Ballard – Nur das Gesamtjahr zählt

Ballard
R. MacEwen mit H. Chunhua, Parteisekretär Guangdong, © Ballard

Ballard konnte das erste Quartal mit einem Umsatz in Höhe von etwa US-$ 20 Mio. abschließen. Im Vorjahresquartal waren mehr als US-$ 6 Mio. an außerordentlichen Lizenzerlösen eingenommen worden. Immerhin lag die Bruttogewinnmarge bei 33 Prozent. Die beiden ersten Quartale im Jahr seien immer die schwächeren, erklärte der CEO Randall MacEwen, weshalb er weiterhin an seinem Ziel von US-$ 120 Mio. für 2018 festhalte. US-$ 220 Mio. seien zudem bereits als Auftragsbestand in den Büchern. Mit einer erheblichen Zunahme ist zu rechnen. Der Verlust von über US-$ 5 Mio. (minus US-$ 0,03 pro Aktie) erklärt sich mir aus den vielen verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Mit über US-$ 52 Mio. an Barmitteln ist der Konzern aber weiterhin gut aufgestellt.

Der BZ-Hersteller ist derzeit dabei, in vielen Bereichen mit namhaften Unternehmenspartnern Systeme zu entwickeln, zu integrieren und Prototypen aufzubauen. Dies kostet erst einmal Kapital, bevor Großaufträge und Serienfertigung folgen. So wird beispielsweise derzeit eine neue luftgekühlte Brennstoffzelle für Gabelstapler konzipiert, wofür Ballard mehr als US-$ 4 Mio. an Entwicklungszuschuss von einem unbenannten Kunden (Toyota Tsusho?) erhält. Parallel wurde ein Rahmenabkommen mit Hyster-Yale abgeschlossen, einem der größten Gabelstaplerhersteller der Welt. Dieser Deal könnte eine Größenordnung annehmen, die dem Mehrfachen dessen entspricht, was Plug Power in besten Zeiten an Stacks von Ballard erworben hat. Hyster-Yale hatte vor ein paar Jahren den BZ-Spezialisten Nuvera übernommen und hier bereits rund US-$ 100 Mio. in FuE investiert. Dass jetzt doch mit Ballard kooperiert wird, dürfte nichts anderes bedeuten, als dass die Kanadier technologisch einfach besser sind als die Italiener.

In diversen BZ-Märkten weltweit aktiv

Große Kurierkonzerne wie UPS und FedEx wollen in der E-Mobilität aktiver werden und ihre Fahrzeuge neben reinen Batterielösungen auch mit Brennstoffzellen als Range Extender ausrüsten. ….

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting

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