Turf-Initiative, die mit 1,5 Mio. Pfund über den schottischen Local Energy Challenge Fund für Wärme und Transport gefördert wurde, leistete die Pionierarbeit für das anschließende BIG-HIT-Projekt. Surf ’n‘ Turf (s. Ökostrom für Orkney-Inseln) begann seine Aktivitäten bereits 2012/2013 mit der Stromgewinnung in Wind- und Gezeitenkraftwerken auf der nördlicheren Insel Eday. Offizieller Start war im September 2017. Im Rahmen von BIG HIT (Building Innovative Green Hydrogen systems in an Isolated Territory) wurde mittlerweile zusätzlich ein 0,5-MW-PEM-Elektrolyseur von ITM Power installiert. Außerdem war bereits 2011 eine Windkraftanlage auf Shapinsay aufgebaut worden, die mittlerweile um einen 1-MW-PEM-Elektrolyseur erweitert wurde. Das dort sowie auf Eday erzeugte H2-Gas (jährlich etwa 50 Tonnen) wird stationär zwischengespeichert und mithilfe von insgesamt fünf Trailern der Firma Calvera beziehungsweise anschließend per Schiff nach Kirkwall befördert.

Kirkwall liegt 6 km südlich von Shapinsay auf der Hauptinsel der Orkneys, Mainland, und verfügt über einen Hafen, dessen Gebäude mit Wärme und Strom versorgt werden, die aus dem 75-kW-Brennstoffzellensystem von Proton Motor (drei Module vom Typ PM 400) stammen, das 2017 von Arcola Energy vor Ort installiert wurde. Darüber hinaus soll auf diesem Weg auch die Bordenergie für drei Fähren geliefert werden, wenn diese angedockt sind, um so die lokalen Emissionen zu reduzieren.

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