Fraunhofer ISE verabschiedet Weber

Eicke-Weber-ISE
Prof. Eicke Weber, © Fraunhofer ISE

Prof. Eicke R. Weber hat Ende 2016 die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) abgegeben. Wie es hieß, trat er aus Altersgründen ab, ohne dass bislang ein Nachfolger benannt worden ist. Prof. Weber war seit 2006 in Freiburg Institutsleiter und Inhaber des Lehrstuhls für Physik / Solarenergie der Albert-Ludwigs-Universität.

Am 11. November 2016 veranstaltete das ISE zu seinen Ehren ein Abschiedssymposium zum Thema „Globale Energiewende“ im Konzerthaus Freiburg. Neben etlichen prominenten Rednern würdigte dort auch der US-amerikanische Zukunftsforscher Jeremy Rifkin per Videobotschaft Webers Verdienste für die gesamte Energiebranche. Besonders hervorgehoben wurden sein engagiertes Auftreten – wissenschaftlich wie politisch – für die Energiewende sowie seine klare Positionierung für eine deutsche Solarforschung. Während seiner Wirkungszeit am Fraunhofer ISE hatte sich die Institutsbelegschaft auf heute 1.100 Mitarbeitende verdoppelt.

Weber, der 1976 in Köln promovierte, war vornehmlich in der Solar- und Halbleiterbranche aktiv. Er forschte unter anderem in Kalifornien, Schweden sowie Japan und erhielt – neben zahlreichen anderen Auszeichnungen – 1994 den Alexander-von-Humboldt-Preis sowie 2006 das Bundesverdienstkreuz. Zudem war der studierte Physiker maßgeblich an der Gründung des Bundesverbands Energiespeicher (BVES, s. auch Energy Storage erwartet volle Messehalle) beteiligt und wurde 2015 zum Präsidenten der Association of European Renewable Energy Research Centers (EUREC) in Brüssel gewählt.

Seinen Posten als BVES-Präsident gab der Unterfranke im März 2016 ab, als er nicht wieder kandidierte. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Thomas Speidel, Geschäftsführer der ads-tec GmbH, gewählt. Weber, der den BVES weiter als Ehrenpräsident unterstützen wird, erklärte: „Ich freue mich sehr, dass ich dazu beitragen konnte, die Speicherbranche mit der Gründung des BVES einen großen Schritt voranzubringen. Das Wachstum des Verbandes in den letzten Jahren bestätigt die Bedeutung von Speichern für das Gelingen der Energiewende.“ Voraussichtlich wird Prof. Weber zukünftig, wie er selber sagte, an einer ausländischen Hochschule lehren, eventuell wieder in Berkeley.

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