Kühn steht vor Gericht

Die eZelleron GmbH hat bereits im April 2016 Insolvenz angemeldet (s. HZwei-Heft Juli 2016), aber jetzt wurde ihr Geschäftsführer Sascha Kühn im Februar 2018 in Dresden wegen Insolvenzverschleppung angeklagt. Wie die Dresdner Neuste Nachrichten meldeten, wirft ihm die Staatsanwaltschaft Verletzung der Buchhaltungspflichten, Untreue und Insolvenzverschleppung vor. Kühn, der mittlerweile im Silicon Valley in den USA kraftwerk Inc. und eZelleron Inc. leitet, soll Bilanzen zu spät erstellt und zudem die Pleite seiner Firma nicht fristgerecht angezeigt haben, obwohl er als Geschäftsführer von der drohenden Zahlungsunfähigkeit wusste. Außerdem sollen Patente an seine Eltern übergeben worden sein, so die Staatsanwaltschaft. Der Ex-Firmenchef bestreitet dies, da die Patente nur als Sicherung gedient hätten, aber nach wie vor der GmbH gehörten.
Weiter hieß es, dass inzwischen eine Einigung mit dem Insolvenzverwalter vorliege. Was jedoch aus den vielen Crowdfunding-Kunden wird, ist weiterhin offen. Gegenüber der BILD-Zeitung erklärte Kühn: „Das Produkt kommt, aber wann ist nicht fixierbar. Wir müssen frische Geldgeber finden.“

11 Gedanken zu „Kühn steht vor Gericht“

  1. ….gibt’s hier eigentlich immer noch kein Urteil..? – Pikant an der Sache ist doch vor allem, dass der Kühn mit Millionen vom Freistaat Sachsen gefördert wurde und der dann einfach eine Firma in den USA gründet (wobei die neue Firma ja wiederum in D sitzt – aber was wird dann aus der in den USA?)…. Sehr dubios die ganze Sache!! Und von kickstarter immer noch kein Wort.

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    • Schuld haben Alle,
      die damals „mit wehenden Fahnen…“
      auf diesen Schmarrn hereingefallen sind.
      Heutzutage heisst das: Wasserstoff-Strategie.
      Dort sind auch einige Verhaftungen überfällig.

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  2. Würde mich auch mal interessieren, ob es in der Sache schon etwas neues gibt. Von sich aus melden sich Kühn und Co schon lange nicht mehr.

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  3. Leider hat Kickstarter seiner Pflichten verletzt. Trotz mehrfacher Hinweise auf Betrug und Verschleppung wurde nichts unternommen, um Gläubiger zu schützen. Kein EInzelfall. Man wundert sicht, dass die Platform nicht schon am Ende ist und wie es sein kann, dass zwar Freihandelsabkommen zw. EU und NA gibt, aber ein Betrüger und Involvenzverschlepper sich mit frischem Geld in die USA absetzen kann.

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