H2-Erzeugung vor Ort förderfähig

ITM-Power
Elektrolyseur von ITM Power

Seit dem 14. November 2017 können auch Elektrolyseure, die Wasserstoff direkt an der Tankstelle erzeugen, gefördert werden. Dies könnte ein wichtiger Impuls für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sein. Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) reagiert damit auf anhaltende Kritik, dass diese Art der H2-Versorgung bislang unberücksichtigt geblieben war. Ab sofort können im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2) öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen im Straßenverkehr mit bis zu 60 Prozent der Investitionskosten gefördert werden. Zu berücksichtigende Baumaßnahmen können ausdrücklich auch die Errichtung eines Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff umfassen. Allerdings werden entsprechende Förderanträge nur berücksichtigt, wenn sie vor dem 31. März 2018 beim Bundesministerium für Verkehr und digitaler Infrastruktur (BMVI) eingereicht werden. Der neue Förderaufruf erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie Marktaktivierung, für die das BMVI bis 2019 insgesamt 250 Mio. Euro zur Verfügung stellt.

Anträge können über das easyonline Portal (www.foerderportal.bund.de/easyonline) eingereicht werden.

6 Gedanken zu “H2-Erzeugung vor Ort förderfähig

  1. Wasserstoff und Brennstoffzellen laufen auf eine starke Dezentralisierung der Energieerzeugung hinaus. Zumindest grundsätzlich kann jeder den Treibstoff für sein Auto selber machen und zwar aus seinem Wasserhahn. Klar, dass die Profiteure fossiler Energien bremsen, dass es kracht. Aber sie werden das endgültig nicht verhindern können.

          • Das sollten wir wirklich tun, aber ohne neue Entwicklungen vorn vornherein schlecht zu reden. Im übrigen ist der Weg immer das Ziel. Nur im Wandel entwickelt sich etwas. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Altes muss man hinter sich lassen und neues akzeptieren. Wäre das nicht so gewesen, säßen wir heute noch am Lagerfeuer in der Höhle (möglicherweise sogar ohne diesen neumodischen Kram, der sich da Faustkeil nennt).

  2. Wenn man sich mal in Ruhe die Zeit und das öffentliche Geld ansieht,
    das bisher in H2/FC Forschung und Entwicklung rein-ging,
    sind die nicht wirklich vorhandenen Ergebnisse eigentlich mehr als peinlich.
    Und das meine ich ernst und weltweit.
    Incl. Steuer-Geld aus Deutschland, die EU, einigen (noc) EU-Ländern, Norwegen, der Schweiz, Japan, Korea, den USA und California. Von Argentinien und anderen Ländern wollen wir lieber gar nicht erst anfangen.

    Guckt Euch bitte mal (in Ruhe…) an, was in kürzeren Zeiträumen in der Luftfahrt- Industrie, einschl. Tourismus
    (mit vergleichsweise wenig Subventionen…):
    http://www.hydrogenambassadors.com/background/35-locomotives-could-not-fly-or-evolution-in-the-aircraft-industry-1903-2007.php

    Und in der I+K – Industrie (ohne Subventionen…) passiert ist:
    http://www.hydrogenambassadors.com/background/nokia-mobile-phone-sales.php

    Danke.

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