Hedgefonds nimmt sich Ballards an – ein Krimi?

Stacks
Ballard-Stacks für Nutzfahrzeuge, © Ballard

Die Aktie von Ballard Power kam jüngst unter Druck, da die Börse etwas bessere Zahlen erwartet hatte: So war im vierten Quartal 2017 mit einem Minus von 0,01 US-$ pro Aktie gerechnet worden, es waren dann aber minus 0,02 US-$ und gar minus 0,05 US-$ pro Aktie im Gesamtjahr 2017, wenn auch unter Einbeziehung außerordentlicher Faktoren bzw. Kosten. Somit hat Ballard zwar die Verluste weiter stark reduziert, aber 2017 noch circa 8 Mio. US-$ Verlust geschrieben. Die Zukunft sieht hingegen sehr gut aus – für die Brennstoffzelle im Allgemeinen und Ballard Power im Besonderen.

Der Umsatz im Jahr 2017 stieg um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 121,3 Mio. US-$. Die Bruttogewinnmarge konnte um weitere sechs Prozent auf 34 % gesteigert werden. Das Gesamtjahr schloss mit einem positiven EBITDA von 3,3 Mio. US-$. Damit ist Ballard das einzige Unternehmen der Branche, das hier bereits für ein ganzes Jahr im Plus steht. Der Bargeldbestand liegt bei gesunden 60,3 Mio. US-$ am Jahresende 2017. Der Auftragsbestand (Backlog) erreicht 221 Mio. US-$. 91,4 Mio. US-$ gelten bereits als feste Aufträge allein für 2018.

Viele positive Entwicklungen bereits 2018

Eine Reihe von Kooperationsabkommen und Aufträgen konnten schon im Jahr 2018 bekanntgegeben werden. Viele weitere sollen im Jahresverlauf folgen, so der Tenor während der Telefonkonferenz anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen:

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Hedgefonds bringt Aktie unter Druck

Bei Ballard Power hat sich ein Hedgefonds eingeklinkt, der selber einen sehr negativen Bericht verfasst hat, wonach Ballard falsche oder irreführende Angaben bei der China-Strategie gemacht habe. Es wird behauptet, dass die chinesischen Partner nicht seriös seien und manche BZ-Busse gar nicht fahren würden. Man hängt sich an der noch geringen Zahl von H2-Tankstellen in China auf. (Bislang sind 4,2 Mio. Ladestationen und 3.000 H2-Tankstellen bis 2030 geplant.). Ballard hat umgehend reagiert und klargestellt, dass dieser Report an den Tatsachen vorbeigehe und im Detail falsche Angaben mache.

Bei diesem Hedgefonds handelt es sich meines Erachtens um einen Shortseller, der mittels …

 

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und MidCaps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting

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