Große Nachfrage nach Brennstoffzellen-Bussen

HyCologne
Kick-off in Köln, © HyCologne

Im Bussektor ist der Startschuss für die Vermarktung von Brennstoffzellenfahrzeugen gefallen. Nachdem bereits zahlreiche Demonstrationsprojekte e

rfolgreich absolviert wurden (s. HZwei-Hefte Jan. 2011, 2014, 2017) und Ende 2016 die CHIC-Konferenz in London stattgefunden hat, folgte im Januar 2017 der Start der europäischen Verbundprojekte JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) und MEHRLIN (Models for Economic Hydrogen Refu
elling Infrastructure
).

Konkret sollen bei JIVE 144 BZ-Busse in fünf Mitgliedsstaaten im öffentlichen Nahverkehr mit 32 Mio. Euro über das EU-Programm Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) unterstützt werden: Region Köln, Wuppertal und Rhein-Main-Region – London, Birmingham, Dundee und Aberdeen, Großbritannien – Südtirol, Italien – Slagelse, Dänemark – Riga, Lettland.

Im Rahmen von MEHRLIN soll der Aufbau von sieben H2-Stationen (Region Köln/Hürth/Wermelskirchen und Wuppertal – Bruneck, Italien – Oude Tongue und Süd Rotterdam, Niederlande – London und Birmingham, Großbritannien) mit über 90 Mio. Euro unterstützt werden.

Boris Jermer, Projektleiter bei HyCologne: „Wir freuen uns, dass wir mit JIVE und MEHRLIN in der Region Köln konsequent weiterführen können, was wir bereits in 2009 begonnen haben. Jetzt können größere Flotten im öffentlichen Verkehr aufgebaut werden. In der ländlichen Region außerhalb von den Innenstadtbereichen gibt es derzeit keine alternative Technologie, die identische Reichweiten bei gleicher Fahrgastkapazität darstellen kann.“

Passend dazu hat die WSW mobil GmbH am 31. Mai 2017 eine Ausschreibung gestartet, bei der es um die Beschaffung von über 63 Brennstoffzellenbussen für den öffentlichen Nahverkehr für die Partner Verkehrs‐Verbund Mainz‐Wiesbaden GmbH, traffiQ Frankfurt, Regionalverkehr Köln GmbH und SASA SpA‐AG in Bozen geht, die diese Busse in den nächsten Jahren einsetzen möchten.

7 Gedanken zu “Große Nachfrage nach Brennstoffzellen-Bussen

  1. Es hat in der Menscheitsgeschichte schon viele Energiewenden gegeben. Die sich jetzt zum Wasserstoff hin vollziehende ist also grundsätzlich nichts Neues. So wird es aber immer dargestellt. Jede Wende hatte und hat auch ihre Probleme und wird durch die Profiteure des alten Energiesystems verteufelt und gebremst. Wer aber immer schön beim alten bleiben will, erzeugt Stillstand und letztlich Armut und Bedeutungslosigkeit.
    Also: trotz aller Probleme klar zur Wende.

  2. Es ist kaum auszuhalten, wie viele Versuche es braucht,
    um endlich zu merken,
    das “man…” mit dieser Vorgehensweise auf dem Holzweg ist.
    Schade um die vertane Zeit,
    schade um das vertane Geld,
    schade um den vertane Good-Will.
    Mehr zu abgebrochenen Versuchen mit Brennstoffzellen Bussen hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Fuel_cell_bus
    Hier meine Erlebnisse in Perth, Australien:
    http://www.hydrogenambassadors.com/meet-aae/wren2007/fuel-cell-bus-trial.php

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